Langjähriger Rektor übernimmt ab 2026 Verantwortung für Internationalisierung
Nach zwölf erfolgreichen Jahren verlässt Peter Granig das Rektorat der FH Kärnten aus persönlichen Gründen und übernimmt künftig die Internationalisierung.
Die Fachhochschule Kärnten steht vor einem bedeutsamen Führungswechsel: Nach zwölf Jahren engagierter Tätigkeit im Rektorat hat Peter Granig bekannt gegeben, dass er aus persönlichen Gründen für keine weitere Funktionsperiode zur Verfügung stehen wird. Die Rektoratswahlen finden im Juni 2026 statt, das neue Kollegium und Rektorat nehmen ihre Funktionen mit 1. Oktober 2026 auf.
Peter Granig prägte die Entwicklung der FH Kärnten wie kein anderer Rektor zuvor. Von 2014 bis 2016 fungierte er als Vizerektor, bevor er 2016 die Rektoratsleitung übernahm. Seit 2022 war er zusätzlich als Prokurist und Mitglied der Geschäftsführung tätig. Als bislang am längsten amtierender Rektor der FH Kärnten hinterlässt er eine beeindruckende Erfolgsbilanz.
Unter seinem Leitmotiv "Gemeinsam mehr erreichen" entwickelte sich die Fachhochschule zu einer der führenden Hochschulen Österreichs. In enger Zusammenarbeit mit dem gesamten Team wurden zahlreiche zukunftsweisende Projekte umgesetzt und nachhaltige Impulse für die österreichische Hochschullandschaft gesetzt.
Die Erfolge der vergangenen zwölf Jahre sind messbar und beeindruckend. Die Studierendenzahlen verdoppelten sich im Zeitraum von 2014 bis 2026 auf mittlerweile rund 4.700 Studierende, inklusive der Teilnehmer an Weiterbildungslehrgängen. Diese Entwicklung zeigt das gestiegene Vertrauen in die Qualität der Ausbildung an der FH Kärnten.
Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung im Forschungsbereich: Das Forschungsvolumen vervierfachte sich von 2,6 Millionen Euro im Jahr 2014 auf rund 10 Millionen Euro im Jahr 2025. Diese beachtliche Steigerung unterstreicht die erfolgreiche Positionierung der FH Kärnten als Forschungshochschule.
Ein wichtiger Meilenstein war die Einrichtung von Promotionsmöglichkeiten für Studierende und Mitarbeiter in Kooperation mit renommierten Universitäten wie der TU Graz, der Universität Klagenfurt und verschiedenen europäischen Hochschulen. Dies ermöglichte es der FH Kärnten, sich im Bereich der Doktoratsausbildung zu etablieren.
Gleichzeitig wurden leistungsstarke Forschungsgruppen und Forschungszentren etabliert, die heute nationale und internationale Anerkennung genießen. Der kontinuierliche Fokus auf Exzellenz und Qualität in Lehre, Forschung und Weiterbildung prägte das Profil der Hochschule nachhaltig.
Ein absoluter Höhepunkt der Amtszeit von Peter Granig war die Ernennung der FH Kärnten zur "European University" im Jahr 2024. Als einzige österreichische Hochschule erhielt sie diese prestigeträchtige Auszeichnung durch die Europäische Kommission. Diese Anerkennung ist das Ergebnis jahrelanger strategischer Arbeit und internationaler Vernetzung.
Die Mitgründung einer European University Allianz und die erfolgreiche Positionierung der FH Kärnten im europäischen Hochschulraum eröffnen den Studierenden völlig neue Perspektiven. Innerhalb der Allianz können sie künftig an acht weiteren europäischen Hochschulen studieren und von einem erweiterten internationalen Bildungsangebot profitieren.
Durch diesen Status ist die FH Kärnten noch stärker in die europäische Wissensgesellschaft eingebunden und aktiv an aktuellen wissenschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Innovationsprozessen beteiligt. Dies stärkt nicht nur die internationale Sichtbarkeit der Hochschule, sondern auch ihre Attraktivität für internationale Studierende und Forscher.
Peter Granig verlässt die FH Kärnten nicht vollständig, sondern übernimmt ab Oktober 2026 eine neue, strategisch wichtige Rolle. Er wird den Verantwortungsbereich der Internationalisierung leiten und in dieser Funktion die Internationalisierungsstrategie sowie die Weiterentwicklung der European University maßgeblich begleiten.
Diese Entscheidung zeigt, dass Granig der FH Kärnten auch weiterhin verbunden bleiben möchte und seine Expertise in einem Bereich einsetzen wird, der durch seine bisherige Arbeit entscheidend geprägt wurde. Die internationale Vernetzung und der European University Status werden somit auch künftig von erfahrener Hand weiterentwickelt.
Peter Granig betont ausdrücklich, dass die erreichten Meilensteine das Ergebnis einer gemeinsamen Teamleistung sind. Die Entwicklungen waren nur durch die konstruktive Zusammenarbeit mit dem engagierten Kollegium, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zahlreichen Partnern und Stakeholdern möglich.
Diese Haltung spiegelt sich auch in seinem Leitmotiv "Gemeinsam mehr erreichen" wider, das die gesamte Amtszeit prägte. Der partizipative Führungsstil und die Einbindung aller Hochschulangehörigen in die strategische Entwicklung trugen maßgeblich zum Erfolg bei.
Der Vorstand und die Geschäftsführung der FH Kärnten würdigen die langjährige verantwortungsvolle Führung und das außerordentliche Engagement von Peter Granig. Die von ihm gesetzten Impulse werden weit über seine Funktionsperiode hinaus Wirkung zeigen und die weitere Entwicklung der Hochschule prägen.
Mit den Rektoratswahlen im Juni 2026 steht die FH Kärnten vor der Aufgabe, eine Nachfolge zu finden, die das erfolgreiche Werk fortsetzen kann. Die solide Basis, die Peter Granig in zwölf Jahren geschaffen hat, bietet dafür beste Voraussetzungen. Die verdoppelten Studierendenzahlen, das vervierfachte Forschungsvolumen und insbesondere der European University Status sind wichtige Eckpfeiler für die künftige Entwicklung.
Die FH Kärnten hat sich unter Peter Granigs Führung zu einer der innovativsten und international sichtbarsten Fachhochschulen Österreichs entwickelt. Diese Position zu halten und weiter auszubauen wird die zentrale Aufgabe seiner Nachfolge sein. Mit der neuen Rolle in der Internationalisierung bleibt Peter Granig der Hochschule erhalten und wird weiterhin einen wichtigen Beitrag zur strategischen Entwicklung leisten.