Weltfrauenwoche 2026 beleuchtet Geschlechtergerechtigkeit
Vom 27. Februar bis 8. März widmet der ORF Vorarlberg allen Medienkanälen dem Thema Frauenrechte und Gleichstellung.
Der ORF Vorarlberg rückt anlässlich des Weltfrauentages am 8. März 2026 das Thema Geschlechtergerechtigkeit ins Zentrum seiner Berichterstattung. Von 27. Februar bis 8. März widmet sich eine umfassende Schwerpunktwoche in allen Medienkanälen des Senders den Lebensrealitäten von Frauen und den noch immer bestehenden Ungleichheiten in der Gesellschaft.
"In der Weltfrauenwoche des ORF Vorarlberg holen wir unterschiedliche Lebensrealitäten von Frauen vor den Vorhang. Wir machen sichtbar, wo es noch Handlungsbedarf gibt", erklärt Markus Klement, Landesdirektor des ORF Vorarlberg. Der Sender versteht sich als "ORF Vorarlberg für alle", unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder sozialem Umfeld.
Radio, Fernsehen, Online-Plattformen, Social-Media-Kanäle und die Podcast-Welt des regionalen Senders beleuchten eine Woche lang verschiedenste Aspekte rund um starke Frauen und Gleichstellung. Das ambitionierte Programm zeigt auf, was mehr Gleichberechtigung für alle Menschen in Vorarlberg bedeuten könnte.
Das tägliche TV-Magazin "Vorarlberg heute" um 19.00 Uhr auf ORF 2 V nimmt verschiedene Aspekte der Geschlechtergerechtigkeit unter die Lupe. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Sprache: Die Sendung thematisiert, wie sich geschlechtersensible Sprache auf unser Denken auswirkt und welche Rolle diverse Sprachformen in der Gesellschaft spielen.
Besonders relevant für die österreichische Realität ist die geplante Berichterstattung über den Status quo der Gleichstellung in Vorarlberg. Konkret werden die nach wie vor bestehenden Probleme in den Bereichen Gehaltsunterschiede, Unterrepräsentation in Führungspositionen und ungleiche Verteilung der Kinderbetreuung beleuchtet.
Ein besonders interessanter Programmpunkt ist das Gespräch zwischen einer 17-jährigen Enkelin und ihrer 76-jährigen Großmutter. Die beiden Frauen diskutieren über Frauenrechte, weibliche Lebensentwürfe und ihre unterschiedlichen Perspektiven auf Rollenbilder in verschiedenen Epochen. Diese Gegenüberstellung verspricht aufschlussreiche Einblicke in den gesellschaftlichen Wandel der letzten Jahrzehnte.
Darüber hinaus begleitet "Vorarlberg heute" den traditionellen Frauenempfang des Landes Vorarlberg und berichtet live von dieser wichtigen politischen Veranstaltung.
Das Kulturteam des ORF Vorarlberg präsentiert den Film "Wise Women", der fünf Hebammen aus verschiedenen Kulturen porträtiert. Als Premierenfilm des diesjährigen Human Vision Film Festivals erhält diese Produktion besondere Aufmerksamkeit und zeigt die internationale Dimension weiblicher Lebenswelten.
Ein weiterer kultureller Schwerpunkt liegt auf der Uraufführung des Theaterstücks "Perfect Match" von Silvia Salzmann im vorarlberg museum. Das Stück behandelt das schwierige Thema häusliche Gewalt und leistet einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Aufklärung.
Besonders wertvoll ist der geplante historische Spaziergang durch Dornbirn mit der Historikerin Roswitha Fessler. Diese Führung wirft einen Blick auf die oft übersehenen Beiträge von Frauen zur Dornbirner Geschichte im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Fesslers neues Buch "Frauenspuren" behandelt verschiedenste Aspekte weiblicher Lebenswelten: von Mädchen- und Frauenausbildung über Frauen in der Wirtschaft bis hin zu Erfinderinnen, Künstlerinnen und Widerstandskämpferinnen gegen das NS-Regime. Diese historische Aufarbeitung zeigt, dass Frauen schon immer wichtige gesellschaftliche Rollen gespielt haben, auch wenn diese oft nicht ausreichend gewürdigt wurden.
ORF Radio Vorarlberg beteiligt sich ebenfalls umfassend an der Schwerpunktwoche. In der werktäglichen Sendung "Neues bei Neustädter" um 13.00 Uhr diskutiert Moderator Matthias Neustädter am 5. März mit Lea Putz-Erath, der Leiterin der "femail"-Frauenberatung, über ein hochaktuelles Thema: die Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt und mögliche Auswege aus der sogenannten "Teilzeitfalle".
Diese Live-Sendung lädt alle Hörerinnen und Hörer zur aktiven Teilnahme ein, wodurch ein direkter Dialog zwischen Expertinnen und der Bevölkerung entstehen kann. Solche interaktiven Formate sind besonders wertvoll, da sie komplexe gesellschaftliche Themen greifbar und diskutierbar machen.
