Am 18. November 2025 wurde in Wien eine neue Kampagne vorgestellt, die das Thema Selbstbestimmung am Lebensende in den Mittelpunkt rückt. Das CS Hospiz Wien, in Zusammenarbeit mit der Kreativagentur NIKELS, hat die Kampagne „Ich darf alles“ ins Leben gerufen. Diese Initiative hebt die Bedeutung der
Am 18. November 2025 wurde in Wien eine neue Kampagne vorgestellt, die das Thema Selbstbestimmung am Lebensende in den Mittelpunkt rückt. Das CS Hospiz Wien, in Zusammenarbeit mit der Kreativagentur NIKELS, hat die Kampagne „Ich darf alles“ ins Leben gerufen. Diese Initiative hebt die Bedeutung der Autonomie und Lebensfreude auch in der letzten Lebensphase hervor und wird in ganz Wien auf Plakatwänden, in Printmedien und online präsentiert.
Die Kampagne „Ich darf alles“ stellt eine mutige und farbenfrohe Botschaft dar, die durch emotionale Klarheit und progressive Porträts besticht. Sie bricht mit traditionellen Konventionen, die oft mit der Kommunikation von sozialmedizinischen Einrichtungen verbunden sind. Der Geschäftsführer von NIKELS, Christoph Schlossnikel, betont, dass die Kampagne nicht Trotz, sondern Triumph über gesellschaftliche Tabus darstellt.
Die Geschichte der Hospizbewegung reicht weit zurück und hat sich über die Jahrzehnte stark gewandelt. Ursprünglich als Orte der Ruhe und Pflege für Reisende und Kranke im Mittelalter gedacht, entwickelten sich Hospize im 20. Jahrhundert zu Einrichtungen, die sich speziell um die Betreuung Sterbender kümmern. In Österreich hat sich die Hospizkultur besonders in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt, unterstützt durch Organisationen wie die CS Caritas Socialis, die 1919 gegründet wurde, um soziale Not zu lindern.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich eine ähnliche Entwicklung in der Hospizkultur durchlaufen, jedoch mit einigen Unterschieden in der staatlichen Unterstützung und der gesellschaftlichen Akzeptanz. Während in der Schweiz die Sterbehilfe ein legaler und kontrovers diskutierter Aspekt ist, liegt in Österreich der Fokus stärker auf der palliativen Versorgung und der Hospizkultur, die durch Organisationen wie die CS Caritas Socialis gefördert wird.
Die Kampagne zielt darauf ab, den Menschen in Wien zu zeigen, dass Selbstbestimmung und Lebensfreude auch am Lebensende möglich sind. Durch Beispiele wie das Übernachten im Hospizgarten oder das Genießen eines Bieres in der Badewanne wird verdeutlicht, dass die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner respektiert werden. Dies fördert nicht nur das Wohlbefinden der Betroffenen, sondern auch das Bewusstsein in der Gesellschaft für die Bedeutung der Selbstbestimmung.
Statistiken zeigen, dass die Nachfrage nach Hospizplätzen in Wien stetig steigt. Die CS Caritas Socialis betreibt mehrere Einrichtungen, die durch den Fonds Soziales Wien gefördert werden. Diese Unterstützung ermöglicht es, eine hohe Qualität in der Pflege und Betreuung aufrechtzuerhalten. Die Kampagne „Ich darf alles“ soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Hospizkultur und die damit verbundenen Angebote zu stärken.
Die Zukunft der Hospizkultur in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit Kampagnen wie „Ich darf alles“ wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer Gesellschaft gemacht, die die Bedürfnisse und Wünsche am Lebensende respektiert und fördert. Die CS Caritas Socialis plant, ihre Angebote weiter auszubauen und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zu intensivieren, um die Hospizkultur in Österreich weiter zu stärken.
Die Kampagne „Ich darf alles“ des CS Hospiz Wien ist ein bedeutender Schritt zur Förderung der Selbstbestimmung am Lebensende. Sie zeigt, dass Lebensfreude und Autonomie keine Privilegien der Gesunden sind und setzt ein starkes Zeichen für Würde und Lebensfreude. Weitere Informationen zur Kampagne und zur Arbeit der CS Caritas Socialis finden Sie auf www.cs.at/ichdarfalles.