Wien (OTS) - Zum internationalen Tag der Fische am 22. August erinnert Greenpeace an die zentrale Bedeutung gesunder Meere. Die Realität ist besorgniserregend: Mehr als ein Drittel der weltweiten Fischbestände sind überfischt und viele weitere stehen am Limit. Doch es gibt Hoffnungsschimmer am Horiz
Wien (OTS) - Zum internationalen Tag der Fische am 22. August erinnert Greenpeace an die zentrale Bedeutung gesunder Meere. Die Realität ist besorgniserregend: Mehr als ein Drittel der weltweiten Fischbestände sind überfischt und viele weitere stehen am Limit. Doch es gibt Hoffnungsschimmer am Horizont, denn Erfolge wie das UN-Hochseeschutzabkommen zeigen, dass der jahrelange Einsatz von Greenpeace Wirkung entfalten kann und politische Veränderungen möglich sind.
Die Meere sind die Lungen unseres Planeten, sie produzieren über 50% des Sauerstoffs, den wir atmen. Doch laut jüngsten Berichten sind über 30% der globalen Fischbestände überfischt. Was bedeutet das? Überfischung tritt auf, wenn Fischarten schneller gefangen werden, als sie sich reproduzieren können. Dies führt zu einem Rückgang der Bestände, was nicht nur die Artenvielfalt bedroht, sondern auch die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen weltweit.
Die Geschichte der Überfischung reicht weit zurück. Schon im Mittelalter wurden bestimmte Fischarten, wie der Kabeljau, in Europa stark befischt. Die industrielle Revolution brachte jedoch eine massive Ausweitung der Fischereiaktivitäten mit sich. Mit der Einführung von Schleppnetzen und modernen Fangtechniken in den 1950er Jahren stieg die Fischerei auf ein neues Niveau. Die Fischbestände konnten nicht mehr mithalten, und viele Arten wurden stark dezimiert.
Greenpeace ist seit Jahrzehnten an vorderster Front, wenn es darum geht, die Meere zu schützen. Durch Kampagnen und Aktionen hat die Organisation immer wieder auf die Gefahren der Überfischung hingewiesen. Ein Meilenstein in diesen Bemühungen war das 2023 beschlossene UN-Hochseeschutzabkommen, das nun kurz vor dem Inkrafttreten steht. Dieses Abkommen wird große Schutzgebiete schaffen, in denen Fische wandern, laichen und ihre Bestände regenerieren können.
Greenpeace fordert die österreichische Bundesregierung auf, das Hochseeschutzabkommen rasch zu ratifizieren. Warum ist das wichtig? Obwohl Österreich kein Meer hat, spielt es als Mitglied der EU eine wichtige Rolle in der internationalen Politik. Durch die Ratifizierung kann Österreich ein Zeichen setzen und andere Länder ermutigen, ebenfalls zu handeln.
Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass der Fisch, den sie konsumieren, oft aus überfischten Beständen stammt. In der Sommerzeit wird gerade wieder vermehrt Fisch konsumiert – etwa an beliebten Reisezielen oder beim Grillfest. Der vermeintlich regionale „Fang des Tages“ täuscht oft über die tatsächliche Herkunft hinweg: Viele Fänge stammen aus Beständen, die längst überfischt sind.
Die gute Nachricht ist, dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann. Hier sind einige Schritte, die Sie unternehmen können:
Wenn wir jetzt handeln, können wir die Meere retten. Experten sind sich einig, dass sich Fischbestände erholen können, wenn ihnen genügend Zeit und Raum zur Regeneration gegeben wird. Das UN-Hochseeschutzabkommen ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist nur der Anfang. Weitere Maßnahmen sind notwendig, um die Artenvielfalt und die Gesundheit unserer Ozeane für kommende Generationen zu sichern.
Die Ozeane sind ein kostbares Erbe, das wir nicht aufs Spiel setzen dürfen. Die Zeit zu handeln ist jetzt. Die Weltgemeinschaft muss zusammenkommen, um sicherzustellen, dass unsere Meere geschützt werden und dass wir in einer nachhaltigen Zukunft leben können.
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