Traditionsreiche Rundhalle Per-Albin-Hansson Ost erstrahlt nach Sanierung in neuem Glanz
Nach 18 Monaten Bauzeit wurde die modernisierte Sporthalle in Favoriten eröffnet. Klimaaktiv-GOLD-Standard und nationale Wettkampftauglichkeit.
Die Sporthalle Per-Albin-Hansson Ost im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten erstrahlt nach einer umfassenden Generalsanierung in neuem Glanz. Am Mittwoch wurde die modernisierte Sportstätte in der Jura-Soyfer-Gasse 3 feierlich wiedereröffnet. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit steht die 1974 errichtete Halle den Wienerinnen und Wienern wieder als zukunftsfitte, nachhaltige und leistungsfähige Sportanlage zur Verfügung.
Die Gesamtkosten für die Modernisierung belaufen sich auf rund 10,4 Millionen Euro. Die traditionsreiche Rundhalle – eine von nur sechs dieser Art in Wien – wurde technisch, energetisch und funktional auf den neuesten Stand gebracht. Die Fertigstellung erfolgte planmäßig im Jänner 2026, die Inbetriebnahme bereits im Februar 2026.
"Mit dieser Wiedereröffnung geben wir dem Sport im Süden Wiens eine zeitgemäße, leistungsfähige und nachhaltige Heimat", erklärt Sportstadtrat Peter Hacker. "Hier profitieren vor allem Kinder, Jugendliche und Vereine von besten Trainings- und Wettkampfbedingungen. Diese Investition ist ein klares Bekenntnis für Bewegung und Gesundheit in unserer Stadt."
Die sanierte Sporthalle beeindruckt mit einer Raumhöhe von neun Metern und ist dreifach teilbar, wodurch sie flexibel für verschiedene Sportarten genutzt werden kann. Eine Tribüne mit 410 Sitzplätzen ermöglicht es, auch größere Sportveranstaltungen und nationale Bewerbe auszutragen. Bei der Eröffnungsfeier wurde die Tribüne von Schülerinnen und Schülern der beiden ansässigen Schulen bevölkert.
Das Sportangebot der Halle ist vielfältig: Von klassischen Ballsportarten wie Volleyball, Handball, Basketball und Fußball bis hin zu Kampfsportarten wie Karate, Aikido und Judo sowie Gymnastik und Floorball können hier verschiedenste Sportarten ausgeübt werden. Eine neue Trainingsplattform mit vielfältigen Sportgeräten und einer Boulderwand erweitert das Angebot zusätzlich.
Die Halle wird künftig von der Sportmittelschule (SMS10) und der Musik- und Informatikschule Wendstattgasse genutzt. SMS10-Direktor Markus Ratz zeigt sich begeistert: "Die größte Sportmittelschule in Österreich freut sich sehr, den schönsten Turnsaal Österreichs benützen zu dürfen."
Besonders hervorzuheben ist die nachhaltige Ausrichtung des Sanierungsprojekts. Im Zuge der Modernisierung erhielt die Halle eine neue Dachkonstruktion mit Lichtkuppeln für optimale Beleuchtung, eine thermisch sanierte Gebäudehülle sowie vollständig erneuerte technische Anlagen. Neue Sportböden sorgen für beste Trainings- und Wettkampfbedingungen.
Eine Photovoltaikanlage mit 168 Modulen wurde auf dem Dach installiert und sorgt für nachhaltige Energieversorgung. Die Beheizung erfolgt über moderne Deckenstrahlplatten in Kombination mit Fernwärme. Diese umweltfreundlichen Maßnahmen führten zur Auszeichnung mit der Klimaaktiv-GOLD-Zertifizierung – die Halle erreichte beeindruckende 937 von 1.000 möglichen Punkten.
"Diese Sporthalle steht beispielhaft für unseren Anspruch, Sportinfrastruktur nachhaltig, energieeffizient und langlebig zu gestalten", betont Sport Wien-Abteilungsleiter Anatol Richter. "Wir haben hier eine Anlage geschaffen, die höchsten sportlichen und ökologischen Standards entspricht und langfristig einen Mehrwert für die Stadt bietet."
