Bis zu 1,175 Millionen Zuseher beim Herren-Riesenslalom – Janine Flocks Gold-Lauf begeistert 881.000 Fans
Die Olympischen Winterspiele 2026 bescheren dem ORF herausragende Einschaltquoten. Besonders die alpinen Bewerbe und Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock ziehen Millionenpublikum an.
Die Olympischen Winterspiele 2026 entwickeln sich für den ORF zu einem wahren Quotenerfolg. Trotz ausbleibender Medaillen bei den österreichischen Alpinen zeigt das heimische Publikum ein enormes Interesse an den Live-Übertragungen aus den verschiedenen Wettkampfstätten. Die aktuellen Zahlen vom vergangenen Wochenende unterstreichen die ungebrochene Faszination der Österreicherinnen und Österreicher für den Wintersport.
Der zweite Durchgang des Riesenslaloms der Herren am 14. Februar erwies sich als absoluter Publikumsmagnet. Bis zu 1,175 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Rennen live im ORF. Im Durchschnitt waren es beeindruckende 1,013 Millionen Menschen, die sich vor den Bildschirmen versammelten. Der Marktanteil von 71 Prozent verdeutlicht die dominante Stellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei sportlichen Großereignissen.
Besonders bemerkenswert ist das Interesse der jüngeren Zielgruppen. Bei den Zuschauern bis 49 Jahre erreichte die Übertragung einen Marktanteil von 76 Prozent, in der besonders umkämpften Zielgruppe der unter 29-Jährigen sogar 85 Prozent. Diese Zahlen widerlegen eindrucksvoll die oft geäußerte Vermutung, dass jüngere Generationen kein Interesse mehr am klassischen Fernsehen hätten – zumindest wenn es um hochklassigen Wintersport geht.
Ein emotionaler Höhepunkt des Wochenendes war zweifellos der Gold-Lauf von Janine Flock im Skeleton-Bewerb. Die österreichische Ausnahmeathletin krönte ihre beeindruckende Karriere mit dem Olympiasieg, und 881.000 Menschen im Schnitt waren live dabei. Der Marktanteil von 36 Prozent ist für eine Randsportart wie Skeleton außergewöhnlich hoch und zeigt, wie sehr das österreichische Publikum seine Sportlerinnen und Sportler unterstützt, wenn diese um Medaillen kämpfen.
Bei den jüngeren Zuschauerinnen und Zuschauern erreichte die Skeleton-Übertragung Marktanteile von 38 Prozent bei den unter 49-Jährigen und sogar 41 Prozent bei den unter 29-Jährigen. Diese Zahlen unterstreichen, dass packende sportliche Leistungen und die Aussicht auf österreichische Medaillen generationenübergreifend begeistern können.
Bemerkenswert ist, dass die Skeleton-Übertragung in puncto Durchschnittsreichweite sogar die Skisprung-Herren auf der Großschanze übertraf. Der zweite Durchgang des Skispringens erreichte zwar Spitzenwerte von bis zu 889.000 Zuschauern, im Durchschnitt waren es jedoch 828.000 bei einem Marktanteil von 36 Prozent. Bei den jüngeren Zielgruppen lagen die Marktanteile bei 37 bzw. 47 Prozent.
Diese Entwicklung zeigt, dass das österreichische Publikum nicht nur bei den traditionellen Wintersportarten einschaltet, sondern auch Randsportarten eine Chance gibt, wenn österreichische Athletinnen und Athleten Medaillenchancen haben. Für den ORF ist dies eine wichtige Erkenntnis, die möglicherweise auch die künftige Programmplanung beeinflussen könnte.
Am Sonntag, dem 15. Februar, setzte sich der Quoten-Trend fort. Der zweite Durchgang des Riesenslaloms der Damen lockte bis zu 1,095 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Bildschirme. Im Schnitt verfolgten 989.000 Menschen das Rennen, was einem beeindruckenden Marktanteil von 62 Prozent entspricht.
