Am 15. Dezember 2025 wurde eine wegweisende Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Nutztierhaltung in Österreich veröffentlicht. Diese Studie, durchgeführt von der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ) und dem Industriewissenschaftlichen Institut (IWI), hebt die zentrale Rolle der Tierha
Am 15. Dezember 2025 wurde eine wegweisende Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Nutztierhaltung in Österreich veröffentlicht. Diese Studie, durchgeführt von der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ) und dem Industriewissenschaftlichen Institut (IWI), hebt die zentrale Rolle der Tierhaltung für die österreichische Wirtschaft hervor. Die Präsentation der Ergebnisse, die am 17. Dezember 2025 im Pressezentrum in Wien stattfindet, verspricht tiefgehende Einblicke in die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte dieser Branche.
Die Nutztierhaltung ist mehr als nur eine landwirtschaftliche Praxis; sie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, der zur Stabilität und Versorgungssicherheit des Landes beiträgt. Die Studie zeigt, dass die Tierhaltung nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern auch zur Preisstabilität beiträgt. Diese Aspekte sind besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten von unschätzbarem Wert.
Im Rahmen der Studie werden verschiedene Fachbegriffe verwendet, die für das Verständnis der Thematik wichtig sind. 'Wertschöpfung' bezeichnet den Prozess, bei dem Produkte oder Dienstleistungen einen Mehrwert erhalten, der über die eingesetzten Ressourcen hinausgeht. In der Landwirtschaft bedeutet dies, dass durch die Verarbeitung und den Verkauf von Tierprodukten ein wirtschaftlicher Gewinn erzielt wird. 'Versorgungssicherheit' bezieht sich auf die Fähigkeit eines Landes, seine Bevölkerung kontinuierlich mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen, unabhängig von äußeren Einflüssen.
Die Tierhaltung hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert war sie ein wesentlicher Bestandteil der landwirtschaftlichen Produktion. Mit der Industrialisierung und der damit verbundenen Urbanisierung hat sich die Rolle der Tierhaltung verändert. Heute steht sie im Spannungsfeld zwischen traditionellen Praktiken und modernen, nachhaltigen Ansätzen. Die aktuelle Studie zeigt, wie sich diese Entwicklung auf die Wirtschaft ausgewirkt hat und welche Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz nimmt die Nutztierhaltung in Österreich eine besondere Stellung ein. Während in Deutschland die industrielle Tierproduktion dominiert, setzt Österreich verstärkt auf nachhaltige und regionale Ansätze. In der Schweiz wird ebenfalls auf Qualität und Nachhaltigkeit geachtet, jedoch mit einem stärkeren Fokus auf den Export von Spezialitäten. Diese Unterschiede beeinflussen nicht nur die wirtschaftliche Leistung, sondern auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Tierhaltung.
Die Auswirkungen der Nutztierhaltung auf die Bevölkerung sind vielfältig. Ein Beispiel ist die Sicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen, wo alternative Beschäftigungsmöglichkeiten oft begrenzt sind. Darüber hinaus trägt die Tierhaltung zur Erhaltung der Kulturlandschaft bei, was wiederum den Tourismus fördert. Ein weiterer Aspekt ist die Preisstabilität bei Lebensmitteln, die durch eine stabile Produktion gewährleistet wird. Dies ist besonders in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ein wichtiger Faktor für die Bevölkerung.
Laut der Studie beschäftigt die Nutztierhaltung in Österreich direkt und indirekt über 100.000 Menschen. Der jährliche Umsatz der Branche beträgt mehrere Milliarden Euro, was sie zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes macht. Die Studie zeigt auch, dass die Tierhaltung einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der Importabhängigkeit leistet, indem sie die lokale Produktion stärkt.
Die Zukunft der Nutztierhaltung in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der zunehmenden Nachfrage nach nachhaltigen und regionalen Produkten wird die Branche voraussichtlich weiter wachsen. Die Studie prognostiziert, dass durch Investitionen in innovative Technologien und nachhaltige Praktiken die Wertschöpfung und die Beschäftigung in der Branche weiter gesteigert werden können. Dies wird nicht nur die Wirtschaft stärken, sondern auch zur Erreichung der Klimaziele beitragen.
Die präsentierte Studie verdeutlicht die immense Bedeutung der Nutztierhaltung für Österreich. Sie ist ein unverzichtbarer Wirtschaftsmotor, der Arbeitsplätze sichert, die Versorgung stabil hält und zur Preisstabilität beiträgt. Die vorgestellten Daten und Prognosen zeigen, dass die Branche gut aufgestellt ist, um auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der österreichischen Wirtschaft zu spielen. Interessierte können sich weiterführend auf der Webseite des Bundesministeriums informieren.