Am 14. Juni 2025 fand in St. Pölten die jährliche Verleihung der begehrten „Goldenen Kelle“ statt, einer Auszeichnung, die die herausragendsten Bauprojekte Niederösterreichs ehrt. Diese Veranstaltung, die im historischen Schloss Gainfarn abgehalten wurde, zog nicht nur Architekturliebhaber an, sonde
Am 14. Juni 2025 fand in St. Pölten die jährliche Verleihung der begehrten „Goldenen Kelle“ statt, einer Auszeichnung, die die herausragendsten Bauprojekte Niederösterreichs ehrt. Diese Veranstaltung, die im historischen Schloss Gainfarn abgehalten wurde, zog nicht nur Architekturliebhaber an, sondern auch zahlreiche Vertreter der Bauindustrie und der Lokalpolitik.
Die Gewinnerprojekte der „Goldenen Kelle“ sind nicht nur ein Zeugnis für das handwerkliche Können, sondern auch für den Innovationsgeist der niederösterreichischen Baukultur. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die sowohl durch ihre architektonische Finesse als auch durch ihre kulturelle Bedeutung beeindrucken.
Ein Highlight der diesjährigen Auszeichnungen ist die Sanierung eines 250 Jahre alten Wohnhauses in Oberwölbling. Ursprünglich als Auszugshaus errichtet, wurde das Gebäude mit viel Liebe zum Detail restauriert. Die Herausforderung bestand darin, auf felsigem Untergrund zu bauen, was die Arbeiten erheblich erschwerte. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Freigelegte Steinmauern in jedem Raum erzählen die Geschichte des Hauses und verleihen ihm einen einzigartigen Charakter.
Ein weiteres beeindruckendes Projekt ist der denkmalgeschützte Wehrturm in Leiben, der in Ferienapartments umgewandelt wurde. Die äußere Erscheinung blieb unverändert, während im Inneren neue Ebenen und Galerien ein einzigartiges Raumgefühl schaffen. Diese Symbiose von Alt und Neu macht das Projekt zu einem Paradebeispiel für gelungene Revitalisierung.
In Obermarkersdorf entstand mit dem Franz Josef Wirtshaus ein neuer Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft. In einem denkmalgeschützten Vierkanthof integriert, vereint das Wirtshaus historische Architektur mit modernem Komfort. Der Gastgarten, gesäumt von alten Linden und einer Büste von Kaiser Franz Joseph, zieht nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen an.
Die „Goldene Kelle“ ist mehr als nur eine Auszeichnung. Sie ist ein Symbol für die lebendige Baukultur in Niederösterreich. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie sich historische Bauwerke mit modernen Anforderungen vereinen lassen. Sie sind ein Beweis dafür, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.
LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf betonte in seiner Ansprache: „Die Gewinnerprojekte stehen für Mut, Tatkraft und Erneuerung und zeigen das professionelle Können des heimischen Handwerks! Unsere Städte und Dörfer sind nicht nur Lebensräume, sondern auch Ausdruck unserer Kultur und Identität.“
Ein weiteres preisgekröntes Projekt ist das Refugium in Lunz am See. Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Bürgerhaus wurde nicht nur saniert, sondern auch erweitert. Mit 23 Zimmern im 4-Sterne-Segment bietet es Touristen einen luxuriösen Rückzugsort. Die Erweiterung in Richtung des Ybbsflusses zeigt, wie städtebauliche Sensibilität architektonisch umgesetzt werden kann.
Die Kinderbetreuungsoffensive in Mödling führte zur Errichtung eines neuen Kindergartens in rekordverdächtiger Bauzeit von 7,5 Monaten. Mit einer markanten Fassadengestaltung und einem großzügigen Bewegungsraum im Untergeschoss ist der Kindergarten ein Unikat, das zeigt, wie moderne Architektur auch im Bildungsbereich umgesetzt werden kann.
Die ausgezeichneten Projekte haben nicht nur architektonischen Wert, sondern beeinflussen auch das soziale Gefüge ihrer Umgebung. So stärkt das Franz Josef Wirtshaus die Dorfgemeinschaft in Obermarkersdorf, während der Landeskindergarten in Mödling den Bildungszugang für die Jüngsten der Gemeinde verbessert.
Ein fiktiver Experte kommentiert: „Diese Projekte sind ein Paradebeispiel dafür, wie Architektur das Leben der Menschen vor Ort bereichern kann. Sie schaffen nicht nur Wohn- und Lebensräume, sondern fördern auch das soziale Miteinander.“
Die „Goldene Kelle“ wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Förderung der Baukultur in Niederösterreich spielen. Die ausgezeichneten Projekte setzen Maßstäbe und inspirieren zukünftige Bauvorhaben. Sie zeigen, dass es möglich ist, historische Bausubstanz zu bewahren und gleichzeitig moderne Ansprüche zu erfüllen.
Die Niederösterreichische Landesregierung plant, die Unterstützung für innovative Bauprojekte weiter auszubauen. Ziel ist es, die Region als führenden Standort für nachhaltige und zukunftsweisende Architektur zu etablieren.
Abschließend lässt sich sagen, dass die „Goldene Kelle“ nicht nur eine Auszeichnung für hervorragende Architektur ist, sondern auch ein Ansporn für zukünftige Generationen, die Baukultur in Niederösterreich aktiv mitzugestalten.