Integrationsministerin Bauer und ÖIF-Direktor Wolf informieren über Fortschritte
Am 19. Februar 2026 lädt das Bundeskanzleramt zu einer Pressekonferenz über die Integration ukrainischer Vertriebener in Österreich.
Das Bundeskanzleramt lädt am Donnerstag, den 19. Februar 2026, zu einer wichtigen Pressekonferenz zur Lage ukrainischer Vertriebener in Österreich. Integrationsministerin Claudia Bauer wird gemeinsam mit dem Direktor des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), Franz Wolf, um 10.30 Uhr über den aktuellen Stand der Integrationsbemühungen informieren.
Die Integration von ukrainischen Vertriebenen stellt Österreich seit Beginn des Krieges vor bedeutende gesellschaftliche und administrative Herausforderungen. Seit Februar 2022 haben Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer Schutz in Österreich gesucht. Die bevorstehende Pressekonferenz dürfte wichtige Erkenntnisse über die bisherigen Erfolge und künftigen Strategien der Integrationspolitik liefern.
Integrationsministerin Claudia Bauer hat in den vergangenen Monaten wiederholt die Bedeutung einer nachhaltigen Integration betont. Dabei geht es nicht nur um die unmittelbare Unterbringung und Versorgung, sondern um langfristige Lösungen für Arbeitsmarktintegration, Spracherwerb und gesellschaftliche Teilhabe.
Der Österreichische Integrationsfonds unter der Leitung von Franz Wolf spielt eine Schlüsselrolle bei der praktischen Umsetzung der Integrationspolitik. Die Organisation koordiniert Deutschkurse, Orientierungshilfen und verschiedene Unterstützungsprogramme für Neuankömmlinge in Österreich.
Besonders die Sprachförderung hat sich als entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Integration erwiesen. Der ÖIF hat seine Kapazitäten seit Kriegsbeginn erheblich ausgebaut und bietet spezielle Programme für ukrainische Vertriebene an.
Die Integration ukrainischer Vertriebener unterscheidet sich in mehreren Aspekten von früheren Migrationsbewegungen. Viele der Geflüchteten sind hochqualifiziert und bringen wertvolle Fähigkeiten mit. Gleichzeitig besteht bei vielen die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die Heimat, was die langfristige Integrationsplanung erschwert.
Österreich hat verschiedene Maßnahmen entwickelt, um sowohl temporäre als auch dauerhafte Integrationslösungen anzubieten. Dazu gehören vereinfachte Anerkennungsverfahren für ausländische Qualifikationen, spezielle Arbeitsmarktzugänge und zielgerichtete Bildungsangebote.
Die Pressekonferenz findet im Bundeskanzleramt am Ballhausplatz 2 in Wien statt. Der Medieneinlass beginnt bereits um 10.00 Uhr, eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start um 10.30 Uhr. Journalistinnen und Journalisten müssen ihre Zutrittsberechtigung vorweisen – entweder eine Dauerzutrittskarte, einen gültigen Presseausweis oder ein aktuelles Akkreditiv ihrer Redaktion.
Für eine breitere Öffentlichkeit wird die Pressekonferenz live über die Website des Bundeskanzleramtes unter www.bundeskanzleramt.gv.at/live übertragen. Zusätzlich stellt das Bundeskanzleramt über seinen Fotoservice unter fotoservice.bundeskanzleramt.at Bildmaterial zur Verfügung.
Die angekündigte Pressekonferenz könnte wichtige Weichenstellungen für die künftige Integrationspolitik Österreichs bringen. Experten erwarten konkrete Zahlen zu Integrationsverläufen, neue Programminitiativen und möglicherweise auch Anpassungen bestehender Maßnahmen.
Die Integration ukrainischer Vertriebener hat auch Auswirkungen auf andere Bereiche der österreichischen Gesellschaft. Schulen, Gesundheitssystem und lokale Gemeinden sind gefordert, sich auf die neuen Bedürfnisse einzustellen. Die Pressekonferenz dürfte auch diese Aspekte beleuchten.
Unabhängig vom weiteren Verlauf des Krieges in der Ukraine wird die Anwesenheit ukrainischer Vertriebener die österreichische Gesellschaft nachhaltig prägen. Viele Familien haben bereits tiefe Wurzeln geschlagen, Kinder besuchen österreichische Schulen und Erwachsene haben Arbeit gefunden.
Die Erfahrungen aus der Integration ukrainischer Vertriebener fließen auch in die allgemeine Integrationspolitik ein. Bewährte Praktiken und Lehren aus Herausforderungen können für künftige Migrationsbewegungen wertvoll sein.
Die Pressekonferenz am 19. Februar wird somit nicht nur über die aktuelle Situation informieren, sondern auch Richtlinien für die Zukunft der österreichischen Integrationspolitik setzen. Medienvertreter und die interessierte Öffentlichkeit können sich auf umfassende Informationen zu einem der wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen der Gegenwart freuen.
Für weitere Informationen steht der Bundespressedienst unter der Telefonnummer +43 1 53 115 - 202247 zur Verfügung.