Die MIPCOM 2025 in Cannes ist vorbei, doch die Wellen, die der ORF mit seinen Produktionen schlug, sind noch lange nicht abgeebbt. Vom 13. bis 16. Oktober 2025 versammelte sich die internationale Bewegtbildindustrie an der Côte d’Azur, um die neuesten Trends und Produktionen zu sichten. Der ORF, Öst
Die MIPCOM 2025 in Cannes ist vorbei, doch die Wellen, die der ORF mit seinen Produktionen schlug, sind noch lange nicht abgeebbt. Vom 13. bis 16. Oktober 2025 versammelte sich die internationale Bewegtbildindustrie an der Côte d’Azur, um die neuesten Trends und Produktionen zu sichten. Der ORF, Österreichs öffentlich-rechtlicher Rundfunk, hat dabei eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass österreichische Produktionen international gefragt sind.
Österreich, ein Land mit knapp neun Millionen Einwohnern, hat sich als Produzent hochwertiger Fernseh- und Filmproduktionen etabliert. Die MIPCOM, die weltweit größte Contentmesse, zog über 10.500 Fachbesucher aus mehr als 100 Ländern an. Der ORF und sein Content-Sales-International-Team der ORF-Enterprise nutzten die Gelegenheit, um ihre Produktionen einem internationalen Publikum zu präsentieren.
Traditionell eröffnete der ORF die Messe mit dem sogenannten ORF-Apéro. Rund 200 Gäste erhielten exklusive Einblicke in die neuesten Produktionen. Darunter befanden sich neue Staffeln der Erfolgsserien „School of Champions“, „Tage, die es nicht gab“ und „Biester“. Besonders hervorzuheben ist die ORF/ZDF-Koproduktion „Der Geier“ mit Philipp Hochmair in der Hauptrolle.
Ein Highlight waren die neuen ORF-„Universum“-Naturfilme wie „Kroatiens Küste – Endlos und wild“ und „Das Rote Meer – Im Zaubergarten der Evolution“. Diese Dokumentationen zeigen die atemberaubende Schönheit unserer Natur und sind ein Beweis für die hohe Qualität der ORF-Produktionen.
ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz zeigte sich erfreut über den internationalen Erfolg: „Die internationalen Verkaufserfolge sind ein Kompliment für die hohe Qualität der öffentlich-rechtlichen ORF-Produktionen.“ Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung des ORF als Fernseh- und Produktionsstandort. Die Akzeptanz der ORF-Produktionen auf internationaler Ebene stellt Österreich ein erstklassiges Zeugnis aus.
Eva Schindlauer, Kaufmännische Direktorin des ORF, betonte die wirtschaftliche Bedeutung: „Das große internationale Interesse an Filmen, Serien und Dokus aus Österreich zeigt, wie leistungsfähig die heimische Kreativ- und Produktionswirtschaft ist.“ In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bleibt der ORF ein wichtiger Partner der österreichischen Filmwirtschaft und leistet einen bedeutenden Beitrag zur heimischen Wertschöpfung.
Armin Luttenberger, Head of Content Sales International bei der ORF-Enterprise, berichtete von der großen Nachfrage nach ORF-Originals: „Auf den relevanten Contentmessen zeigt sich konsequent, dass ORF-Originals zu den global gefragten fiktionalen Produktionen zählen.“ Die breite Genrevielfalt der ORF-Produktionen erschließt laufend neue Märkte und spricht sich unter den Programmverantwortlichen herum.
Jakob Pochlatko von Film Austria hob die Bedeutung der internationalen Sichtbarkeit hervor: „Die internationale Sichtbarkeit ist für einen vergleichsweise kleinen Markt wie Österreich entscheidend, um auch künftig auf diesem anerkannt hohen Qualitätsniveau produzieren zu können.“ Um aus dem globalen Angebot herauszustechen, sind vertrauensvolle Beziehungen zu internationalen Entscheidungsträgern unerlässlich.
Nina-Anica Keidies von der Austrian Business Agency – FILM in AUSTRIA betonte die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Film- und Fernsehindustrie für Österreich: „Die Film-, Fernseh- und Produktionsindustrie leistet eine beachtliche Wertschöpfung und darüber hinaus Umwegrentabilität für Österreich – sowohl wirtschaftlich, kulturell als auch touristisch.“
Die ORF-Enterprise konnte zahlreiche Verkaufserfolge verbuchen. PlattelandsTv aus Belgien sicherte sich ein umfangreiches Paket mit 20 Hochglanz-Naturdokumentationen. Mediaset in Italien lizenzierte mehrere Naturfilme, darunter „Sardinien – Arche aus Stein“ und „Vietnam – Das ungezähmte Paradies“.
Auch RAI in Italien und CCTV in China zeigten Interesse an den hochwertigen Dokumentationen. In Japan entschied sich NHK für „Faulpelzgeschichten“ und die Kulturproduktion „Internationale Barocktage Stift Melk 2025 – Magnificat“.
Die Erfolge auf der MIPCOM 2025 zeigen, dass der ORF auf dem richtigen Weg ist. Die internationale Anerkennung und die zahlreichen Verkäufe sind ein Beweis für die hohe Qualität der österreichischen Produktionen. In Zukunft wird es wichtig sein, diese Erfolge weiter auszubauen und neue Märkte zu erschließen.
Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und die Teilnahme an globalen Contentmessen wie der MIPCOM sind entscheidend, um Österreichs Position als wichtiger Player im internationalen Content-Markt zu festigen.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der ORF-Enterprise unter enterprise.ORF.at.