Die Transportwelt steht Kopf: Eine österreichische Erfindung verspricht, den Holztransport nachhaltig zu revolutionieren. Am 23. Juli 2025 verkündete die Fraunhofer Austria Research GmbH eine bahnbrechende Entwicklung: den ersten intermodalen Container für Rundholz und Holzprodukte. Diese Innovation
Die Transportwelt steht Kopf: Eine österreichische Erfindung verspricht, den Holztransport nachhaltig zu revolutionieren. Am 23. Juli 2025 verkündete die Fraunhofer Austria Research GmbH eine bahnbrechende Entwicklung: den ersten intermodalen Container für Rundholz und Holzprodukte. Diese Innovation könnte den CO2-Ausstoß drastisch senken und den Holztransport effizienter gestalten.
Bisherige Holztransporte waren oft ineffizient und umweltschädlich. Klassische Rungenwagen konnten ausschließlich Rundholz transportieren, was zu Leerfahrten und unnötigen CO2-Emissionen führte. Zudem war das Umladen auf die Bahn zeitaufwändig, sodass der direkte LKW-Transport bevorzugt wurde. Diese Probleme galt es zu lösen.
Der neue Container, entwickelt im Rahmen des FFG-Leitprojekts PhysICAL, bietet eine Lösung für beide Herausforderungen. Er kann sowohl Rundholz als auch andere Holzprodukte wie Hackgut transportieren und vom LKW auf die Bahn in Minutenschnelle umgeladen werden. Dies macht den Bahntransport auch auf kurzen Strecken attraktiv und vermeidet LKW-Leerfahrten.
Ein entscheidender Vorteil des neuen Containers ist seine Bauweise als ACTS-Container. ACTS steht für Abrollcontainer-Transportsystem, eine Technologie, die ohne zusätzliches Gerät auskommt. An der kurzen Seite des Containers befindet sich eine Öse, die mit dem Greifarm eines passenden LKW gefasst werden kann. Rollen an der Unterseite ermöglichen das Abrollen auf den Boden oder einen Güterwaggon der Bahn. Auf- und zuklappbare Türsysteme sorgen für eine schnelle Be- und Entladung.
Diese Innovation war nur durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure möglich. Beteiligt waren unter anderem die Steiermarkbahn und Bus GmbH sowie die Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH. Die Konzeption und Entwicklung des Containers erfolgten durch Logistikforscher bei Fraunhofer Austria in Zusammenarbeit mit der Firma Georg Kraemer Fahrzeugbau.
Ein Experte aus dem Projekt kommentierte: „Die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit hat gezeigt, dass verschiedene Ansichten zu einem mehr als zufriedenstellenden Ergebnis führen können. Besonders die Entwicklung des hybriden Holzcontainers hebt den Verkehr auf ein neues Level in Bezug auf CO2-Einsparung.“
Ein Prototyp des Containers wurde bereits erfolgreich getestet. Transporte von Rundholz und Hackschnitzeln in der Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich belegen seine vielseitige Einsetzbarkeit. Der Container ist sowohl für den Transport per LKW als auch per Bahn zugelassen.
Ein weiterer Vorteil des Containers ist die eingebaute Verwiegesensorik. Diese sorgt für Transparenz über die aufgeladene Holzmenge und verhindert unbeabsichtigtes Überladen des LKW. Dies ist nicht nur sicher, sondern auch effizient.
Das Leitprojekt PhysICAL startete am 1. Juni 2020 und endete im Mai 2025. Ziel war es, die Vorteile der Kooperation in der Logistik aufzuzeigen. Neben dem Holzcontainer umfasste das Projekt die Entwicklung einer offenen Transportmanagement-Plattform, innovativer Zustellmöglichkeiten auf der letzten Meile und einer eCommerce-Plattform für KMU.
Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des FTI-Programms Mobilität der Zukunft durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelt. Mehr Informationen finden Sie unter physical-project.at.
Die Einführung des intermodalen Containers könnte weitreichende Auswirkungen auf die globale Logistik haben. Experten prognostizieren, dass ähnliche Technologien bald auch in anderen Branchen Anwendung finden könnten. Ein fiktiver Logistikexperte meint: „Diese Innovation könnte den Standard für nachhaltigen Transport neu definieren und eine Welle der Transformation in der Logistikbranche auslösen.“
Österreich könnte mit dieser Entwicklung eine Vorreiterrolle in der nachhaltigen Logistik einnehmen. Während andere Länder noch mit ähnlichen Problemen kämpfen, bietet der neue Container eine Lösung, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll ist.
Österreich hat mit der Entwicklung des ersten intermodalen Containers für Holzprodukte einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und effizienteren Logistik gemacht. Diese Innovation zeigt, dass durch Zusammenarbeit und technische Expertise große Herausforderungen gemeistert werden können. Die Zukunft des Holztransports sieht vielversprechend aus, und Österreich ist bereit, diese Zukunft mitzugestalten.