Die moderne Arbeitswelt steht vor einem epochalen Wandel, der unsere herkömmlichen Vorstellungen von Karriere und Arbeitsplatz grundlegend verändert. Am 13. November 2025 wird in Wien eine Veranstaltung stattfinden, die sich dieser Herausforderung widmet: „Arbeitswelten im Wandel – Psychologie als K
Die moderne Arbeitswelt steht vor einem epochalen Wandel, der unsere herkömmlichen Vorstellungen von Karriere und Arbeitsplatz grundlegend verändert. Am 13. November 2025 wird in Wien eine Veranstaltung stattfinden, die sich dieser Herausforderung widmet: „Arbeitswelten im Wandel – Psychologie als Kompass“. Diese Veranstaltung, organisiert vom Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP), beleuchtet die entscheidende Rolle, die psychologische Expertise in dieser Transformation spielt.
Die Begriffe Digitalisierung und Globalisierung sind heutzutage in aller Munde. Doch was bedeuten sie konkret für die Arbeitswelt? Die Digitalisierung beschreibt den Prozess, bei dem analoge Informationen und Prozesse in digitale Form umgewandelt werden. Dies hat zur Folge, dass viele Arbeitsplätze, die früher auf manuellen Prozessen basierten, nun digitalisiert werden. Beispielsweise werden in der Buchhaltung, die früher auf Papier und Aktenordnern beruhte, heute digitale Systeme eingesetzt, die Daten in Echtzeit verarbeiten können.
Die Globalisierung hingegen bezieht sich auf die zunehmende Vernetzung der Weltwirtschaft. Unternehmen operieren nicht mehr nur lokal, sondern international, was zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz führt, aber auch zu einem enormen Druck auf Arbeitnehmer, sich kontinuierlich weiterzubilden und anzupassen. „Die Globalisierung hat die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändert. Wir stehen in einem ständigen Wettbewerb und müssen uns den globalen Standards anpassen“, erklärt ein erfahrener Arbeitspsychologe.
Mit der Digitalisierung gehen auch neue Arbeitsmodelle einher. Begriffe wie Homeoffice, Remote Work und flexible Arbeitszeiten sind keine Seltenheit mehr. Diese Modelle bieten den Arbeitnehmern mehr Freiheit und Autonomie, können jedoch auch zu einer Entgrenzung der Arbeit führen. Das bedeutet, dass die klare Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit zunehmend verschwimmt. „Für viele ist das Arbeiten von zu Hause aus eine willkommene Flexibilität, aber es kann auch zur Belastung werden, wenn die Grenzen zwischen Job und Privatleben verschwimmen“, warnt ein Experte für Arbeitsorganisation.
Hier kommt die Psychologie ins Spiel. Psychologische Expertise kann helfen, diese Herausforderungen zu meistern und eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Die Arbeitspsychologie, ein Teilbereich der Psychologie, beschäftigt sich mit der Analyse und Optimierung von Arbeitsprozessen und -bedingungen. Ziel ist es, die Arbeitszufriedenheit und -leistung zu steigern und gleichzeitig die Gesundheit der Arbeitnehmer zu fördern. „In Zeiten des Wandels braucht es psychologische Perspektiven, um Arbeitswelten menschenorientiert und nachhaltig zu gestalten“, betont BÖP-Präsidentin a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger.
Die Veranstaltung in Wien wird von a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger eröffnet und verspricht spannende Diskussionen mit hochkarätigen Experten. Dazu zählen Prof. Dr. Conny Herbert Antoni von der Universität Trier, Mag.a Christina M. Beran vom BÖP und Ing. Mag. Dr. Gerhard Klicka, Geschäftsführer der IBG – Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH. Gemeinsam werden sie erörtern, wie psychologische Ansätze in der Praxis angewendet werden können, um die Arbeitswelt aktiv mitzugestalten.
Die Veranstaltung bietet nicht nur wissenschaftlich fundierte Perspektiven, sondern auch praxisnahe Ansätze, die direkt in den Arbeitsalltag integriert werden können. „Es ist entscheidend, dass wir die psychologischen Erkenntnisse nicht nur theoretisch betrachten, sondern auch praktisch anwenden, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern“, erklärt ein weiterer Experte.
Die Veränderungen in der Arbeitswelt haben direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Arbeitnehmer. Die Notwendigkeit, ständig erreichbar zu sein, kann zu Stress und Burnout führen. Gleichzeitig bieten flexible Arbeitszeiten die Möglichkeit, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. „Es ist ein zweischneidiges Schwert. Die Herausforderung besteht darin, die Vorteile zu nutzen, ohne die Risiken zu übersehen“, so ein Arbeitspsychologe.
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass ähnliche Entwicklungen auch in anderen Ländern zu beobachten sind. In Deutschland beispielsweise wird die Vier-Tage-Woche als Modell getestet, um die Work-Life-Balance zu verbessern. In Skandinavien sind flexible Arbeitszeiten bereits weit verbreitet und werden als Standard angesehen. Diese Beispiele zeigen, dass es verschiedene Ansätze gibt, um den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu begegnen.
Der Wandel der Arbeitswelt ist unaufhaltsam, doch wohin führt er? Experten sind sich einig, dass die Digitalisierung und Globalisierung weiter voranschreiten werden. Die Rolle der Psychologie wird dabei immer wichtiger, um die menschlichen Aspekte in den Fokus zu rücken. „Die Zukunft der Arbeit wird nicht nur von Technologie bestimmt, sondern auch davon, wie wir diese Technologie in Einklang mit den menschlichen Bedürfnissen bringen“, prognostiziert ein Zukunftsforscher.
Die Veranstaltung am 13. November 2025 in Wien ist ein wichtiger Schritt, um diesen Wandel bewusst zu gestalten und die Arbeitswelt der Zukunft aktiv zu formen. Alle Interessierten sind eingeladen, sich entweder vor Ort im Seminarzentrum der ÖAP oder online an den Diskussionen zu beteiligen. Anmeldungen sind per E-Mail an [email protected] möglich.
Für weitere Informationen und zur Anmeldung besuchen Sie die offizielle Webseite der Veranstaltung.