Am 3. Februar 2026 kündigte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) die Suche nach zukunftsweisenden Projekten für den Staatspreis Wald 2026 an. Diese prestigeträchtige Auszeichnung hebt alle zwei Jahre die innovativsten und
Am 3. Februar 2026 kündigte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) die Suche nach zukunftsweisenden Projekten für den Staatspreis Wald 2026 an. Diese prestigeträchtige Auszeichnung hebt alle zwei Jahre die innovativsten und nachhaltigsten Initiativen im Bereich der Waldbewirtschaftung hervor. Österreich, bekannt für seine üppigen Waldflächen, nimmt eine führende Position in der internationalen Holzindustrie ein. Der Staatspreis soll Projekte würdigen, die die Zukunft des österreichischen Waldes sichern.
Österreichs Wälder bedecken etwa 48 Prozent der Landesfläche und sind damit ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Identität und Wirtschaft. Mit durchschnittlich 350 Kubikmetern Holz pro Hektar gehören sie zu den waldreichsten Regionen Europas. Diese Wälder sind nicht nur ein wertvoller Rohstofflieferant, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für die heimische Flora und Fauna. Sie bieten Erholungsraum, schützen vor Naturgefahren und dienen als Trinkwasserspeicher. Die nachhaltige Bewirtschaftung dieser Wälder ist das Ergebnis jahrzehntelanger Anstrengungen.
Die Geschichte der Waldbewirtschaftung in Österreich reicht Jahrhunderte zurück. Bereits im Mittelalter wurden erste Regelungen zum Schutz der Wälder eingeführt, um die Holzversorgung sicherzustellen und den Lebensraum zu erhalten. Im 18. Jahrhundert wurden systematische Aufforstungsprogramme gestartet, um den steigenden Holzbedarf zu decken. Diese Tradition der nachhaltigen Forstwirtschaft hat sich bis heute fortgesetzt und ist ein Eckpfeiler der österreichischen Umweltpolitik.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich einen höheren Anteil an Waldfläche. Während Deutschland etwa 32 Prozent und die Schweiz rund 31 Prozent Waldfläche aufweisen, sind es in Österreich fast 48 Prozent. Diese Unterschiede spiegeln sich auch in den nationalen Forststrategien wider. Während Deutschland verstärkt auf die Renaturierung von Industriebrachen setzt, fokussiert sich die Schweiz auf den Schutz ihrer alpinen Wälder. Österreich hingegen kombiniert beide Ansätze und fördert gleichzeitig die wirtschaftliche Nutzung seiner Wälder.
Der Staatspreis Wald 2026 wird in acht Kategorien vergeben, darunter nachhaltige Waldbewirtschaftung, klimaangepasste Waldbewirtschaftung, Schutzwaldmanagement, Wald-Wild-Management, Bioenergie, Innovation, Jugend und Öffentlichkeitsarbeit. Diese Kategorien spiegeln die vielfältigen Herausforderungen und Chancen wider, die die Forstwirtschaft in Österreich bietet. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Fachjury aus anerkannten Expertinnen und Experten.
Die Auswirkungen des Staatspreises Wald sind vielfältig. Für die Bürger bedeutet eine nachhaltige Waldbewirtschaftung nicht nur den Erhalt der natürlichen Landschaften, sondern auch die Sicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen. Die Forstwirtschaft trägt erheblich zur österreichischen Wirtschaft bei und ist ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. Durch die Förderung innovativer Projekte wird die Wettbewerbsfähigkeit der Branche gestärkt und der ländliche Raum belebt.
Österreichs Forstwirtschaft generiert jährlich rund 12 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt etwa 300.000 Menschen. Diese Zahlen verdeutlichen die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors. Darüber hinaus trägt der Wald erheblich zur CO2-Reduktion bei, indem er jährlich etwa 30 Millionen Tonnen CO2 speichert. Diese ökologischen und ökonomischen Leistungen machen den Wald zu einem unverzichtbaren Bestandteil der österreichischen Infrastruktur.
Die Zukunft der österreichischen Forstwirtschaft hängt maßgeblich von der Anpassung an den Klimawandel ab. Die Entwicklung klimaresilienter Wälder, die Nutzung digitaler Technologien zur Überwachung und Verwaltung sowie die Förderung der Biodiversität sind entscheidende Faktoren. Der Staatspreis Wald 2026 wird Projekte auszeichnen, die innovative Lösungen für diese Herausforderungen bieten. Diese Initiativen werden nicht nur die Zukunft der Wälder sichern, sondern auch Österreichs Rolle als Vorreiter in der nachhaltigen Forstwirtschaft stärken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Staatspreis Wald 2026 nicht nur eine Anerkennung herausragender Projekte ist, sondern auch ein wichtiger Impulsgeber für die Zukunft der österreichischen Forstwirtschaft. Bürger und Unternehmen sind eingeladen, ihre Projekte bis zum 15. März 2026 einzureichen. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Webseite www.staatspreis-wald.at. Welche innovativen Ideen werden die Zukunft der österreichischen Wälder prägen? Wir sind gespannt!