Der heutige Tag der Pflege enthüllt eine brisante Wahrheit: Österreich steht am Rande eines Versorgungsnotstands! Die 24-Stunden-Betreuung, eine der tragenden Säulen unseres Gesundheitssystems, ist in Gefahr. Droht uns der Kollaps?Pflegekräfte im Fokus: Helden des AlltagsPflegekräfte und Personenbet
Der heutige Tag der Pflege enthüllt eine brisante Wahrheit: Österreich steht am Rande eines Versorgungsnotstands! Die 24-Stunden-Betreuung, eine der tragenden Säulen unseres Gesundheitssystems, ist in Gefahr. Droht uns der Kollaps?
Pflegekräfte und Personenbetreuerinnen sind die stillen Heldinnen und Helden unserer Gesellschaft. Sie ermöglichen es älteren Menschen, ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Doch ihre wichtige Rolle wird oft übersehen. Harald G. Janisch, Obmann der Fachgruppe Wien Personenberatung und Personenbetreuung, fordert mehr Anerkennung und Unterstützung.
Die staatliche Förderung für die 24-Stunden-Betreuung beträgt derzeit nur 800 Euro, während Heimplätze weitaus großzügiger subventioniert werden. Experten fordern eine Erhöhung dieser Förderung auf 1.450 Euro. Zudem wurde die Einkommensgrenze für den vollen Bezug der Förderung seit 2007 nicht an die Inflation angepasst. Sie müsste heute bei 3.500 Euro liegen, um fair zu sein.
Die unzureichende Bezahlung treibt viele Betreuerinnen ins Ausland. Seit 2020 haben bereits tausende das Land verlassen, um im Ausland besser bezahlte Stellen anzutreten. Derzeit gibt es noch etwa 57.000 Betreuerinnen in Österreich, aber der Bedarf steigt. Die Überalterung der Bevölkerung wird die Nachfrage nach Betreuungskräften in den kommenden Jahren drastisch erhöhen.
Harald G. Janisch warnt eindringlich: Ohne bessere Bezahlung droht eine noch größere Abwanderung, was die Versorgung unserer Senioren gefährden würde. Die Zeit drängt, um die drohende Krise abzuwenden.