Fleischhacker, Eckhart, Maschek und das Duo Wolf-Filzmaier beschließen das Jahr mit Humor und Analyse
Am 30. Dezember lädt ORF 1 zum satirischen Jahresrückblick mit Kabarett-Elite und politischer Analyse von Armin Wolf und Peter Filzmaier.
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, und der ORF hat sich für den Jahresausklang am 30. Dezember ein besonderes Programm einfallen lassen. Ab 20.15 Uhr erwartet das Publikum in ORF 1 und auf ORF ON ein Abend voller Satire, pointierter Rückblicke und fundierter politischer Analyse. Die Crème de la Crème des österreichischen Kabaretts trifft auf das bewährte Polit-Duo Armin Wolf und Peter Filzmaier – ein Fernsehabend, der das bewegte Jahr 2025 noch einmal Revue passieren lässt.
Den Auftakt macht um 20.15 Uhr die beliebte Sendung „Schluss mit lustig – Der satirische Jahresrückblick 2025". Moderator Gerald Fleischhacker begrüßt im stimmungsvollen Ambiente des Wiener Odeon Theaters ein hochkarätiges Ensemble, das die vergangenen zwölf Monate mit scharfem Witz und feiner Beobachtungsgabe seziert.
Die Besetzung liest sich wie das Who's Who der österreichischen Kabarettszene: Lisa Eckhart, bekannt für ihre intellektuelle Schärfe und provokanten Pointen, widmet sich dem Thema Aufrüstung und der ewigen Debatte um Österreichs Neutralität. In Zeiten geopolitischer Spannungen ein Thema, das reichlich Stoff für satirische Betrachtungen bietet.
Thomas Maurer nimmt sich der Außenpolitik an und dürfte dabei so manchen diplomatischen Fauxpas des Jahres aufs Korn nehmen. Robert Palfrader hingegen analysiert die Innenpolitik mit seinem gewohnt bissigen Humor – und Material hatte das Jahr 2025 mit seiner rekordverdächtigen Regierungsbildung wahrlich genug zu bieten.
Christina Kiesler bereitet das Publikum humoristisch auf die kommende Fußball-Weltmeisterschaft vor, während Viktor Gernot mit einer musikalischen Neuinterpretation für positive Stimmung sorgen will. Der Entertainer, der nicht nur auf der Bühne als Sonnenschein gilt, verspricht damit einen der emotionalen Höhepunkte des Abends.
Besonders gespannt darf man auf den Auftritt von Michael Niavarani sein, der gemeinsam mit dem Ensemble des Kabarett Simpl eine ganz besondere Nummer präsentiert. Die Truppe geht den allgegenwärtigen Personalmangel kreativ an und bildet kurzerhand neue „Fachkräfte" aus – allerdings im eher unkonventionellen Segment des Ladendiebstahls. Eine satirische Spitze gegen die oft beklagte Arbeitskräfteknappheit, die gleichzeitig gesellschaftliche Schieflagen thematisiert.
In den Zuspielern des Abends wird es noch absurder: Hier werden sogar Diktatoren verkuppelt, wobei kein noch so kaltes Herz allein bleiben soll. „Schluss mit lustig" verspricht damit einmal mehr, Politik und Gesellschaft mit viel Humor und einer gesunden Prise Respektlosigkeit zu verbinden.
Um 22.00 Uhr übernehmen Peter Hörmanseder und Robert Stachel das Ruder. Die beiden Masterminden hinter „Maschek" haben sich durch ihre einzigartige Kunstform einen festen Platz im österreichischen Fernsehen erarbeitet: Sie synchronisieren Nachrichtenbilder und Politikerauftritte neu und legen den Protagonisten Worte in den Mund, die diese so nie gesagt haben – aber vielleicht hätten sagen sollen.
In „Maschek – 2025 neu gemischt" spiegelt sich das turbulente Geschehen der vergangenen zwölf Monate in komprimierter und satirisch aufbereiteter Form wider. Der internationale Populismus, der 2025 weiter an Fahrt aufgenommen hat, kommt dabei ebenso zur Sprache wie die innenpolitischen Turbulenzen rund um die Regierungsbildung.
Ein besonderes Augenmerk legen Hörmanseder und Stachel auf Karl Nehammer, den sie bei seiner „Jobsuche" nach dem Ende seiner Kanzlerschaft begleiten. Die Hintergründe der oft überraschenden Koalitionsverhandlungen werden auf die typische „Maschek"-Art beleuchtet – also mit viel Fantasie und noch mehr Wortwitz.
