Die österreichische Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS wurde medial mit einer Einigung über ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige in Verbindung gebracht. Die FPÖ übt scharfe Kritik an dieser kolportierten Maßnahme.
Die medial kolportierte Einigung der sogenannten "Verlierer-Ampel" auf ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige wurde von der FPÖ scharf kritisiert. Der freiheitliche Generalsekretär und Mediensprecher NAbg. Christian Hafenecker bezeichnete dies als "Frontalangriff auf die Meinungs- und Informationsfreiheit junger Menschen" und sagte, der Jugendschutz sei für die Systemparteien nur ein Feigenblatt. Seiner Darstellung zufolge gehe es in Wahrheit um "Regierungsschutz vor kritischen Meinungen und freiem Diskurs, zu dem junge Menschen durch soziale Medien Zugang erhalten und dort auch selbst daran teilhaben können."
Hafenecker kritisierte zudem, dass sich junge Menschen offenbar nur noch über Medien informieren dürften, die durch Inseratemillionen und Förderungen finanziert seien, und nannte in diesem Zusammenhang auch den ORF. Er sagte weiter: "Anstatt unsere Jugendlichen als freie, mündige Bürger heranwachsen zu lassen, wollen ÖVP, SPÖ und NEOS sie auf die Schiene 'betreuten Denkens' trimmen... Wenn die Regierung sagt, welche Medien gut und welche schlecht sind, dann wird Widerstand zur Pflicht."
In seiner Kritik verwies Hafenecker auch auf die Forderung nach einer Klarnamenpflicht im Internet und bezeichnete dies als einen weiteren Aspekt des Vorhabens, der den "autoritären Ungeist" unterstreiche. Er warnte davor, dass eine solche Maßnahme aus seiner Sicht das Ende für die Meinungsfreiheit im Netz bedeuten würde.