Österreichweiter Wettbewerb startet im Februar 2026
Unternehmen können bis März 2026 mit innovativen Strategien zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf am Sonderpreis zum Staatspreis teilnehmen.
Die Familie & Beruf Management GmbH startet am 23. Februar 2026 einen besonderen Wettbewerb: Österreichische Unternehmen und Institutionen sind eingeladen, ihre besten Strategien und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf einzureichen. Der Sonderpreis zum Staatspreis „Familie & Beruf" 2026 steht unter dem Motto „Familienfreundliches Employer Branding: Wege zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf" und richtet den Fokus auf ein zunehmend wichtiges gesellschaftliches Thema.
Bis zum 20. März 2026 haben Arbeitgeber aus ganz Österreich die Möglichkeit, ihre innovativen Projekte und Kommunikationsmaßnahmen über die Plattform www.familienfreundlichsterbetrieb.at/sonderpreis einzureichen. Dabei sind Betriebe jeder Größe und Betriebsform willkommen – von kleinen Familienunternehmen bis hin zu großen Konzernen.
Der Wettbewerb würdigt besonders drei Bereiche des familienfreundlichen Employer Brandings: Informations- und Beratungsangebote wie Pflegelotsen oder Pflegestammtische, externe und interne Kommunikationsstrategien über Karriereseiten, Social Media oder Newsletter sowie die Entwicklung einer pflegesensiblen Unternehmenskultur durch Führungskräfteschulungen und Austauschformate.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird für immer mehr Beschäftigte zu einer zentralen Herausforderung. Demografischer Wandel und längere Lebenserwartung führen dazu, dass mehr Menschen neben ihrer beruflichen Tätigkeit auch Angehörige pflegen müssen. Schätzungen zufolge sind bereits heute mehrere hunderttausend Österreicherinnen und Österreicher in dieser Doppelbelastung gefangen.
Familienfreundliches Employer Branding umfasst dabei sowohl interne als auch externe Maßnahmen, mit denen Unternehmen ihr familienfreundliches Engagement sichtbar machen. Diese Strategien helfen nicht nur bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung, sondern schaffen auch Verständnis und Unterstützung für die besonderen Bedürfnisse pflegender Angehöriger im Arbeitsalltag.
Besonders gefragt sind kreative und wirksame Lösungsansätze, die zeigen, wie Unternehmen das Thema Pflege in ihrer Personalpolitik berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise flexible Arbeitszeitmmodelle für pflegende Mitarbeiter, spezielle Beratungsangebote oder die Integration des Themas in die Unternehmenskommunikation.
Die eingereichten Projekte sollen als Vorzeigebeispiele für andere Arbeitgeber fungieren und zur Nachahmung inspirieren. Durch die öffentliche Auszeichnung werden innovative Ansätze einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und können so zur Verbesserung der Situation pflegender Angehöriger österreichweit beitragen.
Nach Ablauf der Einreichfrist werden alle eingereichten Projekte ab dem 13. April 2026 der Öffentlichkeit zur Bewertung präsentiert. Das Online-Voting ermöglicht es interessierten Bürgern, Fachexperten und anderen Unternehmen, die überzeugendsten Konzepte zu bewerten und ihre Favoriten zu küren.
Die Spannung steigt dann bis zum 24. Juni 2026: An diesem Tag werden im Rahmen der festlichen Staatspreisverleihung „Familie & Beruf" die Gewinnerprojekte verkündet und ausgezeichnet. Die Veranstaltung bietet den prämierten Unternehmen eine hochkarätige Plattform, um ihre erfolgreichen Strategien einem breiten Fachpublikum zu präsentieren.
Der Staatspreis „Familie & Beruf" wird alle zwei Jahre von der Bundesministerin für Europa, Integration und Familie im Bundeskanzleramt verliehen. Er würdigt österreichische Unternehmen und Institutionen, die besonders herausragende Leistungen im Bereich familienbewusster Personalpolitik erbringen.
Die Auszeichnung richtet sich an Arbeitgeber, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beispielhaft ermöglichen, berufliche Chancen uneingeschränkt zu nutzen und gleichzeitig Familie und Privatleben optimal mit dem Beruf zu vereinbaren. Durch die staatliche Anerkennung werden diese Unternehmen der Öffentlichkeit als Vorbilder präsentiert.
Die Beurteilung erfolgt anhand verschiedener Kriterien, die ein umfassendes Bild der Familienfreundlichkeit eines Unternehmens zeichnen. Dazu gehören die Flexibilität von Arbeitszeit und Arbeitsort, die Wiedereinstiegsquote nach der Karenz sowie konkrete Kinderbetreuungs- und Gleichstellungsmaßnahmen.
Auch Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter in besonderen Lebenssituationen fließen in die Bewertung ein. Diese ganzheitliche Betrachtung stellt sicher, dass wirklich jene Unternehmen ausgezeichnet werden, die Familienfreundlichkeit nicht nur als Marketing-Instrument nutzen, sondern tatsächlich leben.
Der Staatspreis ist Teil einer bundesweiten Initiative, die auch regionale Wettbewerbe in allen österreichischen Bundesländern umfasst. Diese dezentrale Struktur ermöglicht es, sowohl überregional tätige Großunternehmen als auch kleinere, regional verwurzelte Betriebe angemessen zu würdigen.
Detaillierte Informationen zu den zugehörigen Bundesländerwettbewerben, den genauen Teilnahmebedingungen und den bisherigen Staatspreisträgerinnen und -trägern sind auf der offiziellen Website www.familienfreundlichsterbetrieb.at verfügbar. Dort finden interessierte Unternehmen auch praktische Hilfestellungen für ihre Einreichung.
Die Fokussierung des diesjährigen Sonderpreises auf das Thema Pflege spiegelt einen wichtigen gesellschaftlichen Wandel wider. Während früher hauptsächlich die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung im Mittelpunkt stand, rückt nun auch die Pflege von Angehörigen verstärkt in den Fokus der Personalpolitik.
Unternehmen, die frühzeitig auf diese Entwicklung reagieren und entsprechende Unterstützungsstrukturen aufbauen, positionieren sich nicht nur als attraktive Arbeitgeber, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung einer der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.
Der Sonderpreis zum Staatspreis „Familie & Beruf" 2026 bietet die Chance, innovative Lösungsansätze zu präsentieren, von anderen zu lernen und gemeinsam an einer pflegefreundlicheren Arbeitswelt zu arbeiten. Für Unternehmen aller Größen ist dies eine wertvolle Gelegenheit, ihre Bemühungen um eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf öffentlich zu würdigen und als Vorbild für andere zu fungieren.