Natürlich darf auch der Mann nicht fehlen, der 2025 die Welt in Atem gehalten hat: Donald Trump. Die Synchron-Anarchos lassen den US-Präsidenten die Geschichte Europas neu interpretieren und eine „ganz spezielle Mars-Mission" planen. Was genau damit gemeint ist, dürfte zu den Überraschungen des Abends gehören.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird von „Maschek" als heimlicher Verantwortlicher für den Erfolg des österreichischen Fußballnationalteams enttarnt, während Arnold Schwarzenegger einen „Nikotin-Award" erhält. Peter Filzmaier, der später am Abend noch einen seriöseren Auftritt haben wird, stellt in der „Maschek"-Version einen Weltrekord auf – welcher Art, bleibt vorerst das Geheimnis der Sendungsmacher.
Auch der deutsche Ex-Kanzler Olaf Scholz findet Erwähnung: Er spuckt seinem Nachfolger Friedrich Merz noch kräftig „in die Suppe bzw. auf die Wurst". Ein Seitenhieb auf den oft holprigen Machtwechsel in Berlin, der auch von Österreich aus mit Interesse verfolgt wurde.
Abgerundet wird die Sendung mit Highlights aus Sport und Society – vom glamourösen Opernball bis zur spannenden Ski-WM. Das Motto der Sendung bringt es auf den Punkt: „Wer Klarheit will, muss Maschek schauen, denn die Wahrheit liegt hinter den Bildern."
Um 22.40 Uhr gibt es noch einmal Peter Klien zu sehen, der in seiner Rolle als Host von „Gute Nacht Österreich" den „Gute Nacht-Topf" vergibt. Diese satirische Auszeichnung geht traditionell an Personen oder Institutionen, die sich im Laufe des Jahres besonders hervorgetan haben – meist nicht im positiven Sinne. Wer 2025 diese zweifelhafte Ehre erhält, dürfte für so manche Überraschung sorgen.
Den Abschluss des ORF-Jahresrückblicks bildet um 23.30 Uhr die Sendung „Der Professor und der Wolf". Das bewährte Duo Armin Wolf und Peter Filzmaier blickt zurück auf die innenpolitischen Ereignisse eines Jahres, das in die österreichische Geschichte eingehen wird.
2025 war das Jahr der längsten Regierungsbildung, die Österreich je erlebt hat: 136 Tage wartete das Land auf eine neue Bundesregierung. Ein Jahr voller politischer Wendungen, Überraschungen und Weichenstellungen, das nach fundierter Einordnung verlangt.
Armin Wolf, Anchor der ZIB 2 und einer der bekanntesten Journalisten des Landes, und Peter Filzmaier, Politikwissenschaftler und gefragter TV-Analytiker, haben sich über die Jahre als kongeniales Duo etabliert. Ihre Stärke liegt in der Fähigkeit, komplexe politische Zusammenhänge verständlich und gleichzeitig pointiert zu erklären.
In der Jahresausgabe von „Der Professor und der Wolf" ordnen die beiden das politische Jahr 2025 ein und werfen einen Blick voraus: Welche Herausforderungen erwarten Österreich 2026? Nach der mühsamen Regierungsbildung stehen der neuen Koalition schwierige Zeiten bevor – die Finanzprobleme, die auch „Maschek" thematisiert, werden die Politik noch lange beschäftigen.
Für alle, die den Fernsehabend verpassen oder die Analyse noch einmal nachhören wollen, gibt es die Sendung wie gewohnt auch als FM4-Podcast.
Der ORF-Jahresausklang am 30. Dezember bietet damit eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Information. Während „Schluss mit lustig" und „Maschek" das Jahr mit satirischer Schärfe aufarbeiten, liefern Wolf und Filzmaier die analytische Einordnung.
Diese Kombination aus Humor und Ernsthaftigkeit trifft den Nerv der Zeit: In einer Welt, die oft absurd erscheint, braucht es sowohl das befreiende Lachen als auch die nüchterne Analyse. Der ORF bedient mit seinem Silvesterprogramm beide Bedürfnisse und schafft damit einen würdigen Abschluss für ein Jahr, das reich an politischen Überraschungen und gesellschaftlichen Debatten war.
Alle Sendungen sind bereits vorab auf ORF ON abrufbar – für jene, die den Silvesterabend vielleicht anders verbringen wollen, aber dennoch nicht auf den satirischen Jahresrückblick verzichten möchten.