Olympische Winterspiele und Opernball treiben ORF-Gruppe zu bestem Ergebnis seit 12 Jahren
Der ORF verzeichnet mit 40,4% Marktanteil den stärksten Februar seit 2014. Olympia-Übertragungen und Opernball begeistern Millionen.
Die ORF-Sendergruppe hat im Februar 2026 einen beeindruckenden Marktanteil von 40,4 Prozent erreicht und damit den besten Februar-Wert seit zwölf Jahren erzielt. Verantwortlich für diesen Erfolg waren vor allem die Übertragungen der Olympischen Winterspiele, der Wiener Opernball sowie beliebte Fiction-Formate wie der "Bergdoktor".
Besonders bemerkenswert ist der Erfolg in der jungen Zielgruppe: Bei den 12- bis 29-Jährigen erreichte die ORF-Gruppe einen Marktanteil von 39,9 Prozent – der beste Wert seit 23 Jahren. ORF 1 konnte in dieser wichtigen Zielgruppe sogar 24,8 Prozent Marktanteil verbuchen, was den Topwert seit 2007 darstellt.
Die Tagesreichweite der ORF-Sendergruppe lag bei 3,829 Millionen Seherinnen und Sehern, was 50,7 Prozent der österreichischen TV-Bevölkerung entspricht. ORF 1 erzielte mit 16,6 Prozent Marktanteil den besten Wert seit 2015, während ORF 2 auf 20,8 Prozent kam.
Die Olympischen Winterspiele 2026 erwiesen sich als wahrer Zuschauermagnet. Insgesamt waren 6,184 Millionen Österreicherinnen und Österreicher live dabei – das entspricht 82 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren. Damit wurden die Olympischen Spiele 2026 zu den meistgesehenen der ORF-Geschichte.
Elfmal erreichten die Olympia-Übertragungen mehr als 800.000 Zuschauer, zweimal sogar über eine Million. Die Marktanteile kletterten dabei auf bis zu 85 Prozent in der jungen Zielgruppe. Besonders erfolgreich waren die alpinen Skirennen: Die Herren-Abfahrt am 7. Februar verfolgten 1,088 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 73 Prozent, die Damen-Abfahrt am 8. Februar 1,052 Millionen bei 67 Prozent Marktanteil.
Der Wiener Opernball 2026 am 12. Februar lockte bis zu 1,530 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Die Eröffnung um 21.40 Uhr sahen im Schnitt 1,370 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 56 Prozent. Insgesamt waren 3,092 Millionen Österreicherinnen und Österreicher beim Opernball-Abend dabei – das entspricht 41 Prozent der TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren.
Auch die Nachberichterstattung war erfolgreich: "Alles Opernball" mit Lilian Klebow erreichte bis zu 639.000 Zuschauer, "Alles Walzer" mit Andi Knoll lockte bis zu 601.000 Zuseher vor die Bildschirme.
Der "Bergdoktor" bewies auch in der 19. Staffel seine anhaltende Popularität. Im Schnitt waren 824.000 Fans bei 29 Prozent Marktanteil dabei. Die Abschlussepisode am 25. Februar begeisterte sogar 894.000 Zuschauer bei 34 Prozent Marktanteil und war damit die meistgesehene Folge seit März 2022.
Auch österreichische Krimis fanden großen Anklang: "Landkrimi: Tod in Tirol" mit Patricia Aulitzky und Dominik Raneburger erreichte bis zu 846.000 Zuschauer bei 30 Prozent Marktanteil. Die Eurovision-Vorentscheidung "Vienna Calling – Wer singt für Österreich?" verfolgten insgesamt 1,397 Millionen Zuseher.
Parallel zum linearen TV-Erfolg verzeichnete der ORF auch beim Streaming absolute Rekordwerte. Die ORF-Video-Streams erreichten im Februar ein Gesamtnutzungsvolumen von 732 Millionen Minuten sowie 151 Millionen Bruttoviews und 20,7 Millionen Nettoviews – die stärksten Werte seit Einführung der Messung 2017.
Top-Highlight war der Live-Stream vom zweiten Durchgang des Herren-Slaloms mit einer Durchschnittsreichweite von 81.000 – der meistgenutzte Stream der Olympischen Spiele und der bisher stärkste Live-Stream eines alpinen Ski-Bewerbes überhaupt. Die am meisten on demand abgerufene Sendung war eine "Bergdoktor"-Folge, ebenfalls mit 81.000 Durchschnittsreichweite.
In der wichtigen Kernzone von 17.00 bis 23.00 Uhr erreichte die ORF-Sendergruppe einen Marktanteil von 43,9 Prozent. Auch ORF III konnte punkten: "Alex Kristian: Jetlag" führte das Reichweiten-Ranking mit 159.000 Zuschauern und 7 Prozent Marktanteil an.
Die Nachrichtensendungen des ORF bestätigten ihre starke Position: Die "Zeit im Bild" am 2. Februar erreichte 1,280 Millionen Zuschauer bei 53 Prozent Marktanteil, "Bundesland heute" am 19. Februar 1,180 Millionen bei 54 Prozent Marktanteil.
Die Februar-Ergebnisse unterstreichen die anhaltende Relevanz des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Österreich. Besonders bemerkenswert ist der Erfolg bei jungen Zuschauern, einer Zielgruppe, die traditionell schwer zu erreichen ist. Die Kombination aus Sport-Großereignissen, kulturellen Highlights und qualitätsvollen nationalen Produktionen erwies sich als erfolgreiche Strategie.
Die starken Streaming-Zahlen zeigen zudem, dass der ORF erfolgreich den Wandel im Medienkonsum begleitet und sowohl linear als auch digital seine Zuschauer erreicht. Mit diesen Rekordwerten setzt der ORF im Jahr 2026 neue Maßstäbe für den österreichischen TV-Markt.