Die Radiosendung "Focus – Themen fürs Leben" widmet sich am 28. Februar um 13.00 Uhr einem oft übersehenen Aspekt der Geschlechterungleichheit: der häuslichen Pflege. Autorin Daniela Egger hält einen Vortrag zum Thema "Das Wagnis der Verantwortlichkeit – Häusliche Carearbeit und schwindende Dienstleistungen" und beleuchtet dabei, warum es meist Frauen sind, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern.
Eine Woche später, am 7. März, behandelt die Bestsellerautorin und Journalistin Annika Landsteiner in derselben Sendereihe ein psychologisch bedeutsames Thema. In ihrem Vortrag erklärt sie, warum Frauen oft ihr Leben lang unter Scham leiden. Ihr Buch "Sorry not sorry" analysiert sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Aspekte der weiblichen Scham und bietet damit wichtige Impulse für die Diskussion um Geschlechterrollen.
Am Weltfrauentag selbst, dem 8. März, spricht Moderatorin Ulli von Delft ab 11.00 Uhr in den "Ansichten" auf ORF Radio Vorarlberg mit drei Vertreterinnen des Vereins "Mir Fraua vo Ludesch". Renate Gassner, Monika Huber und Annette Enzinger erzählen von ihrer seit 1972 bestehenden Gemeinschaft, die Frauen in Ludesch und Umgebung stärkt, unterstützt und ihnen Raum für Austausch, Bildung und gemeinsames Engagement bietet.
Diese lokale Initiative zeigt exemplarisch, wie Frauen sich selbst organisieren und gegenseitig unterstützen können. Solche Vereine spielen eine wichtige Rolle in der Förderung weiblicher Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Der erfolgreiche Podcast "Heiter bis wechselhaft" des ORF Vorarlberg, moderiert von Nicole Benvenuti, beschäftigt sich bereits seit zwei Jahren kontinuierlich mit dem Thema Frauengesundheit. Besonders die Wechseljahre werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet – ein Thema, das lange Zeit tabuisiert wurde und erst in den letzten Jahren mehr öffentliche Aufmerksamkeit erhält.
Alle Podcasts des ORF Vorarlberg sind auf der Plattform sound.ORF.at verfügbar und ermöglichen es, die Inhalte zeitunabhängig zu konsumieren. Diese Flexibilität ist besonders wichtig für berufstätige Menschen, die nicht immer zu den Sendezeiten verfügbar sind.
Die Online-Präsenz auf vorarlberg.ORF.at begleitet die Weltfrauenwoche mit umfassenden Berichten und Informationen zum Nachlesen und Nachsehen. Zusätzlich nutzen die Social Media-Kanäle des ORF Vorarlberg ihre Reichweite auf Instagram (@orfvorarlberg), Facebook (ORF Vorarlberg) und TikTok (@orfvorarlberg), um besonders auch jüngere Zielgruppen zu erreichen.
Diese Mehrkanal-Strategie gewährleistet, dass die wichtigen Botschaften zur Geschlechtergerechtigkeit verschiedene Altersgruppen und gesellschaftliche Schichten erreichen.
Chefredakteurin Angelika Simma-Wallinger betont, dass sich der ORF Vorarlberg nicht nur in der Weltfrauenwoche mit Gleichstellungsthemen beschäftigt: "Das Thema Gleichstellung beschäftigt uns nicht nur in der Woche vor dem Weltfrauentag, aber wir nützen den Anlass, um verstärkt über die auch 2026 immer noch bestehenden Ungleichheiten zu berichten und Lösungsansätze aufzuzeigen."
Diese Aussage macht deutlich, dass die Weltfrauenwoche als Höhepunkt eines kontinuierlichen Engagements zu verstehen ist. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk nimmt damit seine gesellschaftliche Verantwortung wahr, wichtige gesellschaftspolitische Themen regelmäßig zu behandeln und zur öffentlichen Meinungsbildung beizutragen.
Die umfassende Schwerpunktwoche des ORF Vorarlberg zeigt exemplarisch, wie regionale Medien wichtige gesellschaftliche Themen aufgreifen und lokal verankern können. Durch die Kombination aus nationalen und internationalen Perspektiven mit konkreten regionalen Beispielen entsteht ein vielschichtiges Bild der aktuellen Situation von Frauen in Österreich.
Die Initiative des ORF Vorarlberg könnte als Vorbild für andere regionale Medien dienen und zeigt, wie öffentlich-rechtlicher Rundfunk seinen Bildungsauftrag erfüllen kann. Durch die breite thematische Abdeckung – von historischen Aspekten über aktuelle Arbeitsmarktprobleme bis hin zu kulturellen Produktionen – wird das komplexe Thema Geschlechtergerechtigkeit in seiner ganzen Vielfalt dargestellt.
Die Weltfrauenwoche 2026 des ORF Vorarlberg ist somit mehr als nur ein Medien-Event: Sie ist ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion über Gleichberechtigung und ein Zeichen dafür, dass der Weg zu echter Geschlechtergerechtigkeit noch nicht abgeschlossen ist.