Bezirksvorsteher Marcus Franz hebt die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts hervor: "Ich bin froh, dass der Termin für die neue Sporthalle eingehalten wurde. Denn Sport verbindet, macht Spaß – und er hält uns als Gesellschaft fit und beweglich. Außerdem werden am Spielfeld Werte wie Zusammenhalt und Fairness ganz niederschwellig gelebt und vermittelt."
Besonders wichtig war dem Bezirksvorsteher, dass ausreichend Trainingszeiten sowohl für Vereine als auch für Schulen zur Verfügung stehen. Die modernisierte Halle kann diesen Anspruch durch ihre flexible Aufteilbarkeit optimal erfüllen.
NEOS Wien Sportsprecherin Jing Hu sieht in dem Projekt ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Qualität und Klimaschutz: "Mit der modernisierten Sporthalle Per-Albin-Hansson Ost investieren wir ganz konkret in die Zukunft. Hier trainieren Kinder, Jugendliche und Vereine unter zeitgemäßen Bedingungen – nachhaltig, energieeffizient und auf hohem sportlichem Niveau."
"Dass diese Halle Klimaaktiv-GOLD-Standard erreicht und gleichzeitig für nationale Bewerbe geeignet ist, zeigt, dass Qualität und Klimaschutz kein Widerspruch sind, sondern zusammen gedacht werden müssen. Genau diesen Anspruch braucht eine moderne Sportstadt Wien", so Hu weiter.
Neben der Haupthalle wurden auch alle Nebenräume umfassend modernisiert. Die Garderoben, Sanitärbereiche und Aufenthaltsräume entsprechen nun zeitgemäßen Standards. Die Schiedsrichterkabine wurde nicht nur renoviert, sondern kann künftig auch als barrierefreie Garderobe genutzt werden – ein wichtiger Beitrag zur Inklusion im Sport.
Ein eigener Bereich für Medienübertragungen wurde eingerichtet, was die Tauglichkeit der Halle für größere Sportveranstaltungen und nationale Bewerbe zusätzlich unterstreicht.
Die Wiedereröffnung der Sporthalle Per-Albin-Hansson Ost ist Teil einer größeren Investitionsoffensive der Stadt Wien in moderne und nachhaltige Sportinfrastruktur. Nach den bereits erfolgreich sanierten Rundhallen in der Steigenteschgasse, der Florian-Hedorfer-Straße und der Steinergasse wurde nun ein weiterer wichtiger Standort zukunftsfit gemacht.
Die Projektleitung und -steuerung lag bei der WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH, einem Unternehmen der Wien Holding-Tochter WSE Wiener Standortentwicklung. Bereits beim Rückbau wurde auf Urban Mining und Kreislaufwirtschaft gesetzt – ein Ansatz, der den Wiener Weg der Ressourcenschonung als sektorenübergreifende Strategie kennzeichnet.
Die erfolgreiche Sanierung der Sporthalle Favoriten setzt Maßstäbe für zukünftige Modernisierungsprojekte in Wien. Die Kombination aus sportlicher Funktionalität, nachhaltiger Bauweise und gesellschaftlichem Nutzen zeigt, wie moderne Sportinfrastruktur aussehen kann.
Mit ihrer Klimaaktiv-GOLD-Zertifizierung reiht sich die Halle in die Liste vorbildlicher Sanierungsprojekte ein, die bereits in Kagran, Simmering und Atzgersdorf umgesetzt wurden. Diese konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz unterstreicht Wiens Anspruch als führende Sportstadt mit Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt.
Die Sporthalle Per-Albin-Hansson Ost steht somit exemplarisch für die erfolgreiche Modernisierung der Wiener Sportlandschaft und wird in den kommenden Jahrzehnten als wichtiger Baustein der städtischen Sportinfrastruktur dienen.