Am 4. Juni 2025 wurde in Wien-Penzing der Startschuss für ein Bauprojekt gegeben, das nicht nur die lokale Architektur, sondern auch die Art und Weise, wie wir über Wohnen denken, revolutionieren könnte. Der Spatenstich für das Projekt 'LIVING FOR FUTURE' markiert den Beginn einer neuen Ära des nach
Am 4. Juni 2025 wurde in Wien-Penzing der Startschuss für ein Bauprojekt gegeben, das nicht nur die lokale Architektur, sondern auch die Art und Weise, wie wir über Wohnen denken, revolutionieren könnte. Der Spatenstich für das Projekt 'LIVING FOR FUTURE' markiert den Beginn einer neuen Ära des nachhaltigen und selbstverwalteten Wohnens.
Das Projekt, das aus einem Bauträgerwettbewerb des wohnfonds_wien hervorgegangen ist, wurde in Zusammenarbeit mit den renommierten Architekten schmidt-colinet · schmoeger entwickelt. Es soll bis Ende 2026 rund 930 Quadratmeter an Wohnraum schaffen, der nicht nur nachhaltig, sondern auch leistbar und selbstverwaltet ist.
Die Planung umfasst zwei Gebäude, die zwischen der Hütteldorfer Straße und der Felbigergasse errichtet werden. Diese sollen nicht nur Wohnraum bieten, sondern auch durch Gemeinschaftsflächen, einen Garten und ein Ladenlokal das soziale Miteinander fördern. Besonders das Ladenlokal wird als Bereicherung für die Nachbarschaft angesehen, da es neue wirtschaftliche Impulse setzen könnte.
Das Konzept des Projekts basiert auf einem selbstverwalteten Modell, das Teil des solidarischen Dachverbands habiTAT ist. Dies bedeutet, dass die Wohnräume bis mindestens 2101 unverkäuflich bleiben, was langfristige Stabilität und Sicherheit für die Bewohner gewährleistet. Finanziert wird das Projekt teilweise durch Direktkredite von Kleinanlegern, die insgesamt 1,1 Millionen Euro beigesteuert haben. Diese Form der Finanzierung ermöglicht es Bürgern, ihr Geld in ein nachvollziehbares und nachhaltiges Projekt zu investieren und somit aktiv am Wandel teilzuhaben.
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element des Projekts. Die Bauweise und die verwendeten Materialien sind darauf ausgerichtet, den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Dies ist nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch ein wichtiger Faktor, um die Betriebskosten für die Bewohner niedrig zu halten.
Ein weiterer Aspekt der Nachhaltigkeit ist die soziale Komponente. Durch das selbstverwaltete Modell wird den Bewohnern ein hohes Maß an Selbstbestimmung und Verantwortung übertragen, was zu einem starken Gemeinschaftsgefühl und einer hohen Lebensqualität beitragen kann.
Während Wien mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle einnimmt, gibt es ähnliche Ansätze auch in anderen österreichischen Bundesländern. In Vorarlberg beispielsweise existieren bereits mehrere Wohnprojekte, die auf genossenschaftliche Modelle setzen. Diese Projekte haben gezeigt, dass das Interesse an nachhaltigen und gemeinschaftlich organisierten Wohnformen stetig wächst.
Ein Blick über die Landesgrenzen hinaus zeigt, dass auch in Deutschland und der Schweiz ähnliche Entwicklungen zu beobachten sind. Insbesondere in urbanen Ballungszentren wird der Bedarf an leistbarem und nachhaltigem Wohnraum immer größer.
Für die Bürger von Wien-Penzing bedeutet das Projekt 'LIVING FOR FUTURE' nicht nur eine Aufwertung des Stadtteils, sondern auch die Möglichkeit, Teil einer innovativen Wohnform zu werden. Besonders für junge Familien und Menschen mit mittlerem Einkommen stellt das Projekt eine attraktive Alternative zum herkömmlichen Wohnungsmarkt dar.
Die Integration von Gemeinschaftsflächen und einem Ladenlokal fördert zudem das soziale Miteinander und stärkt die lokale Wirtschaft. Dies könnte langfristig zu einer höheren Lebensqualität und einem stärkeren Zusammengehörigkeitsgefühl in der Nachbarschaft führen.
Dr. Martina Huber, eine Expertin für nachhaltiges Bauen an der Technischen Universität Wien, kommentierte: 'Das Projekt 'LIVING FOR FUTURE' könnte als Blaupause für zukünftige Bauvorhaben in ganz Österreich dienen. Es zeigt, dass nachhaltiges Bauen nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist.'
Ein Vertreter des wohnfonds_wien fügte hinzu: 'Wir sind stolz darauf, ein solch innovatives Projekt in unserem Portfolio zu haben. Es zeigt, dass Wien auf dem richtigen Weg ist, umweltfreundliche und sozialverträgliche Lösungen für den Wohnraummangel zu finden.'
Die Zukunft des Wohnens könnte durch Projekte wie 'LIVING FOR FUTURE' maßgeblich geprägt werden. Durch die Kombination von Nachhaltigkeit, sozialer Verantwortung und ökonomischer Machbarkeit wird ein neuer Standard gesetzt, der auch in anderen Städten Nachahmer finden könnte.
Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach solchen Wohnformen in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Dies könnte zu einer verstärkten Förderung durch öffentliche Mittel und einer Ausweitung des Angebots führen.
Das Projekt wird auch durch die Wohnbauförderung des Landes Wien unterstützt, was die Bedeutung solcher Bauvorhaben für die Stadtpolitik unterstreicht. Die Förderung nachhaltiger Wohnprojekte ist ein zentraler Bestandteil der städtischen Entwicklungsstrategie, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.
Politische Entscheidungsträger sehen in solchen Projekten eine Möglichkeit, den Wohnraummangel zu bekämpfen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dies ist besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Klimaziele von großer Bedeutung.
Das Projekt 'LIVING FOR FUTURE' in Wien-Penzing ist ein wegweisendes Beispiel für nachhaltiges und zukunftsfähiges Wohnen. Es kombiniert ökonomische, ökologische und soziale Aspekte auf innovative Weise und könnte als Modell für zukünftige Bauvorhaben dienen. Die Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft und die Stadtentwicklung sind vielversprechend und könnten Wien als Vorreiter im nachhaltigen Wohnbau etablieren.