Die österreichische Energiebranche zittert! Der Energieriese VERBUND AG meldet einen dramatischen Rückgang der Gewinne im ersten Quartal 2025. Schuld daran ist ein massiver Wassermangel, der die Stromproduktion aus Wasserkraftwerken stark beeinträchtigt hat. Was bedeutet das für die Zukunft des Unte
Die österreichische Energiebranche zittert! Der Energieriese VERBUND AG meldet einen dramatischen Rückgang der Gewinne im ersten Quartal 2025. Schuld daran ist ein massiver Wassermangel, der die Stromproduktion aus Wasserkraftwerken stark beeinträchtigt hat. Was bedeutet das für die Zukunft des Unternehmens und die Strompreise?
Der Energiekonzern VERBUND AG hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2025 einen deutlichen Rückgang seiner Gewinne verzeichnet. Das EBITDA, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, fiel um satte 18,1% auf 723,9 Millionen Euro. Noch dramatischer ist der Rückgang des Gruppenergebnisses, das um 21,6% auf 396,7 Millionen Euro sank. Diese alarmierenden Zahlen sind auf einen extrem niedrigen Wasserstand zurückzuführen, der die Stromproduktion aus Wasserkraftwerken erheblich reduziert hat.
Der sogenannte Hydro-Koeffizient, ein Maß für die Wasserverfügbarkeit in den Flüssen, fiel auf 0,83 und lag damit 46 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 1,29. Das ist sogar 17 Prozentpunkte niedriger als der langjährige Durchschnitt. Diese Trockenheit hat zu einem Rückgang der Stromerzeugung aus Laufwasserkraftwerken geführt, die um 2.425 Gigawattstunden auf 5.468 Gigawattstunden sank.
Trotz der düsteren Zahlen gibt es auch Lichtblicke: Höhere Verkaufspreise für den erzeugten Strom konnten den Gewinneinbruch etwas abfedern. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Strom aus Wasserkraft stieg um 8,7 Euro pro Megawattstunde auf 126,8 Euro. Dieser Preisanstieg ist auf frühe Verkaufsentscheidungen zurückzuführen, die VERBUND in Zeiten sehr hoher Großhandelspreise für Strom getroffen hatte.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die stabile Entwicklung im Endkundenbereich sowie der Anstieg bei Flexibilitätsprodukten, die um 39% auf 58,3 Millionen Euro zulegten. Diese Faktoren trugen ebenfalls zur Stabilisierung der Einnahmen bei. Doch wie sieht die Zukunft aus? VERBUND hat seine Prognose für das Jahr 2025 angepasst und erwartet ein EBITDA zwischen 2,7 und 3,2 Milliarden Euro. Auch die geplante Ausschüttungsquote soll zwischen 45% und 55% des Gruppenergebnisses liegen, das auf 1,35 bis 1,7 Milliarden Euro geschätzt wird.
Weitere Informationen und der vollständige Zwischenbericht sind auf der Website von VERBUND verfügbar.