Verlängerte Nachrichten und Sondersendung am 1. März
Der ORF passt sein Programm aufgrund der aktuellen Ereignisse im Iran an und bietet am Sonntag erweiterte Nachrichtensendungen.
Der Österreichische Rundfunk (ORF) reagiert auf die aktuellen militärischen Entwicklungen im Nahen Osten mit umfassenden Programmänderungen am Sonntag, dem 1. März 2026. Aufgrund der Angriffe auf den Iran erweitert der öffentlich-rechtliche Sender seine Nachrichtenberichterstattung und bietet zusätzliche Informationsformate für die österreichischen Zuseher.
Das ORF-Programm wird am kommenden Sonntag deutlich angepasst, um der Bedeutung der aktuellen Ereignisse gerecht zu werden. In ORF 2 und auf der Streaming-Plattform ORF ON wird bereits um 9.00 Uhr eine auf 20 Minuten verlängerte "ZIB 9" ausgestrahlt. Diese erweiterte Morgensendung wird ausführlich und mit aktuellen Informationen über die Lage im Iran berichten.
Am frühen Nachmittag folgt um 13.00 Uhr eine weitere Sondersendung: Die "ZIB 13" wird auf 40 Minuten ausgedehnt und bietet den Zusehern eine umfassende Einordnung der Ereignisse. Diese Programmänderungen ergänzen die bereits zuvor kommunizierten Anpassungen des ORF-Programms.
Das Herzstück der erweiterten Berichterstattung bildet eine Spezialsendung auf ORF III. Um 20.15 Uhr widmet sich "zur Sache Spezial" unter der Moderation von Reiner Reitsamer der brisanten Frage: "Angriff auf den Iran: Wie weit gehen USA und Israel?"
Die Diskussionssendung beleuchtet die komplexen geopolitischen Zusammenhänge des Konflikts. Dabei stehen zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie gefährlich ist die aktuelle Lage im Nahen Osten? Welche militärischen Optionen stehen dem Iran zur Verfügung? Welche Auswirkungen haben die sogenannten "Präventivschläge" auf das iranische Atomprogramm? Und nicht zuletzt: Was bedeuten diese Angriffe für die iranische Staatsführung?
Für die Einordnung der komplexen Situation hat Reiner Reitsamer ein Team renommierter Experten ins Studio geladen. Heinz Gärtner, Politologe und ausgewiesener USA-Experte, wird die amerikanische Perspektive des Konflikts analysieren. Seine langjährige Forschung zu transatlantischen Beziehungen macht ihn zu einem wichtigen Gesprächspartner für die Bewertung der US-amerikanischen Strategie.
Eine besonders wichtige Stimme in der Runde ist Siroos Mirzaei, ein iranischer Arzt, Nuklearmediziner und Menschenrechtsaktivist. Als gebürtiger Iraner kann er sowohl die medizinischen Aspekte möglicher nuklearer Bedrohungen als auch die gesellschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Spannungen aus erster Hand einschätzen.
Die völkerrechtliche Dimension des Konflikts wird von Yvonne Karimi-Schmidt beleuchtet. Als Expertin für Völkerrecht und Nahost-Fragen kann sie die internationalen rechtlichen Aspekte der militärischen Aktionen bewerten und deren Legitimität einordnen.
Komplettiert wird die Expertenrunde von Walter Feichtinger, einem ausgewiesenen Militärexperten. Seine Analyse der strategischen und taktischen Dimensionen des Konflikts wird für das Verständnis der militärischen Entwicklungen von entscheidender Bedeutung sein.
Die Programmänderungen des ORF sind eine Reaktion auf die erneute militärische Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran. Die als "Präventivschläge" bezeichneten Angriffe haben die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten weiter verschärft und internationale Besorgnis ausgelöst.
Besonders brisant ist die Situation aufgrund der Verbindung zum iranischen Atomprogramm. Die internationale Staatengemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Sorge, da eine weitere Eskalation weitreichende Folgen für die gesamte Region haben könnte.
Mit den erweiterten Programmänderungen unterstreicht der ORF seine Rolle als öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der in Krisenzeiten verstärkt seinem Informationsauftrag nachkommt. Die Kombination aus aktueller Berichterstattung in den Nachrichtensendungen und vertiefender Analyse in der Diskussionssendung bietet den österreichischen Zusehern eine umfassende Einordnung der komplexen Situation.
Die Verfügbarkeit der Sendungen sowohl im linearen Fernsehen als auch auf ORF ON gewährleistet dabei, dass die wichtigen Informationen verschiedene Zielgruppen erreichen können. Besonders die jüngere Generation, die verstärkt Streaming-Angebote nutzt, wird so ebenfalls mit den aktuellen Entwicklungen versorgt.
Der ORF behält sich vor, je nach Entwicklung der Lage weitere Programmänderungen vorzunehmen. Diese Flexibilität ist charakteristisch für die Berichterstattung über sich schnell entwickelnde Krisensituationen. Die Programmdirektion informiert laufend über mögliche zusätzliche Anpassungen des Sendeschemas.
Für die österreichischen Zuseher bedeutet dies, dass sie sich auf eine kontinuierliche und umfassende Berichterstattung verlassen können. Der ORF nimmt damit seine Verantwortung als öffentlich-rechtliche Medienanstalt ernst, in Zeiten internationaler Krisen verlässliche und fundierte Informationen bereitzustellen.
Die schnelle Reaktion des ORF auf die aktuellen Ereignisse zeigt die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der österreichischen Medienlandschaft. In Zeiten von Fake News und ungesicherten Informationen in sozialen Medien bietet der ORF mit seinem journalistischen Qualitätsanspruch eine wichtige Alternative.
Die Zusammenstellung der Expertenrunde für die Sondersendung verdeutlicht dabei den Anspruch, verschiedene Perspektiven und Fachbereiche zu berücksichtigen. Von politischer Analyse über medizinische Expertise bis hin zu völkerrechtlichen Aspekten wird ein breites Spektrum an Fachwissen abgebildet.
Die erweiterte Berichterstattung des ORF am 1. März 2026 ist somit nicht nur eine Reaktion auf aktuelle Ereignisse, sondern auch ein Beispiel dafür, wie öffentlich-rechtliche Medien in Krisenzeiten ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen können.