Am 17. Dezember 2025 gab die österreichische Bundesregierung bekannt, dass ab 2027 ein steuerfreier Freibetrag von bis zu 15.000 Euro pro Jahr für Zuverdienste in der Pension eingeführt wird. Diese Entscheidung wird von vielen als bedeutender Fortschritt im Kampf gegen die Altersarmut angesehen. Das
Am 17. Dezember 2025 gab die österreichische Bundesregierung bekannt, dass ab 2027 ein steuerfreier Freibetrag von bis zu 15.000 Euro pro Jahr für Zuverdienste in der Pension eingeführt wird. Diese Entscheidung wird von vielen als bedeutender Fortschritt im Kampf gegen die Altersarmut angesehen. Das Generationencafé Vollpension, das sich als Vorreiter für generationenübergreifendes Arbeiten mit Pensionist:innen etabliert hat, begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. Diese Maßnahme könnte nicht nur das verfügbare Einkommen von Senior:innen erhöhen, sondern auch deren Teilhabe am Arbeitsmarkt fördern.
Der steuerfreie Freibetrag soll es Pensionist:innen ermöglichen, ohne steuerliche Nachteile zusätzliches Einkommen zu erzielen. Moriz Piffl-Percevic, Gründer der Vollpension, hebt hervor, dass steuerliche Nachzahlungen beim Zuverdienst viele Senior:innen davon abhalten, über das Pensionsalter hinaus zu arbeiten. Mit der neuen Regelung könnte sich dies ändern, und das verfügbare Einkommen der Betroffenen könnte steigen.
Die Altersarmut ist ein Phänomen, das sich in den letzten Jahrzehnten verschärft hat. In Österreich sind insbesondere Frauen über 65 Jahre betroffen, von denen jede fünfte in Armut lebt. Diese Entwicklung lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen, darunter unzureichende Rentenansprüche durch unterbrochene Erwerbsbiografien und die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit, die häufig unbezahlt bleibt. Die Einführung des steuerfreien Freibetrags könnte ein entscheidender Schritt sein, um diese Missstände zu beheben.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass ähnliche Maßnahmen auch in anderen Ländern diskutiert oder bereits umgesetzt werden. In Deutschland gibt es bereits Modelle, die es Pensionist:innen ermöglichen, steuerfrei hinzuzuverdienen, allerdings mit unterschiedlichen Obergrenzen und Bedingungen. In der Schweiz hingegen sind die Hürden höher, was zu einer geringeren Erwerbsbeteiligung älterer Menschen führt. Österreich könnte mit der neuen Regelung eine Vorreiterrolle in der DACH-Region einnehmen.
Die Einführung des Freibetrags könnte direkte Auswirkungen auf das Leben vieler Pensionist:innen haben. Ein Beispiel ist eine 67-jährige Frau, die bisher ihre Rente mit einem kleinen Nebenjob aufgebessert hat. Durch die steuerliche Entlastung könnte sie nun mehr arbeiten und gleichzeitig mehr von ihrem Einkommen behalten. Dies würde nicht nur ihre finanzielle Situation verbessern, sondern auch ihre Lebensqualität erhöhen. Solche positiven Effekte könnten auch dazu führen, dass mehr Unternehmen bereit sind, ältere Arbeitnehmer:innen zu beschäftigen.
Statistiken zeigen, dass in Österreich rund 20% der über 65-Jährigen von Altersarmut betroffen sind. Die Einführung des Freibetrags könnte diese Zahl signifikant senken. Experten schätzen, dass bis zu 100.000 Pensionist:innen von der neuen Regelung profitieren könnten, was einer erheblichen Verbesserung der Lebensumstände entspricht.
Langfristig könnte die Maßnahme dazu beitragen, die Altersarmut in Österreich zu reduzieren und die Integration von Senior:innen in den Arbeitsmarkt zu fördern. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Umsetzung im Detail erfolgen wird und ob die Zugangsvoraussetzungen, wie die geforderten 40 Versicherungsjahre, angepasst werden. Kritiker befürchten, dass insbesondere Frauen, die jahrelang Care-Arbeit geleistet haben, benachteiligt werden könnten. Eine Anpassung der Voraussetzungen könnte hier Abhilfe schaffen.
Die Einführung eines steuerfreien Freibetrags für Zuverdienste in der Pension ist ein vielversprechender Schritt gegen Altersarmut. Es bleibt zu hoffen, dass die Maßnahme in der Praxis den gewünschten Erfolg bringt und Vorbildcharakter für andere Länder hat. Interessierte können sich auf der Webseite der Vollpension weiter informieren und erfahren, wie sie selbst von der neuen Regelung profitieren können.