Am 6. Februar 2026 erschütterte eine traurige Nachricht die österreichische Industrielandschaft: Wolfgang Welser, ein führender Kopf der heimischen Wirtschaft, verstarb kurz vor seinem 78. Geburtstag. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Bundessparte Industrie reagierten mit großer Bestürz
Am 6. Februar 2026 erschütterte eine traurige Nachricht die österreichische Industrielandschaft: Wolfgang Welser, ein führender Kopf der heimischen Wirtschaft, verstarb kurz vor seinem 78. Geburtstag. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Bundessparte Industrie reagierten mit großer Bestürzung auf diesen Verlust. Welser war nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch ein engagierter Sozialpartner, der sich unermüdlich für die Interessen der österreichischen Industrie einsetzte.
Wolfgang Welser war über viele Jahre hinweg eine prägende Figur in der österreichischen Industrie. Als langjähriger Geschäftsführer des niederösterreichischen Familienunternehmens Welser Profile führte er das Unternehmen zu internationalem Erfolg. Welser Profile ist ein führendes Unternehmen in der Herstellung von Spezialprofilen aus Stahl, das weltweit tätig ist. Diese Profile werden in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt, von der Automobilindustrie bis zum Bauwesen.
Die Bedeutung von Wolfgang Welser für die österreichische Industrie geht jedoch weit über seine unternehmerischen Erfolge hinaus. Von 2004 bis 2012 war er Obmann der Bundessparte Industrie der WKÖ, wo er sich mit großem Engagement für die Interessen der österreichischen Industrie einsetzte. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Gestaltung der Industriepolitik beteiligt und trug dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu stärken.
Die österreichische Industriepolitik hat sich im Laufe der Jahre stark gewandelt. In den Nachkriegsjahren lag der Fokus auf dem Wiederaufbau und der Industrialisierung des Landes. In den 1970er und 1980er Jahren rückte die Förderung von Forschung und Entwicklung in den Vordergrund, um die Innovationskraft der heimischen Unternehmen zu stärken. Wolfgang Welser erkannte frühzeitig die Bedeutung von Forschung und Technologie als Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit von Hochlohnstandorten wie Österreich.
Bereits Anfang der 2000er Jahre setzte er sich für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung von Fachkräften ein. Diese Themen sind bis heute von zentraler Bedeutung für die österreichische Industrie. Die Förderung von Forschung und Technologie ist ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Industriepolitik, um den Herausforderungen der Globalisierung und des technologischen Wandels zu begegnen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz steht die österreichische Industrie vor ähnlichen Herausforderungen. Alle drei Länder sind Hochlohnstandorte, die sich im globalen Wettbewerb behaupten müssen. Während Deutschland traditionell stark in der Automobilindustrie ist, hat die Schweiz ihre Stärken im Maschinenbau und in der Pharmaindustrie. Österreich hat sich als wichtiger Standort für die Metallverarbeitung und den Maschinenbau etabliert.
Die Förderung von Forschung und Technologie ist in allen drei Ländern ein zentrales Thema. In Deutschland wird dies durch Programme wie die Hightech-Strategie unterstützt, während die Schweiz auf ihre Innovationskraft und die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft setzt. Österreich hat in den letzten Jahren verstärkt in Forschung und Entwicklung investiert, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Der Tod von Wolfgang Welser hat nicht nur Auswirkungen auf die Industrie, sondern auch auf die Bürger. Als Sozialpartner setzte er sich stets für die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein. Die von ihm initiierten Reformen zur Fachkräftesicherung tragen bis heute Früchte und sind ein wichtiger Beitrag zur Stabilität des Arbeitsmarktes.
Ein konkretes Beispiel für seinen Einfluss ist die Einführung von Ausbildungsprogrammen, die jungen Menschen den Einstieg in technische Berufe erleichtern. Diese Programme tragen dazu bei, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und jungen Menschen Perspektiven zu bieten. Die Investitionen in Forschung und Technologie schaffen zudem neue Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Branchen.
Die österreichische Industrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig mit einem Anteil von rund 30% am Bruttoinlandsprodukt. Sie beschäftigt etwa 900.000 Menschen und ist ein wesentlicher Treiber für Innovation und Export. Die Metallverarbeitung und der Maschinenbau sind die bedeutendsten Branchen, gefolgt von der chemischen Industrie und der Elektronik.
Die Investitionen in Forschung und Entwicklung haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Im Jahr 2025 betrugen sie rund 3,2% des Bruttoinlandsprodukts, was Österreich im internationalen Vergleich eine Spitzenposition einbringt. Diese Investitionen sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie zu sichern und den technologischen Wandel zu bewältigen.
Die Zukunft der österreichischen Industrie hängt maßgeblich von der Fähigkeit ab, sich an den technologischen Wandel anzupassen. Die Digitalisierung und Automatisierung verändern die Arbeitswelt grundlegend. Die Förderung von Forschung und Technologie bleibt daher ein zentrales Thema, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Auch die Fachkräftesicherung wird weiterhin eine große Herausforderung darstellen. Die demografische Entwicklung und der technologische Wandel erfordern neue Ansätze in der Aus- und Weiterbildung. Die von Wolfgang Welser initiierten Programme zur Fachkräftesicherung bieten hierfür eine gute Grundlage, müssen jedoch kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Die österreichische Industrie steht vor großen Herausforderungen, hat jedoch auch die Chance, sich als innovativer und wettbewerbsfähiger Standort zu positionieren. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Sicherung von Fachkräften sind entscheidende Faktoren, um diese Chancen zu nutzen.
Mit dem Tod von Wolfgang Welser verliert Österreich einen engagierten und visionären Industriekapitän. Sein Einsatz für die Interessen der österreichischen Industrie und seine Visionen für die Zukunft werden in Erinnerung bleiben. Die von ihm angestoßenen Reformen und Initiativen sind ein Vermächtnis, das auch in Zukunft Früchte tragen wird.
Die österreichische Industrie ist gefordert, diesen Weg weiterzugehen und die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Die Investitionen in Forschung und Technologie sowie die Sicherung von Fachkräften sind entscheidende Faktoren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Wohlstand des Landes zu erhalten.
Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen in der österreichischen Industrie besuchen Sie die Presseaussendung der WKÖ.