Ein Aufschrei geht durch Tirol: Der Schweizer Pharmariese Sandoz plant den massiven Abbau von bis zu 180 Arbeitsplätzen am Standort Kundl. Was besonders bitter aufstößt: Das Unternehmen hat über Ja...
Der Generika-Hersteller Sandoz in Kundl plant nach Angaben des Unternehmens den Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen; der Betriebsrat spricht von bis zu 180 betroffenen Stellen. SPÖ-Gesundheitssprecher Rudolf Silvan kritisiert dies als inakzeptabel und fordert von Sandoz "Fairplay, und nicht Förderungen kassieren und dann Arbeitsplätze abbauen".
Während Sandoz von rund 100 betroffenen Stellen spricht, geht der Betriebsrat von bis zu 180 gefährdeten Arbeitsplätzen aus.
Silvan weist darauf hin, dass der Standort in Kundl mit erheblichen öffentlichen Förderungen und Investitionen unterstützt worden sei. Er erwartet sich klare Antworten des Unternehmens und des Verbands der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) und unterstützt die Forderung des Tiroler Landeshauptmannstellvertreters und SPÖ-Vorsitzenden Philip Wohlgemuth nach raschen Gesprächen zwischen der Konzernleitung, dem Betriebsrat und der Politik. "Das gemeinsame Ziel muss es sein, Arbeitsplätze zu sichern, den Standort zu sichern und zu verhindern, dass zentrale Teile des Pharmastandorts Tirol schrittweise ins Ausland verlagert werden," so Silvan.
Silvan warnt außerdem, dass auf die Verlagerung der Forschung auch die der Produktion folgen könnte. Er erwartet klare Antworten nicht nur vom Unternehmen, sondern auch vom Pharmig.