Am 4. Februar 2026 veröffentlichte die Arbeiterkammer Wien den neuesten AK Preismonitor, der zeigt, dass Konsument:innen in Österreich für ihren Einkauf tiefer in die Tasche greifen müssen als noch im Dezember 2024. Die Preise für Marken-Lebensmittel und Drogeriewaren sind signifikant gestiegen, was
Am 4. Februar 2026 veröffentlichte die Arbeiterkammer Wien den neuesten AK Preismonitor, der zeigt, dass Konsument:innen in Österreich für ihren Einkauf tiefer in die Tasche greifen müssen als noch im Dezember 2024. Die Preise für Marken-Lebensmittel und Drogeriewaren sind signifikant gestiegen, was besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit viele Haushalte belastet.
Der AK Preismonitor zeigt, dass die Preise für einen Einkaufskorb mit 31 Marken-Lebensmitteln zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 um 4,4 Prozent angestiegen sind. Der Preis für diesen Korb lag im Dezember 2024 bei durchschnittlich knapp 181 Euro und stieg bis Dezember 2025 auf über 188 Euro an. Ein Korb mit 100 Marken-Drogerieprodukten kostete im Dezember 2024 rund 485 Euro und im Dezember 2025 etwa 500 Euro, was einem Anstieg von 3,2 Prozent entspricht.
Der Begriff 'Inflation' bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus von Waren und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Dieser Anstieg führt zu einer Verringerung der Kaufkraft des Geldes. Wenn die Inflation hoch ist, können Konsument:innen mit dem gleichen Geldbetrag weniger kaufen als zuvor. In Österreich ist die Inflation ein bedeutendes Thema, da sie die Lebenshaltungskosten direkt beeinflusst.
Die Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Drogeriewaren sind nicht neu. Bereits in den letzten Jahren wurden Konsument:innen mit kontinuierlichen Preisanstiegen konfrontiert. Diese Entwicklung begann verstärkt nach der Finanzkrise 2008, als die wirtschaftliche Unsicherheit zu einem Anstieg der Rohstoffpreise führte. In den letzten Jahren haben auch die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Lieferkettenprobleme die Preise weiter in die Höhe getrieben. Die jüngsten geopolitischen Spannungen und die Energiekrise haben die Situation zusätzlich verschärft, was sich in den aktuellen Preissteigerungen widerspiegelt.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz sind die Preissteigerungen in Österreich moderat. In Deutschland stiegen die Lebensmittelpreise im gleichen Zeitraum um etwa 5 Prozent, während die Schweiz einen Anstieg von rund 3 Prozent verzeichnete. Diese Unterschiede sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter die unterschiedlichen Steuersätze und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern.
Die steigenden Preise haben erhebliche Auswirkungen auf die österreichischen Haushalte. Viele Familien müssen ihre Ausgaben anpassen und auf günstigere Alternativen ausweichen. Besonders betroffen sind Geringverdiener:innen und Rentner:innen, die einen größeren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel und Drogerieprodukte ausgeben müssen. Ein Beispiel ist eine vierköpfige Familie in Wien, die berichtet, dass sie nun häufiger auf Sonderangebote angewiesen ist, um den wöchentlichen Einkauf zu finanzieren.
Laut dem AK Preismonitor sind Schokolade, Kaffee, Eier, Deos und Duschgels besonders teuer geworden. Beispielsweise stieg der Preis für ein Markenprodukt von 1,59 Euro auf 2,21 Euro. Kaffee verteuerte sich von 19,98 Euro auf 25,98 Euro. Diese Preissteigerungen sind nicht nur auf die gestiegenen Rohstoffpreise zurückzuführen, sondern auch auf höhere Transportkosten und die allgemeine Inflation.
Die Zukunft der Preisentwicklung bleibt unsicher. Die österreichische Bundesregierung plant, im Juli die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zu senken, um die Belastung der Konsument:innen zu reduzieren. Experten sind jedoch skeptisch, ob diese Maßnahme ausreicht, um die steigenden Kosten auszugleichen. Langfristig könnten technologische Innovationen in der Landwirtschaft und effizientere Lieferketten helfen, die Preise zu stabilisieren.
Die steigenden Preise für Lebensmittel und Drogeriewaren stellen eine erhebliche Herausforderung für viele österreichische Haushalte dar. Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten politischen Maßnahmen die erhoffte Entlastung bringen werden. Konsument:innen sollten weiterhin Preise vergleichen und auf Sonderangebote achten, um ihre Ausgaben zu optimieren. Weitere Informationen und Tipps zum Umgang mit den Preissteigerungen finden Sie auf der Webseite der Arbeiterkammer Wien.