Interfood ruft Fjordgold Räucherlachs wegen Druckfehler zurück – Verzehr nach korrektem Datum birgt Risiken
Interfood warnt vor falsch etikettiertem Räucherlachs: Das aufgedruckte Datum 17.06.2026 ist ungültig. Verbraucher sollten das Zusatzetikett beachten.
Der Tiroler Lebensmittelgroßhändler Interfood hat einen vorsorglichen Produktrückruf für Räucherlachs der Marke Fjordgold gestartet. Grund dafür ist ein Druckfehler bei der Kennzeichnung des Verbrauchsdatums, der bei Konsumentinnen und Konsumenten zu gefährlichen Missverständnissen führen könnte. Das Unternehmen warnt ausdrücklich davor, sich auf das falsch aufgedruckte Haltbarkeitsdatum zu verlassen.
Bei der betroffenen Charge des beliebten Fjordgold Räucherlachs in der 200-Gramm-Packung wurden versehentlich zwei unterschiedliche Verbrauchsdaten aufgedruckt. Während das korrekte Datum auf einem Zusatzetikett vermerkt ist, prangt auf der Verpackung zusätzlich das fehlerhafte Datum 17. Juni 2026 – ein Zeitpunkt, der weit über die tatsächliche Haltbarkeit des Produkts hinausgeht.
Das Unternehmen stellt unmissverständlich klar: Die Haltbarkeit bis zum 17. Juni 2026 ist nicht gegeben. Wer den Lachs nach dem korrekten Verbrauchsdatum auf dem Zusatzetikett verzehrt, riskiert gesundheitliche Beeinträchtigungen. Bei Räucherlachs als leicht verderblichem Lebensmittel können nach Ablauf des tatsächlichen Verbrauchsdatums gefährliche Keime wie Listerien entstehen.
Der Rückruf betrifft ausschließlich Produkte mit folgenden Merkmalen:
Interfood betont, dass alle anderen Produkte der Marke Fjordgold sowie Räucherlachs-Packungen mit anderen Chargennummern nicht von diesem Rückruf betroffen sind und bedenkenlos verzehrt werden können.
Anders als das Mindesthaltbarkeitsdatum, das lediglich angibt, bis wann ein Produkt seine optimale Qualität behält, ist das Verbrauchsdatum bei leicht verderblichen Lebensmitteln ein kritischer Sicherheitsfaktor. Räucherlachs gehört zu jenen Produkten, bei denen nach Ablauf dieses Datums ein erhöhtes Risiko für bakterielle Kontaminationen besteht.
Besonders gefährlich ist die mögliche Vermehrung von Listerien, die bei immungeschwächten Personen, Schwangeren, älteren Menschen und Kleinkindern schwere Erkrankungen auslösen können. Eine Listeriose kann sich durch grippeähnliche Symptome, Fieber, Muskelschmerzen und in schweren Fällen durch Hirnhautentzündung äußern.
Im konkreten Fall liegt zwischen den korrekten Verbrauchsdaten im Februar 2026 und dem falsch aufgedruckten Datum im Juni 2026 ein Zeitraum von etwa vier Monaten. In dieser Zeit können sich in einem nicht mehr frischen Räucherlachs erhebliche Mengen an gesundheitsschädlichen Bakterien entwickeln – selbst bei korrekter Kühlung im Kühlschrank.
Konsumentinnen und Konsumenten sollten ihre Räucherlachs-Packungen der Marke Fjordgold genau überprüfen. Ein betroffenes Produkt erkennt man daran, dass auf der Verpackung sowohl das Datum 17.06.2026 als auch ein zweites Datum auf einem Zusatzetikett zu finden ist. Die Chargennummer 6249N1-3P-492-17 findet sich ebenfalls auf der Verpackung und dient als eindeutiges Identifikationsmerkmal.
Wichtig: Nur das Datum auf dem Zusatzetikett ist gültig. Wer also noch eine Packung im Kühlschrank hat, sollte sich ausschließlich an diesem Datum orientieren und das Produkt keinesfalls nach dessen Ablauf verzehren.
Interfood hat angekündigt, dass betroffene Produkte in allen Verkaufsstätten zurückgenommen werden. Kundinnen und Kunden können den Räucherlachs dort zurückbringen, wo sie ihn gekauft haben, und erhalten den Kaufpreis erstattet. Ein Kassenbon ist für die Rückgabe üblicherweise hilfreich, aber in vielen Fällen nicht zwingend erforderlich.
Wer unsicher ist, ob das eigene Produkt betroffen ist, oder weitere Fragen zum Rückruf hat, kann sich direkt an das Qualitätsmanagement von Interfood wenden. Das Unternehmen hat dafür eine eigene Kontaktmöglichkeit eingerichtet.
Das Qualitätsmanagement von Interfood ist unter der Telefonnummer 05223 / 568080 erreichbar. Alternativ können Anfragen per E-Mail an [email protected] gerichtet werden. Weitere Informationen zum Unternehmen finden sich auf der Website www.interfood.at.
Der aktuelle Rückruf zeigt, wie das österreichische System der Lebensmittelsicherheit funktioniert. Unternehmen sind verpflichtet, bei Kenntnis von Produktmängeln schnell zu reagieren und die Öffentlichkeit zu informieren. Der vorsorgliche Rückruf durch Interfood entspricht den geltenden Vorschriften und dient dem Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher.
In Österreich werden Produktrückrufe über verschiedene Kanäle kommuniziert, darunter die Plattform der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sowie direkte Mitteilungen der betroffenen Unternehmen. Konsumentinnen und Konsumenten wird empfohlen, sich regelmäßig über aktuelle Rückrufe zu informieren, insbesondere wenn sie häufig leicht verderbliche Lebensmittel kaufen.
Der Fall des falsch etikettierten Räucherlachs unterstreicht, wie wichtig es ist, Lebensmittelverpackungen genau zu prüfen. Folgende Tipps helfen, Risiken zu minimieren:
Bei Unsicherheiten gilt der Grundsatz: Im Zweifel lieber nicht verzehren. Die Gesundheit sollte stets Vorrang vor dem Bedauern über ein möglicherweise verschwendetes Lebensmittel haben.
Der Rückruf des Fjordgold Räucherlachs durch Interfood zeigt verantwortungsvolles Handeln seitens des Unternehmens. Durch die rasche Information der Öffentlichkeit können potenzielle Gesundheitsrisiken minimiert werden. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten ihre Vorräte überprüfen und sich im Zweifelsfall an das Unternehmen wenden. Die Rückgabe betroffener Produkte ist unkompliziert möglich und wird vom Unternehmen erstattet.