Die Zukunft der europäischen Industrie könnte bald auf völlig neuen Säulen stehen! Am Freitag, dem 12. September 2025, wurde in Herning, Dänemark, ein Dokument unterzeichnet, das für Aufsehen sorgt: die sogenannte 'Herning Declaration'. Diese Erklärung könnte der Schlüssel zur Bewältigung großer Zuk
Die Zukunft der europäischen Industrie könnte bald auf völlig neuen Säulen stehen! Am Freitag, dem 12. September 2025, wurde in Herning, Dänemark, ein Dokument unterzeichnet, das für Aufsehen sorgt: die sogenannte 'Herning Declaration'. Diese Erklärung könnte der Schlüssel zur Bewältigung großer Zukunftsfragen sein, indem sie die berufliche Bildung in den Fokus rückt.
Die 'Herning Declaration' ist mehr als nur ein Stück Papier. Sie repräsentiert eine umfassende europäische Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung. Diese Initiative, unterzeichnet von den zuständigen EU-Ministerinnen und -Ministern, könnte die Art und Weise, wie wir über Bildung und Fachkräfte denken, grundlegend verändern.
Die Herausforderungen unserer Zeit sind gewaltig. Sei es die Energiewende, die Implementierung der künstlichen Intelligenz oder der allgemeine technologische Fortschritt – alle diese Bereiche erfordern gut ausgebildete Fachkräfte auf verschiedenen Qualifikationsniveaus. Die 'Herning Declaration' hebt die Bedeutung der beruflichen Bildung hervor und zeigt, dass sie ein zentraler Bestandteil der Lösung dieser Herausforderungen sein kann.
Gudrun Feucht, Bereichsleiterin für Bildung und Gesellschaft der Industriellenvereinigung (IV), betont: „Die Erklärung stellt die große Bedeutung der beruflichen Bildung für die Herausforderungen unserer Zeit neuerlich ins Rampenlicht.“
Österreich spielt in diesem Kontext eine besondere Rolle. Mit einem differenzierten und lange bewährten Berufsbildungssystem hat das Land viel zu bieten. Besonders die Lehrausbildung in der Industrie und die höheren technischen Lehranstalten (HTL) sind hier hervorzuheben. Sie sind ein wesentlicher Standortvorteil in Zeiten, in denen die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs besonders gefordert ist.
Die HTLs in Österreich sind Bildungseinrichtungen, die eine Kombination aus theoretischem Unterricht und praktischer Ausbildung bieten. Diese Schulen sind bekannt für ihre hohe Qualität und ihre Fähigkeit, Schüler direkt auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Die Lehrausbildung hingegen ermöglicht es jungen Menschen, in einem realen Arbeitsumfeld zu lernen, was sie für viele Berufe qualifiziert.
Feucht erklärt: „Österreich ist europäischer Frontrunner in der Berufsbildung und hat damit gleichzeitig auch den Auftrag, sie möglichst sorgsam und zukunftsweisend voranzubringen.“
Die 'Herning Declaration' enthält 17 Maßnahmenvorschläge auf nationaler und EU-Ebene. Diese sollen als Richtschnur für die gesamteuropäische Weiterentwicklung der beruflichen Bildung dienen. Ein besonderer Fokus liegt auf der 'Union of Skills', einer Initiative der aktuellen EU-Kommission. Ziel ist es, die Kompetenzen der europäischen Arbeitskräfte zu stärken und neue Zielgruppen für technische Berufsfelder zu erschließen.
Ein zentraler Punkt der Erklärung ist die Erschließung neuer Zielgruppen. Dazu gehören Frauen in technischen Berufsfeldern sowie Migrantinnen und Migranten in der Lehrausbildung. Auch die Erleichterung für Quereinsteiger in den Lehrberuf ist ein wichtiger Aspekt. Diese Maßnahmen sind nicht nur Teil der 'Herning Declaration', sondern auch essenziell für eine zukunftsweisende österreichische Fachkräftestrategie.
Feucht fasst zusammen: „Die Herning Declaration kann für Österreich ein Aufruf sein, dies jetzt in aller Ernsthaftigkeit und Tempo voranzutreiben.“
Was bedeutet das alles für den Durchschnittsbürger? Zunächst einmal könnte die Betonung auf berufliche Bildung dazu führen, dass mehr Menschen Zugang zu qualitativ hochwertiger Ausbildung erhalten. Dies könnte die Arbeitslosigkeit senken und die Wirtschaft stärken. Für junge Menschen bedeutet es mehr Chancen und bessere Vorbereitung auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes.
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist Österreich bereits gut aufgestellt. Länder wie Deutschland und die Schweiz haben ähnliche Systeme, die sich durch eine starke Verbindung zwischen Bildung und Industrie auszeichnen. Diese Modelle haben in der Vergangenheit zu niedrigen Arbeitslosenquoten und hoher wirtschaftlicher Stabilität geführt. Die 'Herning Declaration' könnte helfen, diese Erfolge auf ganz Europa zu übertragen.
Die Zukunft der beruflichen Bildung in Europa sieht vielversprechend aus. Wenn die in der 'Herning Declaration' vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden, könnte dies zu einem Anstieg der Qualifikationen und einer besseren Vorbereitung der Arbeitskräfte auf die Herausforderungen der Zukunft führen. Dies wäre nicht nur ein Gewinn für die Industrie, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes.
Ein Experte für Bildungspolitik kommentiert: „Die Herning Declaration bietet eine einmalige Gelegenheit, die berufliche Bildung in Europa neu zu gestalten und den Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts anzupassen.“
Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um zu sehen, wie diese Erklärung die Landschaft der beruflichen Bildung in Europa verändern wird. Eines ist sicher: Die Weichen sind gestellt, und die Zukunft sieht rosig aus.