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Seltene Vögel am Inn: Warum Kiesbrüter jetzt besonderen Schutz brauchen

16. April 2026 um 05:32
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Die Brutsaison hat begonnen und mit ihr kehren seltene Vogelarten an den Inn zurück, die dringend Schutz benötigen. Flussuferläufer und Flussregenpfeifer – zwei stark gefährdete Kiesbrüter – haben

Die Brutsaison hat begonnen und mit ihr kehren seltene Vogelarten an den Inn zurück. Flussuferläufer und Flussregenpfeifer – zwei stark gefährdete Kiesbrüter – haben ihre Brutreviere bezogen. WWF Österreich und BirdLife Tirol machen auf die sensiblen Tiere aufmerksam und appellieren an Erholungssuchende, Rücksicht zu nehmen. Unwissende Störungen können die Brut gefährden.

Der Inn als Lebensraum für Kiesbrüter

„Der Inn ist ein Schatz der Artenvielfalt. Stark gefährdete Vögel wie der Flussuferläufer finden nur noch an wenigen Stellen Zuflucht. Besonders in diesen Gebieten müssen wir zum Schutz der Tiere Rücksicht nehmen und uns während der Brutzeit von Kiesbänken fernhalten“, sagt WWF-Flussexpertin Marianne Götsch.

Positiv ist, dass sich die Bestände in den letzten Jahren erholt haben und auch die Zahl der Reviere zugenommen hat. Seit 2024 wird auch in Pfunds und Fließ wieder gebrütet. Acht der zwölf besiedelten Flussabschnitte liegen in renaturierten Gebieten – laut WWF und BirdLife ein deutlicher Beweis, dass die Maßnahmen wirken. Dennoch stagniert der Anteil der Reviere mit Jungvögeln seit 2020 bei rund 40 Prozent. An manchen Renaturierungsabschnitten kommt es besonders oft zu Störungen, weshalb BirdLife und WWF zu besonderer Rücksicht aufrufen.

Hunde und Besucherinformation

„Hunde haben einen größeren Bewegungsradius als Menschen und werden von den Vögeln als Beutegreifer erkannt. Selbst wenn ein Hund die Vögel nicht direkt jagt, stresst schon sein Vorbeilaufen die Vögel so sehr, dass die Brut verloren gehen kann“, so Katharina Bergmüller, Leiterin der BirdLife-Landesstelle Tirol. Die Organisationen weisen darauf hin, dass ein angeleinter Hund die Vögel weit weniger stört. Im Rahmen von INNsieme connect werden Informationsschilder aufgestellt und bis Ende Juli auf die Brutreviere hingewiesen, so Götsch.

Über INNsieme connect

Gemeinsam für den Inn – das ist das Motto von INNsieme connect, der Fortsetzung des Projekts INNsieme (2019–2022). Partnerorganisationen mehrerer Länder kommen zusammen, um den Inn als Lebensraum für Mensch und Natur zu stärken und Maßnahmen zum Artenschutz, zur Umweltbildung und zur Planung konkreter Renaturierungen umzusetzen. Ermöglicht wird dies durch die Kofinanzierung der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms Interreg Bayern–Österreich 2021–2027 sowie durch Förderung durch das Land Tirol.

Bilder zur redaktionellen Verwendung stellt der WWF bereit. Nähere Infos zum richtigen Verhalten sind auf der INNsieme-Website verfügbar.

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