Die Diskussion um die Zukunft der Pendlerpauschale in Österreich gewinnt an Schärfe. Während der Fiskalrat eine Abschaffung der steuerlichen Entlastung für Pendler fordert, mobilisiert die FPÖ Oberösterreich massiven Widerstand.
Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner warnt vor dramatischen Folgen für den ländlichen Raum und die arbeitende Bevölkerung. Besonders relevant: In Oberösterreich sind über 510.000 Personen Auspendler, die ihren Wohnort zum Arbeiten verlassen und viele davon sind für den täglichen Weg zur Arbeitsstelle auf das eigene Fahrzeug angewiesen.
Im Jahr 2023 pendelten laut Statistik Austria 24,3 Prozent in eine andere Gemeinde und 34,5 Prozent in einen anderen politischen Bezirk. Somit waren allein in Oberösterreich über 510.000 Personen Auspendler.
Haimbuchner fordert, die Pendlerpauschale dürfe nicht zur Diskussion stehen. Er verwies darauf, dass gerade in ländlichen Regionen viele Menschen auf das Auto angewiesen seien und sah in einer Abschaffung eine Gefahr für die freie Mobilität in diesen Regionen. Er bezeichnete die Pläne des Fiskalrats als grundsätzlich abzulehnen und forderte stattdessen eine Entlastung der Bevölkerung und Wirtschaft; in diesem Zusammenhang sprach er sich für eine Erhöhung der Pendlerpauschale aus.
Haimbuchner warnte, dass eine Abschaffung der Pendlerpauschale auf lange Sicht in den ländlichen Gemeinden verstärkt zu Abwanderung führen könne. Er betonte, die Pendlerpauschale trage dazu bei, dass sich Arbeitnehmer für einen Lebensmittelpunkt entscheiden können, der ihren persönlichen und familiären Bedürfnissen gerecht wird.