In einer Welt, die sich ständig verändert, stehen besonders junge Menschen vor großen Herausforderungen. Am 6. Februar 2026 wurde bekannt, dass die Peerberatungen von Rat auf Draht im Jahr 2025 um 30 Prozent zugenommen haben. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig der Austausch mit Gleichaltrigen für
In einer Welt, die sich ständig verändert, stehen besonders junge Menschen vor großen Herausforderungen. Am 6. Februar 2026 wurde bekannt, dass die Peerberatungen von Rat auf Draht im Jahr 2025 um 30 Prozent zugenommen haben. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig der Austausch mit Gleichaltrigen für viele Jugendliche in Österreich geworden ist.
Die Peerberatung von Rat auf Draht hat sich von einem Pilotprojekt zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Beratungsangebote entwickelt. Jeden Mittwoch zwischen 18 und 20 Uhr finden diese Beratungen statt, die für viele Jugendliche zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden sind. Christine Piriwe, die Projektleiterin, betont die Bedeutung dieser Angebote, da viele Jugendliche es als einfacher empfinden, sich jemandem anzuvertrauen, der ähnliche Erfahrungen macht oder gemacht hat.
Die häufigsten Themen, die in den Chats behandelt werden, sind Freundschaft, Mobbing und Liebe. Freundschaftsprobleme umfassen oft die Suche nach neuen Freunden oder die Lösung von Konflikten innerhalb der Peergroup. Mobbing, besonders in Schulen, ist ein weiteres zentrales Thema. Jugendliche berichten von Ausgrenzung und Diskriminierung, sowohl durch Mitschüler als auch durch Lehrkräfte. Der Bereich Liebe umfasst Themen wie Verliebtheit, Liebeskummer und Zurückweisungen.
Im Gegensatz zur klassischen Beratung sind die Themen der Peerberatung durch sogenannte Themenchats vorgegeben. Krisengespräche werden nicht geführt, sondern an geschulte Kolleg:innen weitergeleitet. Diese präventive Beratung zielt darauf ab, Jugendliche zu unterstützen, bevor sich Probleme zu Krisen entwickeln. Die Peerberatung fördert den Austausch und die Partizipation der Jugendlichen, die selbst über Inhalte und Abläufe mitbestimmen können.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Peerberatungen auch dort an Bedeutung gewinnen. In Deutschland gibt es ähnliche Projekte, die jedoch oft in enger Zusammenarbeit mit Schulen durchgeführt werden. In der Schweiz liegt der Fokus stärker auf der Integration von Peerberatungen in bestehende Jugendeinrichtungen. Österreich nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, indem es Jugendlichen eine Plattform bietet, auf der sie selbst aktiv werden können.
Die Auswirkungen der Peerberatung auf die Gesellschaft sind vielfältig. Jugendliche, die an diesen Beratungen teilnehmen, berichten von einer gesteigerten sozialen Kompetenz und einem besseren Umgang mit Konflikten. Ein konkretes Beispiel ist ein Jugendlicher, der durch die Peerberatung gelernt hat, seine Probleme in der Schule selbstbewusster anzugehen und dadurch seine schulischen Leistungen verbessern konnte.
Die Statistik zeigt, dass im Jahr 2025 insgesamt 264 Peerberatungen durchgeführt wurden, was einem Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zahlen verdeutlichen die wachsende Nachfrage und die Relevanz dieser Beratungsform für junge Menschen in Österreich.
Für 2026 plant Rat auf Draht, die Peerberatung weiter auszubauen. Gelebte Partizipation bleibt das zentrale Element. Jugendliche sollen noch stärker in die Entwicklung neuer Themen und Formate eingebunden werden. Zudem sucht das Peerberatungsteam Verstärkung, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Vier neue Peerberater:innen im Alter von 16 bis 23 Jahren werden gesucht, um das Team zu erweitern.
Die Peerberatung von Rat auf Draht ist ein Beispiel für erfolgreiche Jugendhilfe in Österreich. Die steigende Nachfrage zeigt, wie wichtig solche Angebote sind. Interessierte Jugendliche können sich bis zum 15. März 2026 bewerben, um Teil dieses erfolgreichen Projekts zu werden. Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen Webseite von Rat auf Draht.