Eine 24-jährige Salzburgerin steht im Rampenlicht der internationalen Politik: Katharina Reisenbauer nimmt als UN-Jugenddelegierte der Bundesjugendvertretung an der 70. Sitzung der UN-Frauenstatuskommission in New York teil.
Eine 24-jährige Salzburgerin steht im Rampenlicht der internationalen Politik: Katharina Reisenbauer nimmt als UN-Jugenddelegierte der Bundesjugendvertretung an der 70. Sitzung der UN-Frauenstatuskommission in New York teil. Bis zum 19. März findet die Sitzung statt. Reisenbauer bringt dabei die Stimme der österreichischen Jugend ein und macht auf ein Problem aufmerksam, das viele junge Frauen betrifft: den frühen Vertrauensverlust in das Rechtssystem.
Am Montagnachmittag hielt die Public Policy-Studentin beim interaktiven Jugenddialog der Konferenz ein Statement. Ihre zentrale Botschaft: „Viele junge Frauen verlieren das Vertrauen nicht erst vor Gericht, sondern schon in der Schule, im Studium oder im Beruf.“ Diese Aussage betont, dass Erfahrungen wie toleriertes Fehlverhalten von Buben oder Beschwerden über sexuelle Belästigung, die ohne Folgen bleiben, dazu beitragen können, dass Vertrauen verloren geht.
Reisenbauer sagte: „Um es wiederherzustellen, braucht es umfassende Maßnahmen wie gendersensible Bildung, leicht zugängliche Informationen über Rechte und auch wirksame Beschwerdemechanismen.“
Besonders betroffen sind junge Frauen, die bereits mit anderen Barrieren kämpfen. Reisenbauer verdeutlicht dies am Beispiel von Frauen mit Behinderungen: „Viele junge Frauen mit Behinderungen haben zum Beispiel kaum Zugang zu Informationen über ihre Rechte, weil diese nicht barrierefrei bereitgestellt werden.“
Reisenbauer weist außerdem auf Sprachbarrieren hin, die den Zugang zum Justizsystem erschweren können. „Wenn wir wollen, dass Frauen und Mädchen das Rechtssystem uneingeschränkt nutzen können, müssen wir von Anfang an auch die richtigen Voraussetzungen schaffen“, betont die Salzburgerin.
Die Bundesjugendvertretung setzt sich für Jugendbeteiligung auf allen politischen Ebenen ein und ermöglicht seit 2012 jungen Menschen im Rahmen eines eigenen UN-Jugenddelegiertenprogramms, internationale Politik mitzugestalten. Das Mandat läuft jeweils zwei Jahre. Höhepunkte sind Teilnahmen an Sitzungen verschiedener Gremien der Vereinten Nationen sowie an der UN-Generalversammlung in New York.
Die UN-Jugenddelegierte Katharina Reisenbauer ist 24 Jahre alt, kommt aus Salzburg und studiert Public Policy. Neben der Gleichstellung von Mädchen und Frauen widmet sie sich auch Themen wie nachhaltiger Entwicklung.
Portraits von Katharina Reisenbauer stehen hier zum Download bereit: https://bjv.at/ueber-die-bjv/presse/
Die Live-Übertragung des Statements von Katharina Reisenbauer (ab ca. 20:00 Uhr MEZ) ist hier zu finden: www.webtv.un.org/en