Auch bei diesem Bewerb zeigten sich die jüngeren Zielgruppen besonders interessiert. Mit Marktanteilen von 61 Prozent bei den unter 49-Jährigen und 75 Prozent bei den unter 29-Jährigen beweist der alpine Skisport seine anhaltende Popularität in Österreich. Die Tradition als Skifahrernation spiegelt sich deutlich in den Sehgewohnheiten wider.
Das Skispringen der Damen von der Großschanze fand ebenfalls ein beachtliches Publikum. Bis zu 649.000 Menschen schalteten ein, im Durchschnitt waren es 548.000 bei einem Marktanteil von 24 Prozent. Bei den jüngeren Zuschauerinnen und Zuschauern lagen die Marktanteile bei 24 bzw. 30 Prozent.
Diese Zahlen zeigen, dass das Damen-Skispringen, das erst seit 2014 olympisch ist, kontinuierlich an Popularität gewinnt. Die Entwicklung des Frauensports im Skispringen wird vom Publikum mit wachsendem Interesse verfolgt, was auch für die Athletinnen selbst eine wichtige Motivation darstellt.
Neben den traditionellen TV-Übertragungen verzeichnete der ORF auch bei seinen digitalen Angeboten starke Nutzungszahlen. Die Live-Streams und Videos-on-Demand der Olympia-Übertragungen erzielten am Wochenende beeindruckende Werte:
Der stärkste Live-Stream des Wochenendes war erwartungsgemäß der zweite Durchgang des Herren-Riesenslaloms mit einer Durchschnittsreichweite von 58.000 gleichzeitigen Nutzern. Diese Zahlen stammen aus der Online-Bewegtbild-Messung der AGTT/GfK TELETEST Zensus und verdeutlichen, wie wichtig die parallele Ausspielung auf verschiedenen Kanälen geworden ist.
Die hohen Streaming-Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen die Flexibilität schätzen, Sportübertragungen auch unterwegs oder auf alternativen Endgeräten verfolgen zu können. Der ORF bedient mit seinem breiten digitalen Angebot diese veränderten Sehgewohnheiten erfolgreich. Die Kombination aus klassischem TV und Streaming-Angeboten erweist sich als Erfolgsrezept, um möglichst viele Zuschauerinnen und Zuschauer zu erreichen.
Die Quotenergebnisse des vergangenen Wochenendes reihen sich in eine lange Tradition ein. Österreich ist und bleibt eine Wintersportnation, und diese Leidenschaft spiegelt sich auch in den Einschaltquoten wider. Selbst wenn die erhofften Medaillen ausbleiben, wie es bei den alpinen Bewerben teilweise der Fall war, halten die Fans ihren Athletinnen und Athleten die Treue.
Die besonders hohen Marktanteile in den jüngeren Zielgruppen sind für den ORF eine erfreuliche Entwicklung. Sie zeigen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch bei der nächsten Generation relevant bleiben kann, wenn er attraktive Live-Sportinhalte bietet. Die Olympischen Spiele erweisen sich einmal mehr als ideale Plattform, um ein breites und generationenübergreifendes Publikum anzusprechen.
Mit den bisherigen Quoten hat der ORF bereits einen erfolgreichen Olympia-Auftritt hingelegt. In den kommenden Tagen stehen weitere Entscheidungen an, die das österreichische Publikum mit Spannung erwarten wird. Ob Ski Alpin, Langlauf, Biathlon oder weitere Eiskanal-Bewerbe – die Chancen stehen gut, dass die hohen Einschaltquoten anhalten werden.
Besonders spannend wird es, wenn weitere österreichische Athletinnen und Athleten um Medaillen kämpfen. Die Erfahrung zeigt, dass in solchen Momenten das ganze Land vor den Bildschirmen mitfiebert und die Quoten entsprechend in die Höhe schnellen. Die Winterspiele 2026 haben erst begonnen, und der ORF darf sich auf weitere erfolgreiche Übertragungen freuen.