ÖVP wirft FPÖ nach 110-seitigem Gutachten Verbreitung von Verschwörungstheorien vor – Keine Hinweise auf Fremdverschulden
Ein umfassendes gerichtsmedizinisches Gutachten bestätigt: Christian Pilnacek starb durch Ertrinken, Fremdverschulden ist ausgeschlossen. Die politische Debatte geht weiter.
Im Fall des verstorbenen Sektionschefs Christian Pilnacek liegt nun ein umfassendes gerichtsmedizinisches Gutachten vor, das für Klarheit sorgen soll. Das mehr als 110 Seiten umfassende Dokument, erstellt von der Leiterin des Instituts für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck, kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Der ehemalige hochrangige Justizbeamte ist ertrunken. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden oder ein Tötungsdelikt wurden nicht gefunden.
Das Gutachten bestätigt damit die Einschätzung, die zuständige Behörden bereits vor mehr als zwei Jahren getroffen hatten. Die Befundlage spreche laut den Experten am ehesten für ein suizidales Ertrinken. Damit liegen nun wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse vor, die die ursprünglichen Ermittlungsergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft untermauern.
Andreas Hanger, ÖVP-Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss, nutzte die Veröffentlichung des Gutachtens für massive Kritik an der FPÖ. Die Freiheitlichen hätten über Monate hinweg Spekulationen und Verschwörungstheorien geschürt, die nun jeder sachlichen Grundlage entbehrten. „Damit ist schwarz auf weiß belegt, dass Polizei und Staatsanwaltschaft den Sachverhalt von Beginn an richtig eingeordnet haben