St. Pölten/Wien (OTS) – Eine neue Ära der Führung beginnt in Österreich! Am 31. Oktober 2025 startet an der Bertha von Suttner Privatuniversität in St. Pölten der europaweit einzigartige Lehrgang „Disability Leadership“. Dieser Kurs, der in Kooperation mit dem Verein Right Now ins Leben gerufen wurd
St. Pölten/Wien (OTS) – Eine neue Ära der Führung beginnt in Österreich! Am 31. Oktober 2025 startet an der Bertha von Suttner Privatuniversität in St. Pölten der europaweit einzigartige Lehrgang „Disability Leadership“. Dieser Kurs, der in Kooperation mit dem Verein Right Now ins Leben gerufen wurde, bietet Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, sich zu Führungspersönlichkeiten auszubilden. Ein wahrhaft revolutionäres Konzept, das die Führungskultur nachhaltig verändern könnte.
Der zweijährige, berufsbegleitende Universitätslehrgang „Disability Leadership“ ist eine Pionierarbeit in Europa. Er zielt darauf ab, Menschen mit Behinderungen nicht nur auszubilden, sondern ihnen auch die Werkzeuge zu geben, um in Führungsrollen erfolgreich zu sein. Mit 25 ausgewählten Studierenden aus ganz Österreich, von denen etwa zwei Drittel Frauen sind, wird eine neue Generation von Führungskräften herangezogen, die mit ihrer einzigartigen Perspektive frischen Wind in die Chefetagen bringen sollen.
Vielfalt in Führungspositionen ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Notwendigkeit. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass diverse Teams oft kreativer und innovativer sind. Doch was bedeutet Vielfalt wirklich? Es geht darum, unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in Entscheidungsprozesse einzubringen. Dies ist besonders wichtig in einer globalisierten Welt, in der Unternehmen und Organisationen mit einer Vielzahl von Kulturen und Märkten interagieren.
Der „Disability Leadership“-Lehrgang zielt darauf ab, diese Vielfalt zu fördern. Daniela Rammel, Vorsitzende von Right Now, betont: „Als Frau mit Behinderung weiß ich, dass unsere Perspektiven zu wenig gehört werden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Frauen mit Behinderungen selbstverständlich in Führungsrollen vertreten sein sollen.“
Der Eröffnungstag des Lehrgangs wird von hochrangigen Vertretern aus Politik und Gesellschaft begleitet. Bundespräsident Alexander Van der Bellen unterstreicht die Bedeutung dieses Programms mit einer persönlichen Grußbotschaft. Er hebt hervor, dass „Menschen mit Behinderungen unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten“ und ihre „Perspektiven, Erfahrungen und Visionen unverzichtbar“ sind.
Die Veranstaltung wird von Gemeinderätin Birgit Becker eröffnet, die in Vertretung des Bürgermeisters Matthias Stadler spricht. Die Moderation übernimmt Barbara Sima-Ruml, Vorstandsmitglied von Right Now. Diese Unterstützung zeigt, dass der Lehrgang nicht nur ein akademisches Projekt ist, sondern eine gesellschaftliche Bewegung, die von vielen Seiten getragen wird.
Die Studierenden selbst sind voller Enthusiasmus und Tatendrang. Rebekka Gottwald, eine der Teilnehmerinnen, sagt: „Ich will Führung so gestalten, dass Vielfalt selbstverständlich mitgedacht wird – und meine Perspektive dort einbringen, wo sie gebraucht wird.“ Ihre Kollegin Marlene Krubner ergänzt: „Bei allen Entscheidungen müssen die Perspektiven von behinderten Menschen selbstverständlich einbezogen werden – überall, wo sie getroffen werden.“
Josef Matthias Hasenbichler, ein weiterer Teilnehmer, betont: „Inklusion ist kein Zusatzprojekt – sie gehört zum Kern jeder Organisation und betrifft die ganze Gesellschaft.“ Diese Aussagen zeigen, dass die Studierenden nicht nur an ihrer persönlichen Entwicklung interessiert sind, sondern auch an der Transformation der gesamten Gesellschaft.
Der Lehrgang wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Oliver Koenig durchgeführt. Er erklärt: „Eine vielfältige und inklusive Führung muss selbstverständlich werden. Disability Leadership macht sie erfahrbar – durch echte Mitwirkung auf allen Ebenen.“ Diese praxisnahe Herangehensweise stellt sicher, dass die Teilnehmer nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch praktische Erfahrungen sammeln können.
Der Verein Right Now, Träger des Lehrgangs, wird vom Verein Licht ins Dunkel gefördert. Diese Unterstützung ist entscheidend, um das Programm einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Begleitend zur Bewerbungsphase wurde eine Awareness-Kampagne gestartet, die die Sichtbarkeit von Führungspersönlichkeiten mit Behinderungen stärken soll.
Mehr Informationen zum Lehrgang „Disability Leadership“ und zum Verein Right Now finden Sie auf suttneruni.at und vereinrightnow.at.
Der Lehrgang „Disability Leadership“ könnte der Beginn einer neuen Ära in der Führungskultur sein. Indem er Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit gibt, ihre Perspektiven und Erfahrungen in Führungsrollen einzubringen, trägt er zur Schaffung einer inklusiveren Gesellschaft bei. Diese neue Generation von Führungskräften wird nicht nur die Arbeitswelt verändern, sondern auch als Vorbilder für andere Menschen mit Behinderungen dienen.
Langfristig könnten Programme wie „Disability Leadership“ dazu beitragen, Barrieren abzubauen und eine Kultur der Inklusion zu fördern. Dies wäre nicht nur ein Gewinn für die betroffenen Personen, sondern für die gesamte Gesellschaft. Denn Vielfalt ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein Motor für Innovation und Fortschritt.