Ein Asia-Restaurant im noblen Wiener Bezirk Döbling wurde am 15. Oktober 2025 von den Behörden geschlossen. Die Schließung erfolgte nach einer Kontrolle durch das Einsatzteam der Stadt Wien, die auf einen Hinweis der Landespolizeidirektion Wien (LPD-Wien) hin durchgeführt wurde. Die festgestellten h
Ein Asia-Restaurant im noblen Wiener Bezirk Döbling wurde am 15. Oktober 2025 von den Behörden geschlossen. Die Schließung erfolgte nach einer Kontrolle durch das Einsatzteam der Stadt Wien, die auf einen Hinweis der Landespolizeidirektion Wien (LPD-Wien) hin durchgeführt wurde. Die festgestellten hygienischen Missstände waren so gravierend, dass eine sofortige Schließung unumgänglich war.
Bei der Kontrolle wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Besonders erschreckend war der erhebliche Schädlingsbefall. Mäuse hatten sich in den Räumlichkeiten des Restaurants breitgemacht, was nicht nur ein Hygieneproblem darstellt, sondern auch eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung für die Gäste bedeutet.
Zusätzlich zu den hygienischen Mängeln entdeckten die Kontrolleure eine illegale Produktionsstätte für Teigtascherl. Diese war weder von der Bau- noch von der Gewerbebehörde genehmigt. Solche Einrichtungen müssen strengen Auflagen genügen, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten. In diesem Fall wurden diese Auflagen in eklatanter Weise missachtet.
Ein weiterer Punkt der Kritik war die Veränderung der Raumaufteilung des Restaurants ohne behördliche Genehmigung. Solche Änderungen können die Sicherheit der Räumlichkeiten beeinträchtigen und sind daher genehmigungspflichtig. Die Behörden haben einen Rückbau der Änderungen angeordnet.
Die Schließung des Restaurants erfolgte unverzüglich, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Der Betreiber sieht sich nun mit mehreren Anzeigen konfrontiert, sowohl wegen der hygienischen Missstände als auch wegen Verstößen gegen die Gewerbe- und Bauordnung. Diese Anzeigen können empfindliche Strafen nach sich ziehen.
Walter Hillerer, der Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, betonte die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der LPD-Wien. „Die Sicherheit und Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten haben oberste Priorität. Bei derart massiven Verstößen ist eine sofortige Betriebsschließung unumgänglich“, erklärte Hillerer.
Fälle von Hygieneverstößen in der Gastronomie sind nicht neu. Bereits in der Vergangenheit gab es ähnliche Vorfälle, die jedoch selten in solch einer Dramatik enden. In anderen Bundesländern Österreichs gab es ebenfalls Fälle, bei denen Restaurants wegen Hygienemängeln geschlossen wurden, jedoch oft mit weniger gravierenden Verstößen.
Ein Vergleich mit einem ähnlichen Fall in Salzburg im Jahr 2020 zeigt, dass die Behörden damals ebenfalls schnell handelten, jedoch waren die Verstöße weniger umfangreich. Der Betreiber des Salzburger Restaurants konnte nach Beseitigung der Mängel und Zahlung einer Strafe den Betrieb wieder aufnehmen.
Die Schließung eines Restaurants hat nicht nur Auswirkungen auf die Betreiber, sondern auch auf die Gäste und die lokale Wirtschaft. Viele Stammgäste sind nun gezwungen, sich nach Alternativen umzusehen, was insbesondere für Menschen mit speziellen Ernährungsgewohnheiten eine Herausforderung darstellen kann. Zudem verlieren die Angestellten des Restaurants vorübergehend ihre Arbeitsplätze, was finanzielle Unsicherheiten mit sich bringt.
Ein Experte für Lebensmittelhygiene erklärt, dass solche Schließungen notwendig sind, um die öffentliche Gesundheit zu schützen. „Die Einhaltung von Hygienestandards ist unerlässlich, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Gerade in der Gastronomie, wo täglich viele Menschen zusammenkommen, müssen diese Standards streng überwacht werden.“
Für die Zukunft bleibt abzuwarten, ob der Betreiber des geschlossenen Restaurants die Möglichkeit erhält, nach Behebung der Mängel und Erfüllung aller behördlichen Auflagen wieder zu eröffnen. Solche Prozesse können jedoch langwierig sein und sind mit erheblichen Kosten verbunden.
Die Stadt Wien wird weiterhin verstärkt Kontrollen durchführen, um sicherzustellen, dass alle Gastronomiebetriebe die vorgeschriebenen Hygienestandards einhalten. Diese Maßnahmen sind notwendig, um das Vertrauen der Bürger in die Gastronomie zu erhalten und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
In der Politik wird die Frage nach der Häufigkeit und Intensität der Kontrollen immer wieder diskutiert. Einige Politiker fordern strengere Maßnahmen und häufigere Kontrollen, um solche Vorfälle zu verhindern. Andere hingegen warnen vor einer Überregulierung, die vor allem kleinere Betriebe in ihrer Existenz bedrohen könnte.
Die aktuellen Ereignisse in Döbling könnten die Diskussionen neu entfachen und zu einer Verschärfung der Kontrollen führen. Die Stadt Wien wird sich in den kommenden Wochen mit den betroffenen Parteien zusammensetzen, um mögliche Maßnahmen zu erörtern.
Die vollständige Pressemitteilung der Stadt Wien kann unter diesem Link eingesehen werden.