23 Windkraftanlagen liefern Strom für rund 70.000 Haushalte – Meilenstein für die heimische Energiewende
Der größte Windpark Österreichs geht im Burgenland ans Netz. Die 23 Anlagen in Neusiedl/Weiden produzieren jährlich 250 Millionen Kilowattstunden Ökostrom.
Das Burgenland setzt einen weiteren bedeutenden Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit: Am 18. Februar 2026 nimmt der größte Windpark Österreichs in Neusiedl/Weiden offiziell seinen Betrieb auf. Mit 23 hochmodernen Windkraftanlagen und einer jährlichen Stromproduktion von 250 Millionen Kilowattstunden markiert das Projekt einen historischen Meilenstein für die österreichische Energiewende.
Die Zahlen des neuen Windparks sind beeindruckend: Die 23 Windenergieanlagen können rechnerisch rund 70.000 österreichische Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Damit übertrifft das Projekt alle bisherigen Windparks in Österreich deutlich und unterstreicht die Vorreiterrolle des Burgenlandes im Bereich der erneuerbaren Energien.
Die Standortwahl in der Region Neusiedl/Weiden ist dabei kein Zufall. Das Gebiet rund um den Neusiedler See zählt zu den windreichsten Regionen Österreichs und bietet damit ideale Voraussetzungen für die effiziente Nutzung der Windkraft. Die konstanten Windverhältnisse ermöglichen eine hohe Auslastung der Anlagen und garantieren eine zuverlässige Stromproduktion über das gesamte Jahr hinweg.
Die Bedeutung des Projekts spiegelt sich auch in der prominent besetzten Eröffnungsfeier wider. Bundesminister KommR Peter Hanke, Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil und CEO Dr. Stephan Sharma von Burgenland Energie werden gemeinsam den Startschuss für den Windpark geben. Diese Konstellation aus Bundes- und Landespolitik sowie Wirtschaft verdeutlicht den überregionalen Stellenwert des Vorhabens.
Für Landeshauptmann Doskozil ist der Windpark ein weiterer Beweis für die konsequente Energiepolitik des Burgenlandes. Das östlichste Bundesland hat sich in den vergangenen Jahren zum österreichischen Vorreiter in Sachen Windenergie entwickelt und produziert bereits heute mehr Strom aus erneuerbaren Quellen, als im Land selbst verbraucht wird.
Hinter dem Großprojekt steht die Burgenland Energie AG, der Landesenergieversorger mit Sitz in Eisenstadt. Das Unternehmen unter der Führung von CEO Dr. Stephan Sharma hat in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert und betreibt bereits zahlreiche Windparks und Photovoltaikanlagen im gesamten Bundesland.
Der neue Windpark in Neusiedl/Weiden reiht sich in eine Serie ambitionierter Projekte ein, mit denen Burgenland Energie die Energiewende vorantreibt. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, das Burgenland zur Modellregion für erneuerbare Energien zu machen und damit auch einen wesentlichen Beitrag zur österreichischen Klimaneutralität zu leisten.
Neben den ökologischen Vorteilen bringt der Windpark auch erhebliche wirtschaftliche Impulse für die Region. Während der Bauphase waren zahlreiche heimische Unternehmen an der Errichtung der Anlagen beteiligt. Im laufenden Betrieb sorgen Wartung und Instandhaltung für dauerhafte Arbeitsplätze vor Ort.
Darüber hinaus profitieren die Standortgemeinden Neusiedl am See und Weiden am See von Pachteinnahmen und Infrastrukturabgaben. Diese zusätzlichen Einnahmen ermöglichen den Kommunen Investitionen in lokale Projekte und kommen damit direkt der Bevölkerung zugute.
Die 23 Windenergieanlagen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und sind auf maximale Effizienz ausgelegt. Moderne Windkraftanlagen dieser Größenordnung verfügen über Rotordurchmesser von über 150 Metern und Nabenhöhen von mehr als 100 Metern. Dadurch können sie auch in höheren Luftschichten die gleichmäßigeren und stärkeren Winde nutzen.
