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Photovoltaik als Krisenschutz: Österreichs Weg aus der Energieabhängigkeit

25. März 2026 um 09:59
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Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Energiepreise in Österreich erneut in die Höhe treiben, rückt eine heimische Technologie immer stärker in den Fokus: die Photovoltaik. Am 15

Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten die Energiepreise in Österreich erneut in die Höhe treiben, rückt eine heimische Technologie immer stärker in den Fokus: die Photovoltaik. Am 15. Januar 2025 präsentierte der Bundesverband Photovoltaic Austria gemeinsam mit der Österreichischen Energieagentur eindringliche Zahlen und Fakten, die belegen, wie sehr Österreich noch immer von ausländischen Energieimporten abhängig ist – und welche Lösungen bereits verfügbar wären.

Die versteckten Kosten der Energieabhängigkeit

Österreich importiert derzeit rund 70 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Ausland. Diese Abhängigkeit kostet das Land jährlich Milliarden von Euro und macht es extrem verwundbar gegenüber internationalen Krisen. Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur bringt es auf den Punkt: „Öl, Kohle, Gas – Wir haben uns in der Vergangenheit angewöhnt, unsere Energieversorgung an andere Länder auszulagern. Wir haben damit auch die Kontrolle abgegeben, das bekommen wir aktuell wieder zu spüren."

Die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Experten warnen, dass solche Krisen in Zukunft häufiger auftreten werden, da die globalen Energiemärkte zunehmend volatil werden. Für österreichische Haushalte und Unternehmen bedeutet dies eine permanente Unsicherheit bei der Energieversorgung und den Kosten.

Photovoltaik-Boom trotz politischer Hindernisse

Trotz dieser Herausforderungen zeigt die Photovoltaik-Branche in Österreich beeindruckende Wachstumszahlen. Im vergangenen Jahr wurden österreichweit 62.300 neue PV-Anlagen in Betrieb genommen, was einer zusätzlichen Gesamtleistung von 1,6 Gigawatt entspricht. Diese Zahlen verdeutlichen das enorme Potenzial der Technologie, auch wenn sie einen Rückgang von 22 Prozent im Vergleich zu 2024 bedeuten.

Um zu verstehen, was diese Zahlen bedeuten, muss man wissen, dass ein Gigawatt der Leistung eines großen Kernkraftwerks entspricht. Die neu installierten PV-Anlagen können also theoretisch die Leistung von anderthalb Atomkraftwerken ersetzen – und das mit einer Technologie, die praktisch keine laufenden Kosten verursacht und vollständig emissionsfrei funktioniert.

Insgesamt erzeugen PV-Anlagen in Österreich bereits jährlich rund 9,8 Terawattstunden (TWh) Strom. Eine Terawattstunde entspricht einer Billion Wattstunden – genug Energie, um etwa 250.000 österreichische Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom zu versorgen. Die gesamte PV-Erzeugung deckt damit bereits 15 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs ab.

Warum Stromspeicher das Spiel verändern

Ein entscheidender Durchbruch ist die Kombination von Photovoltaik mit Stromspeichern. „Neun von zehn neuen PV-Anlagen werden mittlerweile mit einem Stromspeicher gebaut

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