Die Welt der Energie steht vor einer Revolution, und sie beginnt genau hier in Österreich! Mit dem bahnbrechenden Projekt HighMag, das vom AIT Austrian Institute of Technology geleitet wird, startet eine europaweite Initiative zur Entwicklung von Batterien auf Magnesium-Basis. Diese Innovation könnt
Die Welt der Energie steht vor einer Revolution, und sie beginnt genau hier in Österreich! Mit dem bahnbrechenden Projekt HighMag, das vom AIT Austrian Institute of Technology geleitet wird, startet eine europaweite Initiative zur Entwicklung von Batterien auf Magnesium-Basis. Diese Innovation könnte die Art und Weise, wie wir Energie speichern und nutzen, für immer verändern.
Die Elektrifizierung von Verkehr und Energiesystemen nimmt rapide zu. Lithium-Ionen-Batterien (LIBs), die derzeitige Technologie der Wahl, stoßen jedoch an ihre Grenzen. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen wie Lithium, Kobalt und Nickel ist begrenzt, und die Preise steigen aufgrund geopolitischer Spannungen. Zudem gibt es Sicherheitsrisiken wie das thermische Durchgehen, unzureichende Recyclingprozesse und erhebliche ökologische sowie soziale Belastungen beim Rohstoffabbau.
Magnesium bietet hier eine vielversprechende Alternative. In der Erdkruste ist Magnesium etwa 1.000-mal häufiger als Lithium, was es zu einer kostengünstigen und sichereren Option macht. Seine theoretische Speicherkapazität ist ebenfalls beeindruckend und könnte die Zukunft der Energiespeicherung revolutionieren.
HighMag zielt darauf ab, zwei Hauptarchitekturen von Magnesium-Batterien zu entwickeln: Magnesium-Schwefel-Systeme mit Konversionskathoden und Magnesium-Metall-Systeme mit Insertionskathoden. Ein neuartiger, beschichteter Magnesium-Anodenwerkstoff wird in Pulverform entwickelt, um für beide Systeme geeignet zu sein.
Durch den Einsatz fortschrittlicher Charakterisierungsmethoden und iterativer Feedbackschleifen zwischen Materialentwicklung, Elektrolyt-Design und Zelltests soll der Technologiereifegrad von TRL 2 auf TRL 4 angehoben werden.
Als Koordinator übernimmt das AIT Austrian Institute of Technology nicht nur die Gesamtsteuerung, sondern auch Schlüsselaufgaben in der direkten Forschung und Entwicklung. Die Expertinnen und Experten des AIT arbeiten an:
Ein führender Wissenschaftler am AIT betont die Bedeutung: „Magnesium steht an der Spitze der nächsten Batteriegeneration. Unser Ziel ist es, die Technologie vom Labor bis zur Pilotproduktion voranzubringen – ein wichtiger Schritt für sichere und ressourcenschonende Energiespeicherlösungen, die Mobilität und Energiewende nachhaltig prägen werden.“
Ein zentrales Leitprinzip von HighMag ist Safe-and-Sustainable-by-Design (SSbD). Von der Materialentwicklung bis zum Recycling werden Umwelt- und Sicherheitsaspekte integriert. Parallel dazu legt das Projekt großen Wert auf industrielle Umsetzbarkeit: Die Technologien werden so entwickelt, dass sie mit bestehenden Produktionslinien für Lithium-Ionen-Batterien kompatibel sind. Damit schafft HighMag die Voraussetzungen für eine rasche Skalierung und eine strategische Stärkung der europäischen Batterieindustrie.
Das Projekt vereint 13 führende Institutionen aus Wissenschaft und Industrie in Europa und Israel, darunter renommierte Universitäten und Forschungsinstitute. Diese Zusammenarbeit soll Europas technologische Souveränität stärken und die Basis für eine nachhaltige und resiliente Energiezukunft schaffen.
Die Förderung erfolgt durch Horizon Europe, das größte EU-Forschungs- und Innovationsprogramm, und läuft über vier Jahre von 2025 bis 2029. Das Projekt zielt darauf ab, die industrielle Machbarkeit von Magnesium-Batterien zu demonstrieren und Europas Position in der globalen Batterieforschung zu stärken.
Die Auswirkungen auf den Alltag der Menschen könnten enorm sein. Magnesium-Batterien könnten nicht nur die Kosten für Elektrofahrzeuge senken, sondern auch die Reichweite und Sicherheit erhöhen. Dies würde die Akzeptanz von Elektroautos weiter fördern und einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten.
Darüber hinaus könnte die breite Verfügbarkeit und der kostengünstige Abbau von Magnesium die Abhängigkeit von geopolitisch unsicheren Lieferketten verringern und die Preisstabilität von Batterien gewährleisten. Dies würde nicht nur den Verbrauchern zugutekommen, sondern auch die europäische Wirtschaft stärken.
Die Zukunft der Energieversorgung ist vielversprechend, und Projekte wie HighMag stehen an der Spitze dieser Entwicklung. Während die Forschung weiter voranschreitet, bleibt die Frage, wie schnell diese Technologien in den Massenmarkt integriert werden können. Experten sind jedoch optimistisch, dass Magnesium-Batterien in den nächsten zehn Jahren eine zentrale Rolle in der Energieversorgung spielen werden.
Ein führender Forscher prognostiziert: „In den nächsten Jahren werden wir einen signifikanten Anstieg der Nachfrage nach nachhaltigen Batterielösungen sehen. Magnesium bietet eine vielversprechende Antwort auf diese Nachfrage, und wir sind zuversichtlich, dass es die Energielandschaft nachhaltig verändern wird.“
Die Reise hat gerade erst begonnen, und die Möglichkeiten sind endlos. Die Welt schaut gespannt nach Österreich, wo die Zukunft der Energie bereits heute beginnt.