TV-Magazin 'Land und Leute' porträtiert Frauen in der Landwirtschaft
Das ORF-Magazin zeigt am 7. März zwei Bäuerinnen aus Oberösterreich und beleuchtet den Wandel der Frauenrolle in der Landwirtschaft.
Das Jahr 2026 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Bäuerin erklärt – eine längst überfällige Würdigung jener Frauen, die die Landwirtschaft innovativ gestalten und den ländlichen Raum prägen. Das ORF-Magazin "Land und Leute" nimmt diesen Anlass zum Ausgangspunkt für eine spannende Sendung am Samstag, 7. März 2025, um 16.20 Uhr in ORF 2.
Das Redaktionsteam besucht zwei bemerkenswerte Bäuerinnen in Oberösterreich, die stellvertretend für den Wandel und die Kontinuität in der Landwirtschaft stehen. Magdalena Neubauer aus Thalheim bei Wels repräsentiert die neue Generation: Als sehr junge und engagierte Bäuerin führt sie einen Schweinmast- und Zuchtbetrieb. Bereits in ihrer Kindheit war ihr Berufswunsch klar, weshalb sie gezielt die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten nutzte.
Am anderen Ende des Erfahrungsspektrums steht Hermine Ziegelböck aus Steinerkirchen. Mit knapp siebzig Jahren Berufserfahrung verkörpert sie das gesammelte Wissen mehrerer Generationen in der Landwirtschaft. Beide Frauen geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag und die unterschiedlichen Herausforderungen, denen sie in ihren jeweiligen Epochen begegnet sind.
Die Dokumentation zeigt auf, wie sich das Bild der Frau in der Landwirtschaft fundamental gewandelt hat. In kaum einem anderen Berufsfeld waren die Veränderungen so gravierend wie in der Agrarwirtschaft. Während früher oft traditionelle Rollenmuster dominierten, übernehmen heute viele Frauen Führungsrollen und bringen innovative Ansätze in ihre Betriebe ein.
Diese Entwicklung spiegelt nicht nur gesellschaftliche Veränderungen wider, sondern auch die zunehmende Professionalisierung und Technisierung der Landwirtschaft. Moderne Bäuerinnen sind Unternehmerinnen, Innovatorinnen und oft auch Vorreiterinnen in Sachen Nachhaltigkeit und Direktvermarktung.
Neben dem Schwerpunkt zu den Bäuerinnen bietet die Sendung ein abwechslungsreiches Programm mit weiteren landwirtschaftlichen Themen:
Weinviertler Winzer, darunter die Familie Bauer aus Jetztelsdorf, bereiten sich auf die prestigeträchtige Jahrgangspräsentation ihres herkunftsgeprüften Grünen Veltliners in der Wiener Hofburg vor. Der aktuelle Jahrgang verspricht überdurchschnittliche Qualität, was nicht zuletzt den optimalen Wetterbedingungen im Sommer 2025 zu verdanken ist.
Die Kärntner Saatbau-Genossenschaft in Klagenfurt blickt auf eine 70-jährige Tradition in der Vermehrung und Produktion landwirtschaftlicher Saatgutarten zurück. Heute liegt der Fokus verstärkt auf der Entwicklung klimafitter Sorten, die den Herausforderungen des Klimawandels standhalten können. Durch intensive Forschung und Feldversuche werden Saatgutvarianten entwickelt, die auch unter veränderten klimatischen Bedingungen gute Erträge liefern.
Im Rahmen der Serie "Land und junge Leute - Handwerk" porträtiert die Sendung einen jungen Tischler aus der Region Hartberg in der Steiermark. Besonders bemerkenswert: Der junge Handwerker bildet bereits selbst Lehrlinge aus und führt damit eine Familientradition fort – auch sein Vater ist Tischlermeister. Die Reportage zeigt, wie die Liebe zum Handwerk generationenübergreifend weitergegeben wird.
Den Abschluss der Sendung bildet ein Besuch im Wildpark Hochrieß im Mostviertel. Nach der Winterruhe erwacht der Park zu neuem Leben: Bei den Wildschweinen tummeln sich bereits die ersten Frischlinge, während auch Gämsen, Mufflons und Sikahirsche die ersten Anzeichen des Frühlings zeigen. Diese Aufnahmen verdeutlichen den natürlichen Kreislauf und die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft und Natur.
Die Sendung "Land und Leute" leistet wichtige Arbeit, indem sie das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum dokumentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Gerade in Zeiten, in denen die Landwirtschaft vor großen Herausforderungen steht – von Klimawandel über Digitalisierung bis hin zu veränderten Konsumgewohnheiten – ist es wichtig, die Menschen hinter den Betrieben zu zeigen.
Die Porträts der beiden Bäuerinnen machen deutlich, welche Vielfalt an Erfahrungen, Motivationen und Ansätzen in der modernen Landwirtschaft existiert. Sie zeigen auch, dass Tradition und Innovation keinesfalls Gegensätze sein müssen, sondern sich erfolgreich ergänzen können.
Die Sendung wird von Redakteurin Mag. Sabine Daxberger-Edenhofer verantwortet und ist Teil des regelmäßigen Programms des ORF Landesstudios Niederösterreich. "Land und Leute" hat sich über die Jahre als wichtige Plattform für landwirtschaftliche Themen etabliert und trägt wesentlich zur Meinungsbildung über die Bedeutung der Landwirtschaft bei.
Die Ausstrahlung am Samstagnachmittag erreicht traditionell ein interessiertes Publikum, das sich für ländliche Themen und nachhaltige Lebensweisen interessiert. Durch die Kombination aus informativen Beiträgen und persönlichen Geschichten gelingt es der Sendung, komplexe landwirtschaftliche Themen verständlich und ansprechend zu vermitteln.