Innenminister Karner und Rettungsorganisationen präsentieren Einsatzkonzept für den Jahreswechsel in Wien
Am 30. Dezember informieren Innenministerium und Rettungsdienste über die Sicherheitsvorkehrungen für die Silvesternacht in der Wiener Innenstadt.
Die Vorbereitungen für einen sicheren Jahreswechsel in Österreich laufen auf Hochtouren. Am 30. Dezember 2025 laden Innenminister Gerhard Karner und Staatssekretär Jörg Leichtfried gemeinsam mit Vertretern der Wiener Polizei und aller vier großen Rettungsorganisationen zu einem Lokalaugenschein am Platz Am Hof in der Wiener Innenstadt ein. Dort werden die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen für die Silvesternacht präsentiert.
Der Jahreswechsel stellt für die österreichischen Behörden und Rettungsorganisationen traditionell eine der größten logistischen Herausforderungen des Jahres dar. Tausende Menschen strömen in der Silvesternacht in die Innenstädte, um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Besonders der Wiener Silvesterpfad zieht alljährlich hunderttausende Besucherinnen und Besucher an, die zwischen Rathaus, Stephansplatz und der Ringstraße feiern.
Um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten, arbeiten Polizei, Rettungsdienste und städtische Behörden seit Wochen an einem detaillierten Einsatzkonzept. Der mobile Einsatzcontainer am Platz Am Hof dient dabei als zentrale Koordinationsstelle für die verschiedenen Organisationen.
Die Bedeutung des Termins zeigt sich an der hochkarätigen Besetzung der Pressekonferenz. Neben Innenminister Gerhard Karner und Staatssekretär Jörg Leichtfried wird auch Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan anwesend sein, der für die operative Planung des Polizeieinsatzes in Wien verantwortlich zeichnet.
Seitens der Rettungsorganisationen nehmen unter anderem Susanne Drapalik, Präsidentin des Wiener Samariterbunds, sowie Dimitris Nagl, stellvertretender Leiter der Rettungs- und Ambulanzdienste beim Roten Kreuz Wien, an dem Termin teil. Auch Vertreter der weiteren Einsatzorganisationen werden vor Ort sein, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsdienste zu erläutern.
Die Silvesternacht bringt für die Einsatzkräfte vielfältige Herausforderungen mit sich. Neben der generellen Überwachung der Menschenmengen müssen die Behörden auch auf spezifische Risiken vorbereitet sein. Dazu zählen insbesondere Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, alkoholbedingte Zwischenfälle sowie die medizinische Versorgung bei den zu erwartenden großen Besucherzahlen.
In den vergangenen Jahren haben die österreichischen Behörden ihre Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei spielen sowohl präventive Maßnahmen als auch schnelle Reaktionsmöglichkeiten eine zentrale Rolle. Die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und den vier großen Rettungsorganisationen – Rotes Kreuz, Samariterbund, Johanniter und Malteser – hat sich dabei als besonders effektiv erwiesen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Sicherheitskonzepts ist die zentrale Koordination aller Einsatzkräfte. Der mobile Einsatzcontainer am Platz Am Hof ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen und gewährleistet kurze Entscheidungswege im Ernstfall. Von dort aus werden die Einsätze der Sanitäter ebenso koordiniert wie die Streifen der Polizei.
Die Landespolizeidirektion Wien plant für die Silvesternacht erfahrungsgemäß einen verstärkten Personalansatz. Zusätzliche Beamtinnen und Beamte werden in den neuralgischen Bereichen der Innenstadt eingesetzt, um sowohl für die Sicherheit der Feiernden zu sorgen als auch potenzielle Störenfriede im Blick zu behalten.
Für die Rettungsorganisationen ist die Silvesternacht einer der einsatzstärksten Termine des Jahres. Zahlreiche zusätzliche Rettungswagen und Sanitäterinnen und Sanitäter werden im Stadtgebiet positioniert, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können. Besonders entlang der Hauptveranstaltungsorte werden mobile Sanitätsstationen eingerichtet.
Das Wiener Rote Kreuz und der Samariterbund stellen in der Silvesternacht traditionell den Großteil der rettungsdienstlichen Versorgung sicher. Unterstützt werden sie dabei von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die ihre Freizeit opfern, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Auch die Johanniter und der Malteser Hospitaldienst sind mit Einsatzkräften vor Ort.
Die Behörden appellieren traditionell an die Bevölkerung, einige grundlegende Sicherheitshinweise zu beachten. Dazu gehört der verantwortungsvolle Umgang mit Feuerwerkskörpern, die nur von Erwachsenen und unter Beachtung der Sicherheitshinweise gezündet werden sollten. Auch sollten ausschließlich Produkte mit CE-Kennzeichnung verwendet werden, die den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen.
Darüber hinaus empfehlen die Einsatzkräfte, in Menschenmengen besonders aufmerksam zu sein und die markierten Fluchtwege zu beachten. Bei gesundheitlichen Problemen oder Unfällen steht die Notrufnummer 144 für den Rettungsdienst zur Verfügung, während bei sicherheitsrelevanten Vorfällen die Polizei unter 133 erreichbar ist.
Der Pressetermin findet am 30. Dezember 2025 um 10 Uhr am Platz Am Hof in der Wiener Innenstadt statt. Treffpunkt für Medienvertreterinnen und -vertreter ist vor dem mobilen Einsatzcontainer. Dort werden Innenminister Karner und die Vertreter der Einsatzorganisationen die geplanten Sicherheitsmaßnahmen im Detail vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen.
Der Termin bietet einen Einblick in die aufwendigen Vorbereitungen, die notwendig sind, um Großveranstaltungen wie den Wiener Silvesterpfad sicher durchführen zu können. Die enge Abstimmung zwischen Bundesministerium für Inneres, Landespolizeidirektion Wien und den Rettungsorganisationen zeigt die Bedeutung, die der öffentlichen Sicherheit beim Jahreswechsel beigemessen wird.
Die in Wien präsentierten Maßnahmen sind Teil eines österreichweiten Sicherheitskonzepts für den Jahreswechsel. Auch in anderen Landeshauptstädten bereiten sich die Behörden auf erhöhte Besucherzahlen und die damit verbundenen Herausforderungen vor. Die Koordination erfolgt dabei in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Inneres, das die übergeordnete Planung verantwortet.
Die Silvesternacht 2025 wird zeigen, wie gut die Vorbereitungen der österreichischen Behörden und Rettungsorganisationen funktionieren. Die jahrelange Erfahrung und die kontinuierliche Verbesserung der Einsatzkonzepte lassen darauf hoffen, dass auch dieser Jahreswechsel für die Bevölkerung sicher und friedlich verlaufen wird.