Pharmakonzern setzt mit strukturierten Prozessen und transparenten Gehaltsbändern neue Maßstäbe bei Gleichstellung
Der Pharmakonzern Sanofi Österreich hat die vollständige Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern erreicht und setzt damit ein starkes Zeichen für Gleichstellung.
In einer Zeit, in der die Diskussion um Lohngerechtigkeit und Gleichstellung am Arbeitsplatz in Österreich intensiver denn je geführt wird, setzt ein Unternehmen ein bemerkenswertes Zeichen: Sanofi Österreich hat nach eigenen Angaben eine Gender Pay Gap von null Prozent erreicht. Das bedeutet, dass Frauen und Männer bei gleicher Verantwortung und Qualifikation exakt dasselbe verdienen.
"Gleichstellung ist für uns kein Imagethema, sondern eine Führungsaufgabe", erklärt Markus Isenmann, Geschäftsführer von Sanofi Österreich. Diese klare Haltung der Unternehmensführung manifestiert sich in konkreten Maßnahmen und messbaren Ergebnissen.
Der Pharmakonzern hat klar definierte und strukturierte Prozesse in der Gehaltsfindung, Personalentwicklung und Führung implementiert. Diese systematische Herangehensweise ermöglicht es, Entscheidungen transparent und nachvollziehbar zu treffen, wodurch unbewusste Voreingenommenheit minimiert wird.
Die von Sanofi Österreich veröffentlichten Kennzahlen sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, wie konsequent Chancengleichheit im Unternehmen umgesetzt wird:
Ein besonders bemerkenswerter Aspekt ist die Zusammensetzung des Leadership- und Strategieboards: Hier herrscht eine perfekte 50:50-Verteilung zwischen Frauen und Männern. Diese Führungskräfte tragen die Verantwortung für Umsatz und Unternehmensstrategie – und damit für die wichtigsten strategischen Entscheidungen des Unternehmens.
Zwischen 2023 und 2026 wurden 19 Leadership-Positionen neu besetzt. In mehr als der Hälfte dieser Fälle wurden Frauen eingestellt oder aktiv im Succession Planning berücksichtigt. Diese Zahlen belegen, dass Frauen nicht nur gleichberechtigt, sondern sogar überproportional bei Führungspositionen zum Zug kommen.
Noch deutlicher wird dieser Trend bei den Beförderungen: 53,8 Prozent aller Beförderungen im Zeitraum von 2023 bis 2026 gingen an Frauen. Konkret wurden 13 Frauen und 7 Männer befördert – ein klares Signal dafür, dass weibliche Talente im Unternehmen erkannt und gefördert werden.
Ein weiterer wichtiger Baustein für die Gleichstellung ist die Flexibilität in der Arbeitsorganisation. Bei Sanofi Österreich sind Führungsrollen auch in Teilzeit möglich. Diese Regelung ermöglicht es insbesondere Frauen, Familie und Karriere miteinander zu vereinbaren, ohne auf Führungsverantwortung verzichten zu müssen.
"Faire Bezahlung ist für uns keine Frage des Geschlechts, sondern der Rolle, Verantwortung und Qualifikation", betont Anita Widmann, People Director AT. Diese Philosophie wird durch transparente Gehaltsbänder und regelmäßige Reviews sichergestellt.
Das Unternehmen überprüft regelmäßig seine Gehaltsstrukturen, um sicherzustellen, dass die Gender Pay Gap von null Prozent dauerhaft erhalten bleibt. Diese systematische Herangehensweise stellt sicher, dass Gleichstellung kein Zufall ist, sondern das Ergebnis bewusster und strukturierter Personalarbeit.
Die Zahlen zur Gesamtbelegschaft unterstreichen die Attraktivität von Sanofi Österreich als Arbeitgeber für Frauen: Rund 70 Prozent der Belegschaft am österreichischen Standort sind weiblich, wobei über 60 Prozent einen Hochschulabschluss haben. Diese hohe Akademikerinnenquote spiegelt die anspruchsvolle und wissenschaftliche Ausrichtung der Tätigkeiten wider.
Akademikerinnen arbeiten bei Sanofi Österreich in zentralen Unternehmensbereichen und tragen maßgeblich zum Erfolg bei. Sie sind in den Bereichen General Medicines, Regulatory Affairs, Market Access, Pharmacovigilance sowie Marketing und Produktmanagement tätig.
In diesen Positionen übernehmen sie Verantwortung für wissenschaftliche Qualität, Patientensicherheit, den Zugang zu innovativen Therapien sowie für zentrale strategische Entscheidungen. Dies zeigt, dass Frauen nicht nur gleichberechtigt vertreten sind, sondern auch in den wichtigsten Bereichen des Pharmageschäfts entscheidende Rollen spielen.
Das Beispiel von Sanofi Österreich könnte Signalwirkung für andere Unternehmen in Österreich haben. Während die Gender Pay Gap in Österreich laut Statistik Austria noch immer bei etwa 12,7 Prozent liegt, zeigt Sanofi, dass eine vollständige Lohngleichheit durchaus erreichbar ist.
Die strukturierten Prozesse und transparenten Entscheidungswege, die Sanofi implementiert hat, könnten als Blaupause für andere Unternehmen dienen. Besonders in der wissensintensiven Pharmaindustrie, wo hochqualifizierte Fachkräfte knapp sind, kann Lohngerechtigkeit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bei der Talentakquisition sein.
"Faire Bezahlung, transparente Entscheidungen und gleiche Entwicklungschancen sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass wir als Unternehmen langfristig erfolgreich und zukunftsfähig bleiben", so Geschäftsführer Isenmann. Diese Aussage verdeutlicht, dass Gleichstellung nicht nur eine ethische, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist.
Unternehmen, die Diversität und Gleichstellung ernst nehmen, können auf einen größeren Talentpool zugreifen und profitieren von unterschiedlichen Perspektiven und Denkweisen. Studien zeigen, dass diverse Teams oft innovativer und erfolgreicher sind.
Sanofi ist ein forschendes Biopharma-Unternehmen, das künstliche Intelligenz anwendet und sich dafür einsetzt, das Leben der Menschen zu verbessern. Mit Teams in mehr als 100 Ländern arbeitet das Unternehmen daran, die medizinische Praxis zu verändern und damit das Unmögliche möglich zu machen.
Das Unternehmen bietet weltweit Millionen von Menschen lebensrettende Impfstoffe und Behandlungsoptionen an, die das Potenzial haben, das Leben zu verbessern. Dabei stellt Sanofi Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt seines Handelns – ein Ansatz, der sich auch in der Personalpolitik widerspiegelt.
Das Beispiel Sanofi Österreich zeigt, dass eine Gender Pay Gap von null Prozent durchaus erreichbar ist, wenn Unternehmen strukturiert und konsequent vorgehen. Die Kombination aus transparenten Gehaltsbändern, regelmäßigen Überprüfungen und einer klaren Haltung der Unternehmensführung scheint der Schlüssel zum Erfolg zu sein.
Für andere Unternehmen in Österreich könnte dies als Ansporn dienen, ihre eigenen Gehalts- und Beförderungsstrukturen zu überdenken. In Zeiten des Fachkräftemangels wird Lohngerechtigkeit zunehmend zu einem wichtigen Faktor bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung.
Die Zahlen von Sanofi Österreich belegen eindrucksvoll, dass Gleichstellung und wirtschaftlicher Erfolg sich nicht ausschließen, sondern vielmehr ergänzen. Dies könnte anderen Unternehmen Mut machen, ähnliche Wege einzuschlagen und damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Lohngerechtigkeit in Österreich zu leisten.