In einer eindrucksvollen Gedenkveranstaltung am 12. Dezember 2025 hat die SPÖ-Bildung in Oberpullendorf und Nebersdorf gemeinsam mit dem Lokalhistoriker Alexander Karazman ein nachhaltiges Zeichen für die Erinnerungskultur gesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Besuch des Denkmals für d
In einer eindrucksvollen Gedenkveranstaltung am 12. Dezember 2025 hat die SPÖ-Bildung in Oberpullendorf und Nebersdorf gemeinsam mit dem Lokalhistoriker Alexander Karazman ein nachhaltiges Zeichen für die Erinnerungskultur gesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Besuch des Denkmals für den Roma-Retter György Gedeon Rohonczy sowie das Gedenken an Professorin Käthe Sasso. Diese Gedenkorte sind nicht nur Mahnmale der Vergangenheit, sondern auch Wegweiser für die Zukunft, die uns an unsere Verantwortung erinnern, Gedenken und Demokratie im öffentlichen Raum lebendig zu halten.
Die SPÖ-Bildung sieht die Erinnerungskultur als essenziellen Bestandteil der politischen Bildung. Gedenken ist mehr als ein Rückblick; es ist ein aktiver Bestandteil unserer demokratischen Haltung. Dies betonte der SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Gerhard Schmid bei der Veranstaltung. Er hob hervor, dass Persönlichkeiten wie György Gedeon Rohonczy und Professorin Käthe Sasso durch ihre Taten während der NS-Diktatur gezeigt haben, dass Solidarität und Mut auch in schwersten Zeiten möglich sind. Ihre Geschichten sind nicht nur historische Erzählungen, sondern auch Inspirationen für die heutige Generation.
György Gedeon Rohonczy war während der NS-Diktatur eine herausragende Persönlichkeit, die durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit mehr als hundert Roma und Romnja vor der Deportation rettete. Das Denkmal in Oberpullendorf ist nicht nur eine Würdigung seiner Taten, sondern auch eine Erinnerung an die Schrecken der Verfolgung und die Verpflichtung, Antiziganismus und Rassismus zu bekämpfen. Wolfgang Markytan, SPÖ Bundesbildungsgeschäftsführer, unterstrich die Bedeutung solcher Gedenkarbeiten für die politische Bildung und betonte, dass solche Orte nicht nur einmal im Jahr besucht werden sollten, sondern Teil unseres Alltags sein müssen.
Auch das Gedenken an Professorin Käthe Sasso in Nebersdorf steht im Zeichen der demokratischen Bildung. Die SPÖ-Bildung setzt ihre Arbeit mit dem zweiten Professorin Käthe Sasso Symposium im März 2026 fort, um die Herausforderungen der Demokratie zu diskutieren. Diese Veranstaltung soll eine Plattform bieten, die sich mit demokratischer Resilienz und dem Schutz der Menschenrechte auseinandersetzt. Die Erinnerung an Käthe Sasso ist ein Auftrag, demokratische Haltung im Alltag zu stärken und die Geschichten von Mut und Menschlichkeit weiterzutragen.
Die Gedenkkultur in Österreich hat sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stetig weiterentwickelt. In den frühen Nachkriegsjahren stand vor allem die Aufarbeitung der eigenen nationalsozialistischen Vergangenheit im Vordergrund. In den 1980er Jahren begann eine breitere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Rolle Österreichs im Nationalsozialismus, was zur Errichtung zahlreicher Gedenkstätten führte. Heute ist die Gedenkkultur ein integraler Bestandteil der politischen Bildung und ein wichtiges Instrument zur Förderung der demokratischen Werte.
Im Vergleich zu Deutschland, wo die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit staatlich stark gefördert wurde, hat sich die Gedenkkultur in Österreich langsamer entwickelt. In der Schweiz hingegen war die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle während des Zweiten Weltkriegs lange Zeit weniger intensiv, was sich erst in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Österreich hat in den letzten Jahren verstärkt auf die Bedeutung der Gedenkkultur gesetzt, um die demokratische Bildung zu fördern und die gesellschaftliche Verantwortung zu stärken.
Die Gedenkarbeit der SPÖ-Bildung hat konkrete Auswirkungen auf die Bürger, insbesondere auf junge Menschen. Durch Veranstaltungen wie das Professorin Käthe Sasso Symposium werden junge Menschen ermutigt, sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen und daraus Lehren für die Gegenwart zu ziehen. Diese Bildungsarbeit fördert nicht nur das historische Bewusstsein, sondern stärkt auch die demokratische Resilienz und die Bereitschaft, sich für Menschenrechte und Solidarität einzusetzen.
Laut einer Umfrage des Österreichischen Instituts für Jugendforschung aus dem Jahr 2024 ist das Interesse junger Menschen an historischen Themen und Gedenkveranstaltungen in den letzten Jahren gestiegen. Über 70% der Befragten gaben an, dass sie Gedenkveranstaltungen als wichtig für die politische Bildung empfinden. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz der Gedenkkultur als Instrument zur Förderung demokratischer Werte.
Die Zukunft der Gedenkkultur in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der fortschreitenden Digitalisierung eröffnen sich neue Möglichkeiten, Geschichte erlebbar zu machen und ein breiteres Publikum zu erreichen. Virtuelle Gedenkstätten und interaktive Online-Plattformen könnten die Gedenkkultur revolutionieren und dazu beitragen, dass die Geschichten von Mut und Menschlichkeit noch stärker im öffentlichen Bewusstsein verankert werden. Die SPÖ-Bildung plant, diese neuen Technologien zu nutzen, um die Gedenkarbeit weiterzuentwickeln und die demokratische Bildung zu stärken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SPÖ-Bildung mit ihren Gedenkveranstaltungen einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur in Österreich leistet. Diese Arbeit ist nicht nur ein Rückblick in die Vergangenheit, sondern ein aktiver Beitrag zur Gestaltung einer demokratischen Zukunft. Die Gedenkorte für György Gedeon Rohonczy und Professorin Käthe Sasso sind Mahnmale, die uns daran erinnern, dass Menschlichkeit und Solidarität auch in schweren Zeiten möglich sind. Sie sind ein Aufruf, die Lehren der Geschichte in unseren Alltag zu integrieren und unsere demokratischen Werte zu schützen.
Für weitere Informationen zu den Gedenkveranstaltungen und der Arbeit der SPÖ-Bildung besuchen Sie die offizielle Pressemitteilung.