Ein neues Kapitel der internationalen Kunstszene wird aufgeschlagen, und es könnte nicht spannender sein: Ab dem 13. Mai öffnet die 24. Internationale Ausstellung der Triennale Milano ihre Pforten. Der österreichische Künstler Felix Lenz zieht mit seiner Mixed-Media-Installation Soft Image, Brittle
Ein neues Kapitel der internationalen Kunstszene wird aufgeschlagen, und es könnte nicht spannender sein: Ab dem 13. Mai öffnet die 24. Internationale Ausstellung der Triennale Milano ihre Pforten. Der österreichische Künstler Felix Lenz zieht mit seiner Mixed-Media-Installation Soft Image, Brittle Grounds alle Blicke auf sich. Wird er die verborgene Wahrheit hinter unseren digitalen Technologien enthüllen?
Felix Lenz, ein visionärer Künstler und Filmemacher, präsentiert eine Installation, die tief in die dunklen Ecken unserer digitalen Welt vordringt. Unter dem Auftrag des MAK und mit Förderung des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport der Republik Österreich, stellt Lenz die unsichtbaren Infrastrukturen digitaler Technologien und deren verheerende Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft in den Fokus.
Mit seinem 30-minütigen Essayfilm Brute Force [Exhibition Cut] und der Dreikanal-Videoinstallation Valley of the Heart’s Delight nimmt Lenz die Besucher mit auf eine klangliche und visuelle Reise. Er zeigt, wie die Komplexität unserer Welt mit den simplifizierten Rationalitäten des digitalen Zeitalters kollidiert. Die schwindenden Ufer des Great Salt Lake in Utah dienen als eindringliches Symbol für die zerstörerische Kraft der Datenextraktion.
In einer beispiellosen Inszenierung schwebt ein Industrieroboter in Zeitlupe über Schichten aus Erde und Muscheln, die an die heiligen Stätten der indigenen Ohlone erinnern, heute von den Tech-Giganten des Silicon Valley überbaut. Diese Verbindung von verdrängter Geschichte und moderner Technologie könnte kaum dramatischer sein!
Die Installation Valley of the Heart’s Delight ist hinter einer symbolischen Glasfassade verborgen. Erst wenn die Besucher durch das Glas schauen, wird das Verhältnis von Transparenz und Kontrolle im Raum greifbar. Dies ist mehr als nur Kunst – es ist eine provokante Einladung, die Illusion der Gleichheit im technologischen Fortschritt zu hinterfragen.
Felix Lenz' Werk ist eine faszinierende Mischung aus Dokumentation und Inszenierung, die die scheinbare Neutralität technologischer Systeme dekonstruiert. Mit einer interdisziplinären Technologie-Kritik, die Erkenntnisse aus Physik, Kunst und Geologie vereint, fordert er uns auf, das zu sehen, was oft verborgen bleibt.
Die Ausstellung läuft bis zum 9. November 2025 in der Triennale Milano. Weitere Informationen finden Sie auf www.triennale.org.