In Wien, am 8. Dezember 2025, wird ein Thema beleuchtet, das tief in die Herzen der Menschen greift: Sternenkinder. Diese Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben, hinterlassen bei ihren Eltern eine Lücke, die oft schwer zu füllen ist. Ein Netzwerk von Fotograf*innen hat es sich zur
In Wien, am 8. Dezember 2025, wird ein Thema beleuchtet, das tief in die Herzen der Menschen greift: Sternenkinder. Diese Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben, hinterlassen bei ihren Eltern eine Lücke, die oft schwer zu füllen ist. Ein Netzwerk von Fotograf*innen hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Kinder auf Bildern festzuhalten, um den Eltern beim Abschiednehmen und Erinnern zu helfen. Hebamme Veronika Hammer, tätig im St. Josef Krankenhaus Wien, ist eine derjenigen, die diese besondere Trauerarbeit leisten. In der neuesten Ausgabe des Vinzenz magazin spricht sie über die Bedeutung dieser Fotos und wie sie den Eltern helfen, ihren Schmerz zu verarbeiten.
Sternenkinder sind eine besondere Herausforderung für Eltern und das medizinische Personal. Diese Bezeichnung wird für Babys verwendet, die vor, während oder kurz nach der Geburt versterben. In Österreich und vielen anderen Ländern wird dieses Thema zunehmend offen angesprochen, um den betroffenen Familien Unterstützung zu bieten. Veronika Hammer erklärt, dass die Fotos, die sie auf Wunsch der Eltern anfertigt, mehr sind als nur Bilder. Sie sind ein Teil der Trauerbewältigung. Die Eltern sehen nicht nur ihr Kind, sondern können auch ihre eigenen Gefühle besser verstehen und verarbeiten.
Die Wahrnehmung und der Umgang mit Sternenkindern haben sich im Laufe der Jahre stark verändert. Früher wurden solche Verluste oft verschwiegen oder als Tabu betrachtet. In den letzten Jahrzehnten ist ein Wandel hin zu mehr Offenheit und Unterstützung zu beobachten. Initiativen wie das Netzwerk „Dein Sternenkind“, dem auch Veronika Hammer angehört, haben dazu beigetragen, dass Eltern ermutigt werden, über ihren Verlust zu sprechen und Hilfe anzunehmen.
In Deutschland und der Schweiz gibt es ähnliche Initiativen, die Eltern von Sternenkindern unterstützen. Während in Österreich das Netzwerk „Dein Sternenkind“ eine wichtige Rolle spielt, gibt es in Deutschland Organisationen wie „Vergiss Mein Nie“, die ähnliche Unterstützung bieten. In der Schweiz wird das Thema ebenfalls zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert, und es gibt spezialisierte Angebote für betroffene Familien.
Die Arbeit mit Sternenkindern hat nicht nur emotionale, sondern auch gesellschaftliche Auswirkungen. Die Akzeptanz und Unterstützung für betroffene Familien sind gestiegen, was zu einer besseren Integration dieser Themen in die Gesundheitsversorgung geführt hat. Ein Beispiel ist die Möglichkeit, in Krankenhäusern wie dem St. Josef in Wien, spezialisierte Trauerbegleitung in Anspruch zu nehmen. Diese Angebote helfen den Eltern, ihren Verlust zu verarbeiten und wieder in den Alltag zurückzufinden.
In Österreich gibt es jährlich mehrere hundert Fälle von Sternenkindern. Diese Zahl verdeutlicht die Notwendigkeit für spezialisierte Unterstützung und Trauerbegleitung. Die Arbeit von Netzwerken wie „Dein Sternenkind“ ist daher von unschätzbarem Wert für die betroffenen Familien.
Die Zukunft der Unterstützung für Eltern von Sternenkindern sieht vielversprechend aus. Mit der steigenden Akzeptanz und dem wachsenden Bewusstsein in der Gesellschaft ist zu erwarten, dass sich die Angebote weiterentwickeln und ausbauen werden. Die Digitalisierung bietet zudem neue Möglichkeiten, betroffene Familien auch online zu unterstützen und ihnen eine Plattform zum Austausch zu bieten.
Die Arbeit mit Sternenkindern ist eine wichtige und wertvolle Unterstützung für betroffene Familien. Die Fotos, die Veronika Hammer und ihre Kolleg*innen anfertigen, sind mehr als nur Erinnerungen – sie sind ein essenzieller Teil der Trauerbewältigung. Es ist zu hoffen, dass die Gesellschaft weiterhin offen für dieses Thema bleibt und die Unterstützung für betroffene Familien weiter ausgebaut wird. Welche weiteren Schritte würden Sie sich in diesem Bereich wünschen? Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Vinzenz magazin, das sowohl in Print- als auch in digitaler Form verfügbar ist.