Anna Unterberger verabschiedet sich mit Quotenerfolg aus der beliebten Krimireihe – Maya Unger übernimmt
Der 14. Steiermark-Krimi erreichte 28 Prozent Marktanteil. Für Anna Unterberger war es der letzte Einsatz als Ermittlerin.
Am Montagabend, dem 29. Dezember 2025, versammelten sich bis zu 766.000 Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen, um einen ganz besonderen Moment in der Geschichte der ORF-Landkrimis mitzuerleben. Mit "Steirerstich" verabschiedete sich Schauspielerin Anna Unterberger nach mehreren Jahren aus der beliebten Krimireihe – und das Publikum dankte es ihr mit beeindruckenden Einschaltquoten.
Der 14. Steiermark-Fall der erfolgreichen ORF-Reihe erreichte im Durchschnitt 746.000 Zuseher bei einem Marktanteil von 28 Prozent in der Gesamtzielgruppe der über 12-Jährigen. Damit bewies die Produktion einmal mehr, dass das österreichische Publikum seine heimischen Krimis liebt und ihnen auch zwischen den Feiertagen die Treue hält.
Besonders erfreulich für die Programmverantwortlichen: Der Landkrimi konnte auch bei den jüngeren Zuschauergruppen punkten. Sowohl in der Zielgruppe der 12- bis 29-Jährigen als auch bei den 12- bis 49-Jährigen erreichte "Steirerstich" jeweils 23 Prozent Marktanteil. Diese Zahlen unterstreichen, dass das Format generationenübergreifend funktioniert und nicht nur das klassische Fernsehpublikum anspricht.
In einer Zeit, in der Streamingdienste und digitale Angebote dem linearen Fernsehen zunehmend Konkurrenz machen, sind solche Werte für einen öffentlich-rechtlichen Sender ein wichtiges Signal. Die Landkrimi-Reihe hat sich damit einmal mehr als verlässlicher Quotenbringer etabliert.
Die Handlung von "Steirerstich" führte die Ermittler in die Welt der steirischen Gastronomie. Ein Küchenchef eines Wirtshauses wird tot aufgefunden – und schnell stellt sich heraus, dass der Verstorbene nicht nur in den Kochtöpfen, sondern auch in den Geldtöpfen des hausinternen Sparvereins seine Finger hatte. Eine brisante Konstellation, die reichlich Verdächtige und Motive liefert.
Für Hauptdarstellerin Anna Unterberger, die gemeinsam mit Hary Prinz das Ermittlerduo bildete, war es der letzte Einsatz als Kriminalbeamtin. Ihre Figur legt im Film auf eigenen Wunsch die Dienstmarke nieder – ein würdiger Abschluss für eine Schauspielerin, die das Format über Jahre hinweg mitgeprägt hat.
Verantwortlich für die Inszenierung zeichnete Wolfgang Murnberger, der das Drehbuch gemeinsam mit seiner Frau Maria Murnberger verfasste. Das Ehepaar gehört zu den erfahrensten Krimi-Machern des Landes und hat mit seiner Arbeit wesentlich zum Erfolg der Landkrimi-Reihe beigetragen.
Die literarische Vorlage für die steirischen Fälle liefern die "Steirerkrimis" von Bestsellerautorin Claudia Rossbacher. Ihre Bücher haben eine treue Fangemeinde, und die Verfilmungen schaffen es regelmäßig, sowohl Leser der Romanvorlage als auch neue Zuschauer zu begeistern.
Mit dem Abschied von Anna Unterberger steht auch ein personeller Neuanfang bevor. Maya Unger wird künftig an der Seite von Hary Prinz in der Steiermark ermitteln. Die Schauspielerin war bereits in "Steirerstich" zu sehen und wird die Rolle in den kommenden Produktionen übernehmen.