Die Anlagen sind zudem mit intelligenten Steuerungssystemen ausgestattet, die eine optimale Anpassung an die jeweiligen Windverhältnisse ermöglichen. Sensoren überwachen kontinuierlich alle relevanten Parameter und sorgen für einen effizienten und sicheren Betrieb. Im Bedarfsfall können die Anlagen auch aus der Ferne gesteuert und gewartet werden.
Mit einer Jahresproduktion von 250 Millionen Kilowattstunden leistet der Windpark einen substanziellen Beitrag zur österreichischen Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen. Zum Vergleich: Diese Strommenge entspricht etwa dem jährlichen Verbrauch einer mittelgroßen österreichischen Stadt.
Österreich hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2030 den gesamten Strombedarf bilanziell aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Der neue Windpark in Neusiedl/Weiden bringt das Land diesem Ziel einen bedeutenden Schritt näher. Windkraft spielt dabei neben Wasserkraft und Photovoltaik eine zentrale Rolle im österreichischen Energiemix.
Die Umweltbilanz des Windparks kann sich sehen lassen. Im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen spart die Anlage jährlich erhebliche Mengen an Treibhausgasen ein. Bei einer angenommenen Verdrängung von Strom aus Gaskraftwerken entspricht dies einer CO2-Einsparung von rund 100.000 Tonnen pro Jahr.
Diese Reduktion von Treibhausgasemissionen ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung der österreichischen Klimaziele. Das Land hat sich verpflichtet, bis 2040 klimaneutral zu werden – zehn Jahre früher als die Europäische Union insgesamt. Projekte wie der Windpark Neusiedl/Weiden sind unverzichtbar, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen.
Die Errichtung eines Windparks dieser Größenordnung ist mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Neben den technischen Anforderungen spielen auch Genehmigungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen und die Akzeptanz in der Bevölkerung eine wichtige Rolle.
Burgenland Energie hat bei der Planung und Umsetzung des Projekts von Anfang an auf Transparenz und Dialog mit den betroffenen Gemeinden und Anrainern gesetzt. Informationsveranstaltungen und die Einbindung lokaler Stakeholder haben dazu beigetragen, Vorbehalte abzubauen und Unterstützung für das Projekt zu gewinnen.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Vereinbarkeit des Windparks mit den Belangen des Naturschutzes gelegt. Die Region rund um den Neusiedler See ist für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt bekannt und steht teilweise unter besonderem Schutz. Umfangreiche Gutachten und Untersuchungen haben sichergestellt, dass der Windpark keine negativen Auswirkungen auf schützenswerte Arten und Lebensräume hat.
Moderne Windkraftanlagen verfügen zudem über technische Einrichtungen, die das Kollisionsrisiko für Vögel und Fledermäuse minimieren. Radargestützte Abschaltsysteme können die Anlagen bei Bedarf automatisch stoppen, wenn sich größere Vogelschwärme nähern.
Der Windpark Neusiedl/Weiden ist nur ein Baustein in der umfassenden Ausbaustrategie von Burgenland Energie. Das Unternehmen plant bereits weitere Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien, um die Kapazitäten kontinuierlich zu erweitern.
Neben zusätzlichen Windparks setzt Burgenland Energie verstärkt auf den Ausbau von Photovoltaikanlagen und die Entwicklung von Speicherlösungen. Die Kombination verschiedener erneuerbarer Energiequellen und moderner Speichertechnologien soll eine sichere und zuverlässige Stromversorgung auch bei schwankender Erzeugung gewährleisten.
Die offizielle Inbetriebnahme des Windparks findet am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, um 13:00 Uhr statt. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, an dem Foto- und Filmtermin teilzunehmen. Eine Anmeldung ist unter [email protected] erforderlich.
Der Windpark Neusiedl/Weiden markiert einen historischen Moment für die österreichische Energiewirtschaft. Mit der größten Windenergieanlage des Landes setzt das Burgenland ein deutliches Zeichen für die Machbarkeit der Energiewende und zeigt, dass erneuerbare Energien nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sind.