Inmitten einer Zeit geopolitischer Unsicherheit und wachsendem internationalen Wettbewerbsdruck steht Österreich vor einer entscheidenden Herausforderung: die Sicherung seiner Innovationskraft. Am 15. Januar 2026 betonte Brigitte Bach, Präsidentin von Forschung Austria, die Dringlichkeit, den FTI-Pa
Inmitten einer Zeit geopolitischer Unsicherheit und wachsendem internationalen Wettbewerbsdruck steht Österreich vor einer entscheidenden Herausforderung: die Sicherung seiner Innovationskraft. Am 15. Januar 2026 betonte Brigitte Bach, Präsidentin von Forschung Austria, die Dringlichkeit, den FTI-Pakt für die Jahre 2027 bis 2029 abzuschließen. Diese Vereinbarung ist von zentraler Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie zu sichern und den Wohlstand des Landes zu gewährleisten.
Forschung, Technologie und Innovation (FTI) sind entscheidende Hebel, um die Standortqualität und die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu erhalten. Österreich hat mit einer Forschungsquote von 3,35 % des BIP im Jahr 2024 eine solide Basis. Dennoch gerät diese Position unter Druck, da andere Länder ihre Investitionen in diesen Bereichen stärker ausbauen. Das Regierungsprogramm 2025–2029 hat das Ziel, die Forschungsquote bis 2030 auf vier Prozent des BIP zu steigern, was eine signifikante Erhöhung der Forschungsmittel erfordert.
Historisch gesehen hat Österreich stets auf eine starke Innovationspolitik gesetzt. Bereits in den 1980er Jahren begann das Land, seine Forschungsstrukturen zu modernisieren. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich jedoch, dass Österreich hinterherhinkt. Während Deutschland seine Forschungsinvestitionen kontinuierlich erhöht hat und die Schweiz als Innovationsführer in Europa gilt, stagniert Österreichs Innovationsdynamik.
Der FTI-Pakt für die Jahre 2027 bis 2029 ist entscheidend, um die notwendigen Mittel für Forschung und Innovation verbindlich abzusichern. Trotz bereits beschlossener Budgetmittel im Bundesfinanzrahmengesetz 2026–2029 fehlt der zentrale Hebel zur Umsetzung. Ohne einen ambitionierten und finanziell ausreichend dotierten FTI-Pakt droht Österreich, weiter an Boden zu verlieren.
Die Auswirkungen eines fehlenden FTI-Pakts wären weitreichend. Ohne ausreichende Mittel könnten Forschungsinstitutionen ihre Arbeit nicht fortsetzen, was zu einem Verlust von Arbeitsplätzen und einem Rückgang der Innovationskraft führen würde. Ein Beispiel ist die mögliche Schließung von Forschungsprojekten, die derzeit auf Finanzierung angewiesen sind. Dies würde nicht nur den wissenschaftlichen Fortschritt behindern, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung hemmen.
Österreich zählt mit einer Forschungsquote von 3,35 % des BIP zu den „Strong Innovators“ in Europa. Doch im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Länder wie Schweden und die Schweiz mit Forschungsquoten von über 4 % deutlich besser abschneiden. Um das Ziel von vier Prozent bis 2030 zu erreichen, sind erhebliche Anstrengungen erforderlich.
Die Zukunftsperspektive für Österreich hängt maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung des FTI-Pakts ab. Experten prognostizieren, dass eine Erhöhung der Forschungsinvestitionen nicht nur die Innovationskraft stärkt, sondern auch neue Arbeitsplätze schafft und den Wohlstand sichert. Ein ambitionierter FTI-Pakt könnte Österreichs Position als Innovationsführer in Europa langfristig festigen.
Die Sicherung des FTI-Pakts ist ein entscheidender Schritt, um Österreichs Innovationskraft zu stärken und den Wohlstand des Landes zu sichern. Der Appell von Forschung Austria an die Bundesregierung, den Pakt zeitnah abzuschließen, unterstreicht die Dringlichkeit dieses Vorhabens. Die Zukunft Österreichs hängt von der erfolgreichen Umsetzung dieser Maßnahmen ab. Wie wird Österreich reagieren? Die kommenden Monate werden entscheidend sein.