Für das Publikum bedeutet dieser Wechsel einerseits Abschied von einer liebgewonnenen Figur, andererseits aber auch frischen Wind für die Reihe. Neue Figurenkonstellationen können bekanntlich neue Geschichten ermöglichen und das Format kreativ weiterentwickeln.
Neben dem Ermittlerduo und Maya Unger stand eine Reihe weiterer bekannter Gesichter vor der Kamera. Martina Spitzer, Thomas Mraz und Ann-Kathrin Kramer vervollständigten das Ensemble und trugen zum Gelingen des Films bei. Diese Mischung aus etablierten Landkrimi-Stammkräften und Gastschauspielern hat sich als Erfolgsrezept der Reihe erwiesen.
"Steirerstich" ist eine Koproduktion der Allegro Film mit der ARD Degeto Film für die ARD und dem ORF. Unterstützt wurde die Produktion von FISA+, dem Fernsehfonds Austria und der Cinestyria Filmcommission and Fonds. Diese breite Finanzierungsbasis ermöglicht es, österreichische Produktionen auf hohem Niveau zu realisieren und gleichzeitig heimische Filmschaffende und Drehorte zu fördern.
Die Zusammenarbeit mit der ARD sorgt zudem dafür, dass die Landkrimis auch im deutschen Sprachraum ein Publikum finden. Die Geschichten aus den österreichischen Bundesländern haben sich längst zu einem Exportschlager entwickelt, der das Image Österreichs als Krimiland stärkt.
Für Fans der Reihe gibt es gute Nachrichten: Schon Anfang 2026 geht es in ORF 1 mit neuen Fällen weiter. Das Programm verspricht Spannung aus verschiedenen Bundesländern:
Damit setzt der ORF seine Strategie fort, regelmäßig neue Landkrimis ins Programm zu nehmen und verschiedene österreichische Regionen in den Mittelpunkt zu rücken. Die Mischung aus Krimihandlung und Landschaftsbildern hat sich als Publikumsmagnet erwiesen.
Die Produktionsmaschinerie läuft auf Hochtouren: Mit "Steirerbiest" und "Steirerhass" sind bereits zwei weitere Fälle aus der Steiermark abgedreht. Hary Prinz und seine neue Partnerin Maya Unger werden also noch reichlich Gelegenheit haben, sich als Team zu beweisen.
Auch aus anderen Bundesländern kommen neue Geschichten: "Die Kuh, die weint" spielt in Kärnten, während "Der Todesengel" die Ermittler nach Niederösterreich führt. Die Landkrimi-Reihe bleibt damit ihrem Konzept treu, ganz Österreich als Schauplatz für spannende Kriminalgeschichten zu nutzen.
Wer "Steirerstich" verpasst hat oder den Film noch einmal sehen möchte, kann dies auf ORF ON tun. Die Streamingplattform des ORF bietet den Landkrimi weiterhin zum Abruf an. Auch weitere Filme der Erfolgsreihe stehen dort zur Verfügung und ermöglichen es dem Publikum, verpasste Folgen nachzuholen oder Lieblingsfälle erneut zu genießen.
Diese Verfügbarkeit auf der Streaming-Plattform ist ein wichtiger Baustein in der Medienstrategie des ORF. Sie ermöglicht es, auch jüngere Zielgruppen zu erreichen, die nicht mehr regelmäßig lineares Fernsehen konsumieren, aber dennoch Interesse an österreichischen Produktionen haben.
Die Quoten von "Steirerstich" zeigen eindrucksvoll, dass das Landkrimi-Konzept auch nach 14 Steiermark-Filmen und zahlreichen weiteren Fällen aus anderen Bundesländern funktioniert. Die Mischung aus österreichischer Identität, regionaler Verankerung und solider Krimiunterhaltung trifft offenbar einen Nerv beim Publikum.
Für Anna Unterberger war es ein würdiger Abschied mit Traumquoten. Für die Landkrimi-Reihe ist es die Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Und für das Publikum die Gewissheit, dass auch 2026 wieder spannende Fälle aus Österreichs Regionen warten.