Was sich am 20. Mai 2025 in Linz auf dem Soldatenfriedhof Petrinum abspielte, lässt niemanden kalt: Innenminister Gerhard Karner und Landeshauptmann Thomas Stelzer sorgten für eine emotionale Zeremonie, die nicht nur die Herzen der Anwesenden berührte, sondern auch ein starkes Zeichen gegen den Krie
Was sich am 20. Mai 2025 in Linz auf dem Soldatenfriedhof Petrinum abspielte, lässt niemanden kalt: Innenminister Gerhard Karner und Landeshauptmann Thomas Stelzer sorgten für eine emotionale Zeremonie, die nicht nur die Herzen der Anwesenden berührte, sondern auch ein starkes Zeichen gegen den Krieg setzte.
Mit der Wiedereröffnung des Soldatenfriedhofs Petrinum in Linz, Pöstlingberg, wurde ein bedeutsames Kapitel österreichischer Geschichte neu belebt. Die Grabstätten von 558 Soldaten aus den beiden Weltkriegen wurden nicht nur renoviert, sondern auch zum Symbol für Frieden und Erinnerung. Innenminister Karner und Landeshauptmann Stelzer legten feierlich einen Kranz nieder und pflanzten einen Baum als nachhaltiges Zeichen der Hoffnung.
Der Soldatenfriedhof, der seit 2009 unter Denkmalschutz steht, bietet einen atemberaubenden Ausblick über Linz und ist heute ein idyllischer Waldfriedhof. Doch die Geschichte des Ortes ist alles andere als idyllisch. Hier fanden Soldaten, die in den Lazaretten des nahegelegenen bischöflichen Gymnasiums Petrinum verstarben, ihre letzte Ruhe. Diese Lazarette wurden sowohl 1914 als auch 1945 eingerichtet, um den Verwundeten des Krieges zu helfen.
Die umfassende Sanierung des rund 3.400 Quadratmeter großen Areals wurde durch das Amt der Oberösterreichischen Landesregierung mit finanzieller Unterstützung des Innenministeriums durchgeführt. Insgesamt wurden etwa 800.000 Euro investiert, um die Stabilität der Terrassensteine zu sichern, die Einfriedung zu erneuern und die historischen Grabkreuze und Denkmäler mit Kunstschmiedearbeiten zu restaurieren. Auch kranke Bäume wurden entfernt, um den Friedhof in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Innenminister Karner betonte die stille Verantwortung, die mit der Erhaltung solcher Gräber einhergeht. Gerade 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei es von entscheidender Bedeutung, laut gegen Krieg und Gewalt aufzutreten. Landeshauptmann Stelzer schloss sich diesen Worten an und erklärte, dass der Friedhof ein Mahnmal gegen den Krieg und für den Frieden sei. Dank der Zusammenarbeit mit dem Bund konnte der Friedhof würdevoll saniert und wiedereröffnet werden, um das Andenken an die Opfer der Kriege zu ehren.
Die laufende Pflege des Friedhofs wird vom Österreichischen Schwarzen Kreuz übernommen, das sich um die würdige Erhaltung dieses bedeutenden Ortes kümmert. Die Eröffnung des Friedhofs ist ein klares Signal: Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden, und der Frieden muss aktiv bewahrt werden.