Zell am See war am vergangenen Wochenende nicht nur ein malerisches Reiseziel, sondern auch der Schauplatz eines bedeutenden Führungskongresses, der die Zukunft der Langzeitpflege in Österreich prägen könnte. Der Lebenswelt Heim Bundesverband und die Seniorenheime Salzburgs luden zu einem zweitägige
Zell am See war am vergangenen Wochenende nicht nur ein malerisches Reiseziel, sondern auch der Schauplatz eines bedeutenden Führungskongresses, der die Zukunft der Langzeitpflege in Österreich prägen könnte. Der Lebenswelt Heim Bundesverband und die Seniorenheime Salzburgs luden zu einem zweitägigen Event ein, das mit tiefgründigen Diskussionen und innovativen Ansätzen aufwartete. Unter dem Motto „Es liegt in unseren Händen!“ kamen 400 Führungskräfte aus ganz Österreich zusammen, um sich über die Herausforderungen und Chancen der Pflegebranche auszutauschen.
Bereits der Ort des Geschehens, der idyllische Zeller See, bot die perfekte Kulisse für den Austausch von Ideen und Inspirationen. Die Veranstaltung, die von der Arbeitsgemeinschaft SHS und dem Lebenswelt Heim Bundesverband organisiert wurde, zog Teilnehmer aus allen Ecken Österreichs an. Die hohe Teilnehmerzahl unterstrich die Relevanz der Themen, die in den kommenden Jahren die Branche maßgeblich beeinflussen werden.
Der Kongress begann mit einem inspirierenden Vortrag von Johannes Randolf, der den „Randolf-Effekt“ vorstellte. In seinem Keynote-Vortrag „Pflege neu gedacht“ forderte Randolf die Teilnehmer auf, von den Symptomen zu den Ursachen zu gehen und stets in Bewegung zu bleiben. Diese Philosophie könne sowohl auf den menschlichen Körper als auch auf die Pflegearbeit angewendet werden.
Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops und Diskussionsrunden teilzunehmen. Themen wie Positive Leadership, innovative Wege im Qualitätsmanagement und das klimafitte Pflegeheim standen dabei im Fokus. Diese zukunftsweisenden Themen wurden in einem interaktiven Setting präsentiert, das den Austausch von Erfahrungen und Expertisen förderte.
Ein emotionaler Höhepunkt des Kongresses war die Ehrung von Edgar Führer, einem Gründungsmitglied des Lebenswelt Heim Bundesverbandes. Führer, der seinen 85. Geburtstag feierte, wurde für seine jahrzehntelange Arbeit in der Altenpflege gewürdigt. Jakob Kabas, Präsident des Lebenswelt Heim Bundesverbandes, lobte Führers Engagement und seine zukunftsorientierte Arbeitsweise. „Edgar Führer ist ein Vorbild für uns alle. Seine Visionen und sein unermüdlicher Einsatz sind nachahmenswert“, so Kabas.
Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Rainer Holzinger. Unter dem Titel „Zuerst die Arbeit UND das Vergnügen“ betonte er die Bedeutung von Motivation in der Arbeitswelt. Holzinger erklärte, dass Führungskräfte nicht nur Animateure des Arbeitsalltags sind, sondern auch für die Schaffung motivationsfördernder Rahmenbedingungen verantwortlich sind.
Ein bemerkenswerter Beitrag kam von Katharina Munk, Susanne Schaller und Stephan Winkler von der FH Oberösterreich. Sie zeigten auf, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Betreuung von Menschen mit Demenz revolutionieren kann. Ihre Ausführungen verdeutlichten, dass KI, wenn sie verantwortungsbewusst eingesetzt wird, die Lebensqualität erheblich verbessern kann.
Der Kongress in Zell am See hat gezeigt, dass die Langzeitpflege vor einem Wandel steht. Die präsentierten Ideen und Ansätze können die Pflegebranche nachhaltig verändern. Experten sind sich einig, dass die Implementierung neuer Technologien und die Förderung von Innovationen entscheidend sein werden, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
Die Teilnehmer des Kongresses kehrten mit neuen Impulsen und Ideen in ihre Arbeitswelten zurück. Ulrich Eger, Vorsitzender der SHS – Salzburger Seniorenheime, fasste zusammen: „Unser Ziel war es, den Teilnehmern frische Impulse zu geben. Ich bin überzeugt, dass uns das gelungen ist.“
Der Führungskongress in Zell am See war ein voller Erfolg. Er zeigte, dass die Pflegebranche bereit ist, neue Wege zu gehen und sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Die Kombination aus inspirierenden Vorträgen, interaktiven Workshops und der idyllischen Umgebung des Zeller Sees machte die Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Teilnehmer sind nun gefordert, die gewonnenen Erkenntnisse in ihren Arbeitsalltag zu integrieren und so die Zukunft der Pflege aktiv mitzugestalten.