In einer überraschenden Enthüllung deckt der jüngste Greenpeace-Marktcheck auf, dass Recycling bei Klopapier in Österreich oft verschwiegen wird. Diese Untersuchung, die am 11. September 2025 veröffentlicht wurde, wirft ein beunruhigendes Licht auf die Praktiken der Klopapier-Industrie, die sich in
In einer überraschenden Enthüllung deckt der jüngste Greenpeace-Marktcheck auf, dass Recycling bei Klopapier in Österreich oft verschwiegen wird. Diese Untersuchung, die am 11. September 2025 veröffentlicht wurde, wirft ein beunruhigendes Licht auf die Praktiken der Klopapier-Industrie, die sich in den Regalen unserer Supermärkte und Drogerien abspielen. Trotz eines tatsächlichen Anteils von rund 40 Prozent an recyceltem Klopapier, wird nur bei acht Prozent der Produkte angegeben, dass sie umweltfreundliches Recycling-Papier sind.
Der Marktcheck von Greenpeace zeigt auf, dass umweltschonend hergestelltes Klopapier schwer zu finden ist. Die Umweltschutzorganisation kritisiert, dass Hersteller lieber mit Greenwashing-Aussagen zur teilweise recycelten Plastikverpackung werben, anstatt die Vorteile von Recycling-Papier hervorzuheben. Recycling-Papier spart im Vergleich zu Frischfaserpapier wertvolle Ressourcen: Etwa ein Viertel weniger Wasser und 70 Prozent weniger Energie werden benötigt, und zusätzlich ein Zehntel der CO2-Emissionen eingespart.
Verbraucher können recyceltes Klopapier durch Angaben wie „100 Prozent Recycling-Papier“ auf der Verpackung oder durch vertrauenswürdige Gütesiegel wie den „Blauen Engel“ oder das „Österreichische Umweltzeichen“ erkennen. Allerdings kritisiert Greenpeace, dass das EU-Ecolabel auch Frischfasern zulässt, was bedeutet, dass Recycling keine zwingende Vorgabe ist.
Viele Produkte schmücken sich mit einem grünen Mascherl durch Werbung, die sich nur auf die Verpackung bezieht. „Recyclierbare Verpackung“ bedeutet lediglich, dass Wiederverwertung theoretisch möglich ist, was in Österreich jedoch meist nicht umgesetzt wird. Oft sind diese Verpackungen nur mit geringem Anteil an Altplastik hergestellt. Zusätzlich enthalten viele Produkte unnötige Duft- und Farbstoffe, die problematisch für Umwelt und Gesundheit sind.
Ein fiktiver Experte kommentiert: „Die fehlende Transparenz in der Klopapierbranche ist alarmierend. Es ist an der Zeit, dass sowohl Hersteller als auch Händler Verantwortung übernehmen und den Verbrauchern die Wahl für umweltfreundliche Produkte erleichtern.“ Greenpeace fordert vom Handel und den Herstellern mehr recyceltes Klopapier und vor allem die Kennzeichnung von umweltschonendem Altpapier.
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, in denen Recycling-Klopapier stärker gefördert wird, hinkt Österreich hinterher. In Deutschland beispielsweise ist der Anteil von recyceltem Klopapier höher, da dort striktere Vorgaben für die Kennzeichnung und den Verkauf solcher Produkte existieren.
Die verstärkte Nutzung von Recycling-Klopapier könnte nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Eine erhöhte Nachfrage nach Recycling-Papier könnte die Produktionskosten senken und gleichzeitig neue Arbeitsplätze in der Recycling-Industrie schaffen.
Verbraucher können einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem sie bewusst zu recyceltem Klopapier greifen. Der Ratgeber „Zeichen-Tricks“ von Greenpeace zeigt, welche Gütesiegel wirklich halten, was sie versprechen. „Recycling ist bei Klopapier die beste Wahl – erkennbar ist es am ‚Blauen Engel‘ und dem ‚Österreichischen Umweltzeichen‘. Wer dazu greift, schont unsere Wälder und verzichtet auf unnötige Chemie wie Duft- oder Farbstoffe“, so ein Greenpeace-Sprecher.
Für die Zukunft ist eine verstärkte Sensibilisierung der Verbraucher notwendig, damit sie die Vorteile von Recycling-Klopapier erkennen und nutzen. Greenpeace plant, weiterhin Druck auf Hersteller und Händler auszuüben, damit diese ihre Kennzeichnungspolitik überdenken und transparenter gestalten.
Die vollständige Pressemitteilung und weiterführende Informationen finden Sie auf der Greenpeace-Website.