Am 8. Januar 2026 erfuhr Österreich vom Verlust einer seiner bedeutendsten medizinischen Persönlichkeiten: Univ.-Prof. Dr. Michael Micksche, ein Pionier der Onkologie, verstarb unerwartet. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der österreichischen Krebsforschung und der Krebshilfe, die er über Jahrzehn
Am 8. Januar 2026 erfuhr Österreich vom Verlust einer seiner bedeutendsten medizinischen Persönlichkeiten: Univ.-Prof. Dr. Michael Micksche, ein Pionier der Onkologie, verstarb unerwartet. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der österreichischen Krebsforschung und der Krebshilfe, die er über Jahrzehnte maßgeblich geprägt hat. Micksche war nicht nur ein herausragender Wissenschaftler, sondern auch ein engagierter Unterstützer krebskranker Menschen und ihrer Angehörigen.
Univ.-Prof. Dr. Michael Micksche war Professor für angewandte und experimentelle Onkologie an der Medizinischen Universität Wien. Seine Arbeit am Institut für Krebsforschung trug wesentlich zum Fortschritt in der Krebsforschung bei. Onkologie, die Lehre von Tumoren und tumorbedingten Krankheiten, ist ein zentraler Bereich der Medizin, der sich mit der Erforschung, Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen beschäftigt. Micksches Beiträge in diesem Bereich waren bahnbrechend, insbesondere in der Entwicklung neuer Therapieansätze.
Dr. Micksche war der Gründervater der Krebshilfe Wien, einer Organisation, die sich der Unterstützung von Krebspatient:innen und deren Angehörigen widmet. Seine mehr als drei Jahrzehnte andauernde Präsidentschaft endete erst im November 2025. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Krebshilfe Wien zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für Betroffene in der Region.
Die Krebshilfe in Österreich hat eine lange Tradition. Bereits in den 1950er Jahren wurden erste Organisationen gegründet, um krebskranken Menschen zu helfen. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz hat Österreich ein dichtes Netz an Unterstützungseinrichtungen aufgebaut, das jedoch stark von Persönlichkeiten wie Micksche geprägt wurde. In Deutschland gibt es ähnliche Strukturen, jedoch oft mit einem stärkeren Fokus auf Forschungseinrichtungen. Die Schweiz hingegen zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren aus.
Die Arbeit von Dr. Micksche hatte weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Gesellschaft. Durch seine Bemühungen in der Krebshilfe wurden unzählige Projekte zur Prävention und Aufklärung ins Leben gerufen. Ein Beispiel ist die Einführung regelmäßiger Informationskampagnen, die das Bewusstsein für Krebsvorsorgeuntersuchungen stärken sollten. Diese Maßnahmen führten zu einer signifikanten Erhöhung der Teilnahme an solchen Untersuchungen, was langfristig die Früherkennung und Behandlungserfolge verbesserte.
Laut aktuellen Statistiken der Österreichischen Krebshilfe haben sich die Überlebensraten bei bestimmten Krebsarten in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Dies ist nicht zuletzt dem Engagement von Persönlichkeiten wie Dr. Micksche zu verdanken, die kontinuierlich an der Verbesserung der Behandlungsstandards arbeiteten.
Der Verlust von Dr. Micksche stellt die Krebshilfe vor neue Herausforderungen. Die Organisation hat jedoch bereits angekündigt, sein Lebenswerk fortzusetzen. Geplante Projekte umfassen die Intensivierung der Forschung im Bereich der personalisierten Medizin, die auf die individuellen genetischen Profile der Patienten zugeschnittene Behandlungen ermöglicht. Diese innovative Herangehensweise könnte die Zukunft der Krebsbehandlung revolutionieren.
Univ.-Prof. Dr. Michael Micksche hinterlässt ein beeindruckendes Erbe in der österreichischen Onkologie und Krebshilfe. Sein Engagement wird unvergessen bleiben und als Inspiration für zukünftige Generationen von Forschern und Helfern dienen. Die Österreichische Krebshilfe hat sich verpflichtet, seine Vision fortzuführen und den Kampf gegen Krebs mit gleicher Entschlossenheit weiterzuführen.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die offizielle Pressemitteilung der Österreichischen Krebshilfe.