St. Pölten, die Landeshauptstadt von Niederösterreich, wird im Jahr 2026 ein Zentrum historischer und kultureller Erlebnisse. Ab dem 7. Januar 2026 wird das „Haus der Geschichte“ mit einer Vielzahl von Ausstellungen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Diese Veranstaltungen sind nicht nur für die lok
St. Pölten, die Landeshauptstadt von Niederösterreich, wird im Jahr 2026 ein Zentrum historischer und kultureller Erlebnisse. Ab dem 7. Januar 2026 wird das „Haus der Geschichte“ mit einer Vielzahl von Ausstellungen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Diese Veranstaltungen sind nicht nur für die lokale Bevölkerung von Interesse, sondern ziehen auch Besucher aus ganz Österreich und darüber hinaus an. Die Sonderausstellung „Kinder des Krieges. Aufwachsen zwischen 1938 und 1955“ ist ein Highlight, das durch die Zusammenarbeit mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung entstanden ist. Sie beleuchtet die Herausforderungen und Erfahrungen, mit denen Kinder in dieser turbulenten Zeit konfrontiert waren.
Die Ausstellung „Kinder des Krieges“ wird das ganze Jahr 2026 über zu sehen sein. Im Mai findet eine spezielle Publikumstagung statt, die das Thema durch Gespräche mit Experten und Zeitzeugen sowie durch Filmpräsentationen vertieft. Diese Ausstellung ist ein bedeutendes Beispiel dafür, wie Geschichte lebendig gemacht werden kann, indem sie persönliche Geschichten und wissenschaftliche Forschung miteinander verbindet.
Eine weitere bemerkenswerte Ausstellung, „Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus“, wird bis zum 22. Februar 2026 zu sehen sein. Diese Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und dem Ludwig-Boltzmann-Institut konzipiert wurde, bietet einen tiefen Einblick in die Rolle der österreichischen Polizei während des Nationalsozialismus. Sie ergänzt die Ausstellung durch einen spezifischen Niederösterreich-Schwerpunkt, der die lokale Dimension dieser Geschichte beleuchtet.
Im Rahmen des Jubiläums „40 Jahre Landeshauptstadt St. Pölten“ wird im Mai 2026 eine Ausstellung eröffnet, die die Entwicklung der Stadt seit 1986 zeigt. Diese Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum St. Pölten entwickelt und wird an zehn öffentlichen Plätzen sowie in den beiden Museen der Stadt präsentiert. Sie bietet eine umfassende Übersicht über die städtische Entwicklung und die Herausforderungen, denen sich St. Pölten in den letzten vier Jahrzehnten gestellt hat.
Eine besonders interessante Ausstellung widmet sich der Schwarzföhre, einem Baum, der unter dem Titel „Breite Föhre – Ein Baum mit Geschichte“ im Fokus steht. Ab Januar 2026 wird dieser Baum, der einst in Mödling bekannt war, im Museum thematisiert. Diese Ausstellung ist ein Beispiel dafür, wie Naturgeschichte und Kulturgeschichte miteinander verknüpft werden können, um ein breiteres Verständnis für die lokale Geschichte zu schaffen.
Eine spannende Kooperation wird das „Haus der Geschichte“ mit dem „Haus der Bayerischen Geschichte“ in Regensburg eingehen. Ab dem 1. Juli 2026 wird die Ausstellung „Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“ eröffnet. Diese Ausstellung ist eine Fortsetzung der im Jahr 2020 gezeigten Ausstellung „Der junge Hitler“ und wird neue Einblicke in die historischen Entwicklungen in Bayern bieten.
Im Zuge der Erweiterung des Museums werden neue Quellen zur Familiengeschichte und neue Erkenntnisse zu mitteleuropäischen Netzwerken rechtsradikaler Bewegungen präsentiert. Diese Forschungsergebnisse werden auch in einem neuen Buch von Hannes Leidinger und Christian Rapp veröffentlicht, das im Herbst 2026 beim C. H. Beck Verlag erscheinen wird. Diese Publikation verspricht, ein wertvoller Beitrag zur historischen Forschung zu sein.
Die Schulausstellung „Zugespitzt – 30 Jahre im Blick der Karikatur“, die in Zusammenarbeit mit dem Karikaturmuseum Krems entstanden ist, wird ebenfalls fortgesetzt. Diese Ausstellung beleuchtet die jüngste Geschichte durch Karikaturen und ist speziell für Oberstufen von AHS und weiterbildenden Schulen konzipiert. Schulen in Österreich haben die Möglichkeit, diese Ausstellung für bis zu zwei Monate zu buchen, was eine wertvolle Ergänzung zum Geschichtsunterricht darstellt.
Diese vielseitigen Ausstellungen im „Haus der Geschichte“ in St. Pölten bieten nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern regen auch zur Diskussion über aktuelle gesellschaftliche Themen an. Besuchen Sie das Museum und erleben Sie Geschichte hautnah!